Beratung Filmscanner-Kauf und Zubehör-Kauf
Was benötigt man alles, um seine alten Filme gut und sicher zu digitalisieren und um bestmögliche Ergebnisse zu erhalten?
Auf dieser Seite möchte ich einen kleinen Leitfaden geben, wie man am Besten an das Projekt "Digitalisieren seiner Dia- oder Negativ-Sammlung" herangeht, wie man einen geeigneten Filmscanner findet und was man alles an Zubehör benötigt, um seine Filme gut und sicher zu digitalisieren und best mögliche Ergebnisse am Bildschirm oder am Drucker zu sehen.
Der Entschluss ist also gefasst: Die alte Dia- und Negativsammlung soll digitalisiert werden. Vielleicht existiert auf dem Heim-Computer schon eine große Sammlung von Digitalfotos, die mit einer neuen Digitalkamera geschossen wurden; jetzt sollen auch die alten Filme irgendwie in den Rechner rein. Dabei möchte man natürlich nichts falsch machen. Schließlich hat man Tausende oder vielleicht sogar Zigtausende von Fotos im Laufe der Jahre oder Jahrzehnte allmählich gemacht, und nun sollen alle auf einmal bearbeitet werden.
Scan-Service oder Filmscanner-Kauf?
Da steht man nun also vor Tausenden von Dias oder Negativen, die in den Rechner rein sollen. Die erste Frage, die sich einem stellt ist, ob man das alles selber machen möchte oder die Sache einem Profi überlassen möchte. Während das Fotografieren ein Hobby ist, das man sein ganzes Leben lang laufend ausübt, ist das Digitalisieren alter Filme für die meisten Anwender eine einmalige Angelegenheit im Leben. Da stellt sich natürlich die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, einige Wochen oder Monate zu investieren, um das Scannen seiner Filme selbst durchzuführen, oder ob man nicht den bequemen Weg geht, seine komplette Sammlung einem Scan-Service zu übergeben und direkt in die Bildbearbeitung einzusteigen.
Der Vorteil ist natürlich, dass es eine schnelle, bequeme Lösung ist, dass man sich nicht in die Materie des Scannens einarbeiten muss, um einmalig seine Filme zu digitalisieren, und dass man hochwertige Scans bekommt, da man selbst wahrscheinlich mit einem günstigeren Scanner-Modell arbeitet. Der Nachteil ist der unter Umständen höhere Preis und dass man seine Bilder aus der Hand geben muss.
Auch wenn man den bequemen Weg geht und seine Filme digitalisieren lässt bleibt dennoch einige Restarbeit, was das Bearbeiten und Archivieren der Bilder auf dem Rechner betrifft. Für den Nutzer eines Scan-Service gehts dann gleich weiter zum Kapitel Monitorkalibrierung.
Auswahl des richtigen Film-Scanners
Hat man sich entschlossen, einen Film-Scanner zu kaufen, stellt sich die übliche Qual der Wahl, welches Gerät für einen das optimale ist. Der Kauf eines Filmscanners ist jedoch erheblich einfacher als der Kauf einer Digitalkamera, denn es gibt nicht Hunderte Modelle auf dem Markt, sondern zwei bis vier Hände voll. Auch kommen nicht monatlich neue Modelle auf den Markt, sondern vielleicht ein Modell im Halbjahr. Dabei handelt es sich jedoch selten um richtige Neuigkeiten sondern eher um Modellüberarbeitungen. Ein Filmscanner ist also eher ein langlebiger Gegenstand im Vergleich zu manchem Computer-Teil oder einer Digitalkamera.
Die Preise reichen bei Filmscannern von 200 € bis 2000 €, wobei man mit einer sehr guten Bildqualität erst ab einem Preis von ungefähr 300 € rechnen darf. Hat man sich einmal auf ein gewisses Budget geeinigt, kommen nur noch ein paar wenige Modelle in Frage, die in der jeweiligen Preisklasse liegen. Je höher der Preis für einen Scanner desto besser ist zumeist die Bildqualität (Farbtreue, Dichteumfang, Auflösung, Staub- und Kratzerkorrektur), desto schneller ist das Gerät (Scan-Zeit pro Bild) und desto höher ist der Bedienkomfort (Stapelscan, automatischer Filmstreifeneinzug, Magazinscanner).
Dem Thema "Auswahl eines Filmscanners, Tipps und Kriterien" habe ich eine eigene Filmscanner-Kauf-Seite gewidmet, so dass ich auf dieses Thema hier nicht näher eingehen möchte. Sicher hilft auch unsere aktuelle Filmscanner-Rangliste weiter, um seine Kaufentscheidung zu treffen.
Literatur zum Thema Filme Digitalisieren
So mancher Scanner-Käufer schafft sich kurz vor seinem Weihnachtsurlaub einen Filmscanner an, um während einer Woche Urlaub Tausende von Bildern zu digitalisieren. Doch zumeist kommt nach einigen wenigen Scans die Erkenntnis auf, dass das Scannen kein Vorgang ist, den man mal schnell nebenbei lernt, sondern dass man Grundkenntnisse und Erfahrung benötigt. Erfahrung gewinnt man durch Experimentieren mit seinem Diascanner mit unterschiedlichen Einstellungen in der Scan-Software. Grundkenntnisse erlernt man zum Beispiel durch Studium all unserer Seiten auf dieser Webseite oder anhand eines guten Buches.
Auf unserer Seite Literatur habe ich einige Bücher vorgestellt, die sich mit dem Thema Digitalisieren von Dias und Negativen beschäftigen. Es gibt einfache Literatur für Anfänger aber auch Profi-Literatur für den Berufsfotografen. Empfehlenswert sind die Bücher Digitalisieren von Dias und Negativen von Sascha Steinhoff und Scannen von Helmut Kraus.
Am Besten ist es, wenn man sich eines dieser Bücher vor dem Filmscanner-Kauf anschafft, um sich erst mal in das Thema einzulesen. Die Bücher geben nämlich auch Ratschläge, was man beim Scanner-Kauf beachten sollte, worauf es ankommt. Nach der Lektüre einiger Zig Seiten fällt einem die Kaufentscheidung deutlich einfacher, da man Datenblätter beurteilen kann und weiß worauf es ankommt.
Scan-Software SilverFast und IT-8 Farbkalibrierung
Wer einen Blick in unseren Filmscanner-Shop wirft, stellt fest, dass wir praktisch alle Filmscanner optional mit der SilverFast-Scansoftware anbieten. Jeder Neuling fragt sich natürlich zurecht, was es mit dem SilverFast auf sich hat, dass man für einen Scanner, der ja bereits mit einer Standard-Scan-Software ausgeliefert wird, nochmals Hundert oder Zweihundert Euro mehr bezahlt, um eine andere Scan-Software zu bekommen.
Auf unserer Webseite Fragen und Antworten zu SilverFast habe ich versucht, diese Frage zu beantworten. Kurz zusammengefasst sei gesagt, dass SilverFast jede andere Scan-Software in Sachen Einstell-Möglichkeiten um Längen schlägt, aber das ist nicht der Knackpunkt. Hauptausschlaggebend für SilverFast ist die IT-8 Farbkalibrierung. Mit Hilfe eines speziellen IT-8 Kalibrierungsdias führt man eine Farbkalibrierung für seinen individuellen Scanner durch. Dadurch liefert dieser echte Farben, die auf einem Referenzfarbraum aufbauen. Diese Farbkalibrierung steigert die Bildqualität bei allen Scannern erheblich und man spart sich nach dem Scannen eine Menge Zeit, da die Bildbearbeitung weitgehendst entfällt.
SilverFast ist also nicht einfach eine Scan-Software mit anderer Benutzer-Oberfläche sondern verbessert dank der IT-8 Farbkalibration die Scanqualität erheblich. Zu SilverFast gibt es übrigens ein ganz hervorragendes Buch, nämlich SilverFast - das offizielle Buch. Dieses Buch erklärt nicht nur ausführlich die Bedienung von SilverFast sondern auch Bildbearbeitungstechniken, IT-8 Kalibrierung und viele Grundlagen rund ums Thema Scannen und Bildbearbeitung.
Reinigung von Dias und Negativen vor dem Scannen
Der Scanner ist gekauft, SilverFast ist installiert, die Arbeit kann beginnen. Da stellt sich noch die Frage, wie man Dias und Filmstreifen, die Jahre oder gar Jahrzehnte im Schrank deponiert waren, aufbereitet, ehe man sie in einer letzten Aktion digitalisiert. Hochwertige Filmscanner verfügen über eine automatische Staub- und Kratzerkorrektur. Doch ein solches Korrekturverfahren vermag auch keine Wunder zu bewirken, wenn Dias und Negative stark verschmutzt sind. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Scannen eine einfache Reinigung des Filmmaterials durchzuführen.
Groben Staub bläst man ganz einfach mit einem Anti-Staub-Spray weg. Oft genügt ein Strahl quer zu einem Diamagazin, um wirkungsvoll Staub und Flusen zwischen den einzelnen Dias herauszublasen. Manche Dias verlangen jedoch nach einer individuellen Reinigung, wenn einzelne Staubkörner hartnäckig auf der Filmoberfläche festsitzen. Um einzelne Stör-Partikel zu entfernen gibt es zum Beispiel ein Hilfsmittel namens SpeckGrabber, das Staubpartikel adhäsiv festbindet. Speziell für Negativstreifen gibt es Antistatik-Bürsten, die Staub und Flusen einfach wegpinseln und den Filmstreifen von statischen Aufladungen befreien.
Auf unserer Zubehör-Seite sind zahlreiche Reinigungsinstrumente und deren Einsatzmöglichkeit ausführlich beschrieben.
Hilfsmittel während des Scannens von Dias und Negativen
In diesem Kapitel möchte ich noch auf einige Hilfsmittel hinweisen, die einem die Arbeit beim Scannen erheblich erleichtern. Beginnen möchte ich mit zwei unverzichtbaren Hilfsmitteln, wenn man Filmstreifen scannt. Während man Dias bequem am Plastikrahmen anfassen kann, haben Filmstreifen nur einen schmalen Führungsstreifen, an dem man den Streifen packen kann. Da greift man leicht aus Versehen mal auf die Filmschicht und hinterlässt störende Fingerabdrücke. Deshalb sollte man beim Arbeiten mit Filmstreifen immer Baumwoll-Handschuhe tragen. Mit solchen äußerst feinen Handschuhen kann man einen Filmstreifen sicher anfassen ohne Spuren zu hinterlassen. Für die Arbeit mit Filmstreifen empfiehlt sich außerdem der Einsatz einer Pinzette mit abgeflachten Schaufeln, um Streifen aus Archivhüllen zu entnehmen. Herkömmliche Pinzetten haben spitze Enden und hinterlassen Kratzer im Filmmaterial; daher muss man unbedingt darauf achten, dass die Schaufeln abgeflacht sind.
Wer nicht eine komplette Film-Sammlung auf einmal digitalisieren möchte sondern einzelne Bilder auswählen möchte, dem sei der Einsatz einer Leuchtplatte empfohlen. Leuchtplatten gibt es in unterschiedlichen Größen, von der kleinen transportablen Mini-Leuchtplatte bis zur großen Labor-Leuchtplatte. Auf einer Leuchtplatte kann man schnell Bilder aussortieren und finden. Für den Einsatz von Dias gibt es auch Diabetrachter zum Betrachten einzelner Dias.
Beim Scannen von Dias und Negativen stößt man oft auf Schwierigkeiten, wenn der Filmstreifen oder das Dia gewellt oder gerollt ist. Dann tut man sich schwer, den Filmstreifen in den Scanner einzuführen, oder der Scan wird unscharf, weil der Scanner nicht richtig fokusieren kann. Bei solchem Problemmaterial hilft oft nur das Einrahmen oder Umrahmen in Spezialrahmen, die das Positiv oder Negativ fest im Rahmen fixieren. Das Umrahmen ist zwar eine aufwändige Angelegenheit, ist aber oftmals die einzige Möglichkeit, um so manches gewölbte Bild doch noch in guter Bildqualität zu digitalisieren.
Monitorkalibrierung zur Darstellung korrekter Farben
Wer seinen Scanner mit der Scan-Software SilverFast Ai betreibt, führt eine IT-8 Farbkalibrierung des Scanners durch, so dass dieser echte und gute Farben liefert, die gegenüber einem international standardisierten Referenzfarbraum abgestimmt sind. Aber was nützen einem echte Farben vom Scanner, wenn der Bildschirm etwas ganz anderes anzeigt? Vielleicht führt man noch eine aufwändige Bildbearbeitung durch, korrigiert aber dabei nicht Fehler im Bild sondern Fehler am Bildschirm! Um solche Fehler zu vermeiden muss ein Bildschirm ebenfalls kalibriert werden. Dazu gibt es spezielle Hardware-basierte Tools wie den ColorVision Spyder2 Express. Bei solchen Tools vermisst ein Colorimeter die Eigenschaften des Bildschirmes genau und erstellt ein Korrekturprofil, so dass der verwendete Monitor saubere, echte Farben darstellt. Jetzt bekommt man auch zu Gesicht, was der Scanner wirklich digitalisiert hat. Scanner und Bildschirm arbeiten zusammen in einem gemeinsamen Farbmanagement-Prozess.
Für den Laien sei einfach zusammen gefasst, dass man nur dann optimale, echte Farben in seinen Digitalbildern erkennt, wenn sowohl Scanner als auch Bildschirm kalibriert sind. Dies gilt selbstverständlich auch für Digitalfotos, die aus einer Digicam entstammen. Für den fortgeschrittenen Anwender empfehle ich Fachliteratur zum Thema Farbmanagement, zum Beispiel das Buch Farbmanagement für Fotografen, das speziell die ColorVision-Tools erläutert, oder das Buch Farbmanagement von Rolf Gierling, das detaillierte Informationen rund um dieses komplexe Thema beinhaltet. Weitere Informationen gibt es auch auf unserer Webseite über Bildschirmkalibrierung.
Bildbearbeitung
Sind die Dias und Negative einmal gescannt, sei es vom Scan-Service oder mit einem eigenen Scanner, dann schließt sich die Bildbearbeitung im Bildbearbeitungsprogramm an. Wer seinen Scanner mit IT-8 Kalibration betreibt (SilverFast Ai), hat an dieser Stelle weniger Aufwand als derjenige, der einen unkalibrierten Scanner verwendet hat. Im Bildbearbeitungsprogramm führt man noch diverse Korrekturen am Scan durch, z.B. schneidet man noch Ränder vom Bild weg, erhöht den Kontrast oder die Helligkeit, korrigiert rote Augen, die bei Blitz-Aufnahmen entstanden sind, oder führt aufwändige Retusche- und Korrekturarbeiten durch.
Quasi-Standard-Bildbearbeitungsprogramm ist Adobe Photoshop bzw. Adobe Photoshop Elements. Bei fast jedem Scanner ist eine Photoshop-Elements Version im Standard-Lieferumfang enthalten, oftmals jedoch eine alte Version 2 oder 3. Über ein Update gelangt man zur aktuellen Version. Photoshop Elements bietet bereits so viele Möglichkeiten, dass sie ein normaler Anwender kaum auszuschöpfen vermag. Die sündhaft teure Profiversion CS2 bietet schiergar grenzenlose Möglichkeiten der Bildbearbeitung und Bildmanipulation. Also Literatur-Tip möchte ich an dieser Stelle das Buch Photoshop Retusche und Restaurierung von Katrin Eismann angeben. Hier lernt man Techniken, wie man mit Photoshop fast Unmögliches möglich macht.
Aber es muss nicht unbedingt Photoshop sein. Eine kostenlose Alternative ist das Programm GIMP, das vielen Privatleuten vollkommen ausreicht, um einfache Bildbearbeitungsschritte durchzuführen. Ein empfehlenswertes Fachbuch zu GIMP ist das Buch GIMP 2 von Jürgen Ostertag. Die Software kann man kostenlos im Internet herunterladen.
Archivierung von Digitalbildern und alter Filme
Wer sich genügend Zeit für die Einarbeitung in die Materie des Scannens genommen hat, digitalisiert seine Filme ein einziges Mal mit den richtigen Einstellungen, und hat dann eine gigantische Datenmenge auf seiner Festplatte. Zum Archivieren empfehle ich grundsätzlich das TIF-Format, da es sich um ein verlustfreies Bildformat handelt. Für das Betrachten der Bilder am Bildschirm kann man anschließend eine Konvertierung ins kompaktere JPG-Format durchführen. Wer Tausende von Bildern digitalisiert erhält schnell Datenmengen im Zig- oder gar Hundert-Gigabyte-Bereich. Wie handelt man solche Datenmengen am Besten? Bei modernen Rechnern bieten Festplatten mit 300 GByte oder noch größer genügend Platz für ein riesiges Bild-Archiv. Eine Festplatte kann jedoch crashen, so dass man die Bilder sichern sollte. Als Datenträger empfehlen sich DVDs oder eine externe Festplatte. Solche externen USB-Festplatten schließt man einfach über ein USB-Kabel an den Rechner an, und man erhält für wenig Geld gigantische Speicherbereiche.
Digitalfotos sind Unikate, spiegeln unter Umständen ein ganzes Lebenswerk wieder. Daher sollte einem die Speicherung der Daten etwas wert sein. Ich empfehle, sämtliche Digitalfotos 3-fach abzuspeichern, einmal auf seiner Hauptfestplatte und zweimal auf zwei unterschiedlichen mobilen Festplatten. Zum Sortieren und Archivieren von Digitalbildern auf der Festplatte gibt es inzwischen eine ganze Latte von Software-Programmen, mit denen sich Bilder kategorisieren und sortieren lassen, damit man schnell und einfach eine bestimmte Aufnahme wiederfindet. Leider sind die Programme weitgehendst inkompatibel zueinander, d.h. wer in einem Programm sein Archiv organisiert tut sich schwer mit einem Softwarewechsel eines Tages, eines Jahres oder eines Jahrzehnts. Berücksichtigen sollte man beim Kauf eines Archivierungsprogrammes auch, dass so mancher Softwarehersteller im Laufe der Jahre komplett vom Markt verschwindet. Eine sauber aufgebaute Datenablage auf der Festplatte ist da oft die bessere Lösung, da man diese selbst im Griff hat und nicht von einem Software-Hersteller abhängig ist.
Viele Anwender vernichten ihr Original-Filmmaterial, wenn es einmal digitalisiert ist. Bei so manchem Fotografen schafft das ganze Schrankwände im Keller frei. Wer sein Filmmaterial nicht gleich vernichten möchte, dem seien Archivsysteme empfohlen: In praktischen Diastapelsystemen oder Negativhüllen lässt sich Filmmaterial sicher und langfristig gut aufbewahren. Vielleicht gibt es ja doch eines Tages ein Revival für analoges Filmmaterial, ähnlich wie die tot geglaubte Vinyl-Schallplatte längst wieder erwacht ist.
Erstellung von Prints und Druckerprofilierung
Abschließend möchte ich noch auf das Thema Drucken von Fotos eingehen. Auch im Digitalfotozeitalter wünscht man sich noch das eine oder andere Foto auf ganz normalem Fotopapier. Es gibt Labore, die von Ditialbildern Abzüge erstellen, aber es gibt auch hochwertige Drucker, die Abzüge in Fotoqualität liefern.
Was für den Scanner und für den Bildschirm gilt, gilt natürlich auch für den Drucker: Ein Drucker muss kalibriert werden, damit er echte Farben liefert. Bei einem Scanner geschieht dies mit einem IT-8 Kalibrierungsdia (in SilverFast Ai enthalten), bei einem Monitor macht dies ein Colorimeter, bei einem Drucker ein Spektrocolorimeter. Ein Hardware-basiertes Tool wie zum Beispiel Spyder3Print erstellt ein spezielles Drucker-Profil, so dass auf dem Drucker saubere Farben herauskommen. Mehr Infos zu diesem Thema sind auf unserer Webseite über Druckerprofilierung enthalten.
Wer sowohl seinen Scanner als auch seinen Bildschirm als auch seinen Drucker kalibriert arbeitet in einer perfekten Farbmanagement-Umgebung und darf sich schöner Bilder mit echten Farben erfreuen. Natürlich spielt beim Drucken das Papier eine entscheidende Rolle. Welche unterschiedlichen Papiersorten es gibt, und welche Auswirkungen diese auf Fotodrucke haben, kann man durch Experimentieren mit unserer Moab-Papier Sample-Box herausfinden.
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