Braun Multimag SlideScan 6000 Testbericht

Im Februar 2012 brachte die Firma Braun Phototechnik GmbH aus Nürnberg die nun mehr vierte Generation des Multimag Slidescan als Nachfolger des Multimag SlideScan 4000b auf den Markt. Im Wesentlichen unterscheidet sich der neue Braun Multimag SlideScan 6000 durch einen verbesserten Sensor von seinem Vorgänger: Es liefert eine nominelle Auflösung von 5000 ppi - das Vorgängermodell erreichte nur einen Wert von 3600 ppi.


In unserem Filmscanner-Shop ist der Braun Multimag Slidescan 6000 mit/ohne SilverFast erhältlich.

Bei der äußeren Erscheinung ist sich Braun treu geblieben, denn wie bereits bei den Vorgängern wurde auch diesesmal das Design des Scanners nicht verändert und es gleicht immer noch den Paximat Multimag Diaprojektoren, die bereits 1992 auf den Markt kamen. Somit ist das neue Modell nicht einfach nur eine Facelift-Version des Vorgängers, so wie man es in vielen Branchen heutzutage kennt, sondern man kann auf technische Innovationen hoffen.

Brauns Magazinscanner der vierten Generation: Multimag Slidescan 6000

Auch bei der Ausstattung gab es keine Neuerungen. Die hardwarebasierte Staub- und Kratzerkorrektur ICE heißt nun Multi-Touch und unterscheidet sich nur softwareseitig von seiner Vorgängerversion - die Änderung hat ausschließlich lizenzrechtliche Gründe. Beim Scannen mit SilverFast bleibt auch namenstechnisch alles beim Alten.

Der Scanner wird wie gewohnt über eine USB-2.0-Schnittstelle an den PC angeschlossen. Mechanik, Bedienelemente und optisches Erscheinungsbild entsprechen einem gewöhnlichen Diaprojektor - doch es fehlt das Objektiv. Statt dessen befindet sich im Inneren eine LED-Lichtquelle und ein CCD-Sensor. Und hier befindet sich auch die Neuerung am Multimag Slidescan 6000: Hier wird einem nun eine Auflösung von 5000 ppi geboten. Nach Herstellerangaben ist auch die Maximaldichte Dmax erhöht worden. Die maximale Farbtiefe beträgt, wie beim Vorgänger, 48 Bit.

Die Bedienelemente sind überschaulich und leicht verständlich: drei Knöpfe, die zum schrittweise vor- und rückwärts Bewegen des Magazins und zum Auslösen des Scanvorganges dienen. Die grüne LED gibt einem Auskunft über den aktuellen Status des Scanners. Zur Diavorbetrachtung dient das kleine Leuchtfeld, quasi eine Art Diabetrachter, denn das Leuchtfeld schaltet sich automatisch ein, sobald ein Dia darin platziert wird.

Frontansicht mit den Bedienelemente und dem Leuchtfeld

Alle gängigen Diamagazine können verarbeitet werden; dazu zählen Paximat-Magazine, aber auch Universal-, LKM-, CS- oder Rundmagazine. Wer seine Dias nicht in Magazinen sortiert hat, muss diese zum Scannen in ein solches umfüllen. In unserem Online-Shop finden Sie eine breite Auswahl an Diamagazinen der verschiedensten Sorten. Da es sich um einen reinen Diascanner handelt, kann der Multimag SlideScan 6000 ausschließlich gerahmtes Kleinbildmaterial digitalisieren. Um Negativstreifen verarbeiten zu können, müssen diese gerahmt werden. In der Scansoftware muss man dann lediglich von Positivmaterial auf Negativmaterial umstellen.

37 x 37 mm ist die maximale Scanfläche. Bekanntlich misst das Kleinbildformat 36 x 24 mm. Daher ist es auch möglich, Hochformatbilder zu scannen, ohne diese vorher ins Querformat zu drehen. Der Scanner verfügt über eine softwarebasierte, automatische Formaterkennung, so dass der jeweils richtige Bildausschnitt erfasst werden kann.

Die Installation erfolgt wie bei den meisten anderen USB-Geräten: Software installieren → Scanner mit Strom versorgen → per USB 2.0 an den Computer anschließen und einschalten → Scannen. Nach dem Einschalten erscheint vom Betriebssystem eine Meldung "neue Hardware gefunden". Die Installation des nötigen Gerätetreibers, der bei der Software-Installation auf dem System hinterlegt wurde, erfolgt automatisch. Die LED am Scanner hört auf zu blinken und leuchtet dauerhaft, sobald der Scanner einsatzbereit ist.

Der Braun Multimag Slidescan 6000 in Betrieb

Zuerst wird das Diamagazin in den Scanner eingeschoben. Hier gibt es keinen Unterschied zu einem normalen Diaprojektor. Befindet sich das Magazin im Scanner, wird alles Weitere über die Software oder die Bedienelemente am Gerät gesteuert. Um kostenlose Funktionsverbesserungen und Bug-Fixes zu erhalten, ist es notwendig, regelmäßig zu Überprüfen, ob es Software- oder Treiber-Updates gibt. Diese werden kostenlos auf der Homepage von Braun Phototechnik zur Verfügung gestellt.

Vor dem Scannen seiner ganzen Diasammlung sollte man ein Paar Testscans durchführen, hierdurch kann man sich zum einen mit der Mechanik des Scanners vertraut machen und zum anderen testen welche Einstellungen für die eigenen Dias am besten geeignet sind. Der geplante Verwendungszweck und der persönliche Geschmack sind hier sehr ausschlaggebend. Bei den Softwarefunktionen heißt es daher "learning by doing".

Der Braun Multimag SlideScan 6000 ist identisch zum Reflecta DigitDia 6000. Die beiden Geräte unterscheiden sich lediglich durch das Etikett, stammen aber aus derselben Produktion und sind technisch identisch.

Aufgrund der Identität des Braun Multimag SlideScan 6000 zum Reflecta DigitDia 6000 führen wir natürlich keinen extra Test für dieses Gerät durch. Ausführliche Infos zum Betrieb des Scanners, zu den Scanzeiten und zur Bildqualität finden Sie deshalb in unserem ausführlichen Testbericht des Reflecta DigitDia 6000.

Wie beim Reflecta DigitDia 6000 empfiehlt sich auch beim Braun Multimag SlideScan 6000, den Scanner mit der professionellen SilverFast Scan-Software zu betreiben. Deshalb bieten wir den Magazinscanner von Braun außer in seiner Basisversion auch im Bundle mit der SilverFast-Scansoftware von Lasersoft Imaging an.

Wie unsere Testberichte des baugleichen Reflecta DigitDia 6000 im Vergleich zum Vorgängermodell Reflecta DigitDia 5000 zeigen sind die Unterschiede zum Vorgängermodell marginal. Deshalb raten wir zum Kauf des "alten" Braun Multimag SlideScan 4000b, solange dieses Modell noch auf dem Markt erhältlich ist.

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