Fragen zur Inbetriebnahme eines Filmscanners
Fehlermeldung bei USB 2.0 Anschluss
Beim Anschluss meines Filmscanners an einen USB-Port des Rechners erhalte ich die Fehlermeldung: "Hochgeschwindigkeits USB-Gerät an Nicht-Hochgeschwindigkeits-USB-Schnittstelle angeschlossen". Die Fehlermeldung kann auch etwas anders lauten, zum Beispiel wenn ein zusätzlicher USB-Hub verwendet wird.
Zunächst sei gesagt, dass es sich dabei nicht um eine Fehlermeldung handelt sondern lediglich um eine Warnung. Sie bedeutet, dass der Scanner eine schnelle USB 2.0 Schnittstelle hat während der Rechner bzw. der Hub nur eine langsame USB 1.1 Schnittstelle besitzt. Die verschiedenen USB-Standards sind jedoch untereinander kompatibel; es ist also kein Problem ein USB 2.0 Gerät an eine USB 1.1 Schnittstelle anzuschließen.
Bei Filmscannern wirkt sich der Anschluss an einer USB-1.1 Schnittstelle nachteilig auf die Scan-Geschwindigkeit aus. Die über die Schnittstelle zu übertragende Datenmengen sind zum Teil enorm, so dass der Zeitunterschied spürbar wird. Man vergleiche dazu die Übertragungsraten der einzelnen USB-Schnittstellen auf unserer Seite über Schnittstellen. So kann zum Beispiel die Übertragung eines Kleinbild-Scans mit 4000 dpi Auflösung, bei dem ca. 60 Megabyte an Daten anfallen, bei USB 2 genau eine Sekunde dauern, während bei USB 1.1 mindestens 40 s anfallen. Dieser Unterschied ist spürbar, zumal es sich um theoretische Werte handelt; in der Praxis wird niemals die maximal mögliche Datenübertragungsrate erreicht.
Warum wird ein Filmscanner nicht erkannt?
Es kann vorkommen, dass ein Filmscanner, der korrekt nach Bedienungsanleitung installiert wurde, dennoch vom Rechner nicht erkannt wird, obwohl er richtig angeschlossen ist. Für ein solches Problem gibt es keine Musterlösung, aber eine wichtige Vorgehensweise, die man auf alle Fälle testen sollte:
Aus unerklärlichem Grunde kommen verschiedene Geräte miteinander in Konflikt, wenn Sie alle über USB an den Rechner angeschlossen sind. Oftmals funktioniert ein Scanner tadellos, aber sobald ein Drucker via USB hinzugeschaltet wird, verweigert der Scanner seinen Dienst (oder umgekehrt). Um die Fehlersuche einzuschränken sollte man sämtliche USB- und Firewire-Geräte abstecken und die Inbetriebnahme nur mit dem angeschlossenen Filmscanner durchführen.
Wenn der Scanner alleine funktioniert und man einen Konflikt zum Beispiel mit dem Drucker, einem MP3-Player-Interface oder einer Digitalkamera-Verbindung detektiert hat, hilft unter Umständen das Wechseln von USB auf Firewire, falls vorhanden, oder die Neuinstallation bzw. ein Treiberupdate des anderen Gerätes.
Kann ein Filmscanner an einen USB-Hub angeschlossen werden?
Im Prinzip macht ein USB-Hub nichts anderes als aus einer USB-Schnittstelle am Rechner deren 4 oder 6 zu machen. Somit können an einem einzigen USB-Port mehrere USB-Geräte gleichzeitig betrieben werden. Allerdings sind viele Probleme mit solchen Hubs bekannt. Ein Problem ist zum Beispiel, dass die Einzelgeräte nicht ausreichend mit Strom versorgt werden bzw. dass die Datenübertragung darunter leidet.
Prinzipiell spricht nichts gegen die Inbetriebnahme eines Film-Scanners an einem USB-Hub. Wenn es bei der Installation oder während des Betriebes Probleme gibt, sollte man jedoch den Scanner testweise direkt an den Rechner anschließen, ehe man einen Hardware-Defekt im Scanner vermutet.
Wichtige Hinweise zur Installation eines Filmscanners
Das Installations-Procedere ist bei fast allen Filmscannern und auch anderen Peripherie-Geräten am PC dasselbe: Software installieren, Gerät anschließen, Gerät einschalten, automatische Treiberinstallation, fertig. Und dennoch liegt genau in dieser Reihenfolge für viele Anwender ein großes Problem, so dass sie sich selbst in unnötige Schwierigkeiten bringen. Es gab nämlich gute alte Zeiten, in denen man ein Gerät an den Rechner anschließen konnte, ohne dass dabei etwas passierte. Danach installierte man die Software mit dem zugehörigen Treiber und das Gerät war betriebsbereit.
Unter den aktuellen Windows-Betriebssystemen hat sich dies insofern geändert, als dass das Betriebssystem automatisch erkennt, wenn eine neue Komponente an den Rechner angeschlossen wird. Es sucht dann selbst nach einem geeigneten Treiber oder stellt den User vor eine schwierige Auswahl u.s.w.
Bei den meisten Geräten ist es heutzutage unabdinglich, dass zuerst die Scanner-Software vollständig installiert wird und erst dann der Scanner an den Rechner angeschlossen und eingeschaltet wird. Dann erst erkennt Windows das neue Gerät automatisch und findet von selbst den richtigen Treiber. Die Hersteller unternehmen viel, um dem Käufer diese strikte Vorgehensweise klar zu machen: ausführliche Hinweise im Handbuch, Kurzinstallationshinweise, zusätzliche Aufkleber auf der Schnittstelle, Hinweise im Installationsprogramm u.s.w. Dennoch überlesen viele Anwender sämtliche Warnhinweise und stehen dann vor einem nicht funktionsfähigen Filmscanner. Da hilft nur: Handbuch lesen und von vorne anfangen.
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