Glossar Scanner, Digitalkameras, Bildbearbeitung

Grundbegriffe und Fachausdrücke rund ums Thema Scannen, Digitalfotografie und Bildbearbeitung


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Wasserzeichen

Wasserzeichen gibt es seit langer Zeit bei Papieren (Beispiel Geldscheine). Beim Papier wird ein "echtes" Wasserzeichen dadurch erstellt, dass bei der Herstellung die Papierfasern verdichtet oder verdünnt werden. Auch im Nachhinein ist die Erzeugung eines "unechten" Wasserzeichens durch Prägung möglich. Auch für Digitalbilder gibt es Wasserzeichen, die an beliebiger Stelle in einem Bild untergebracht werden können. Es gibt Wasserzeichen, die sofort ins Auge stechen, und andere, die so geschickt im Bild versteckt sind, dass sie nur der Erzeuger wiederentdecken kann.

Wechselobjektiv

Kompakte Digitalkameras haben zumeist ein Zoom-Objektiv fest im Gehäuse integriert. Höherwertige Digitalkameras erlauben die Möglichkeit, Wechselobjektive aufzuschrauben. Dank einfacher Bajonett-Verschlüsse lassen sich Objektive schnell und leicht auswechseln. Durch Wechselobjektive kann man den Bildausschnitt nahezu beliebig verändern.

Bei Wechselobjektiven unterscheidet man zwischen Normalobjektiven, die ungefähr einen Bildausschnitt wie das menschliche Auge liefern, Tele-Objektiven mit starken Zoom-Faktoren, Weitwinkel-Objektiven, die einen sehr großen Bildbereich liefern, und Makro-Objektiven für den Super-Nahbereich.

Weißabgleich

In einem normalen Farbmodell ist weiß stets die hellste Farbe. Das heißt jedoch nicht, dass weiß gleich weiß ist. Vielmehr hängt der weiße Farbeindruck von der Art der Lichtquelle ab. Ein weißes Blatt Papier erscheint bei Sonnenlicht ganz anders als bei künstlichem Licht. Unser Auge bzw. das Gehirn ist jedoch so intelligent, dass es sich automatisch auf die jeweilige Lichtsituation einstellt. Der Mensch führt quasi intuitiv einen vollautomatischen Weißabgleich durch. Während das menschliche Auge also einen Farbstich, der zum Beispiel durch Halogenbeleuchtung entsteht, automatisch ausgleicht, zeichnet eine Digitalkamera diesen gnadenlos auf. Ist die Digitalkamera auf Tageslicht eingestellt und fotografiert man bei Kunstlicht, erscheint das Bild rötlich. Ist sie auf Sonnenschein eingestellt und fotografiert man im Nebel, so erhält man ein blaustichiges Bild.

Durch einen Weißabgleich stellt man die Digitalkamera auf die jeweilige Lichtsituation ein. Es gibt unterschiedliche Methoden, einen Weißabgleich in einer Digitalkamera durchzuführen: Vollautomatischer Weißabgleich, Halbautomatischer Weißabgleich und Manueller Weißabgleich. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auf unserer Seite Farbtemperatur und Weißabgleich.

Weißpunkt

In einem Histogramm oder in einer Gradationskurve ist der Schwarzpunkt derjenige Pixel im Bild, der einem 100%igen Schwarz entspricht. Analog dazu ist der Weißpunkt derjenige Bildpunkt, der einem 100%igen Weiß entspricht. Es handelt sich also quasi um die beiden Extrempunkte in einem Bild.

Den Schwarzpunkt bzw. Weißpunkt kann man auch gezielt setzen, um eine neue Tonwertverteilung im Bild zu erzielen. Wird der Weißpunkt zum Beispiel auf eine Bildstelle gesetzt, die eigentlich nur zu 5% grau ist (also nahezu weiß), so wird dieser Punkt als 0% schwarz bzw. reines Weiß gesetzt; alle Grautöne zwischen 0% und 5% werden dann zu weiß. Auf diese Weise erhält man eine Kontrasterhöhung, indem man den kompletten zur Verfügung stehenden Tonwertumfang ausnutzt.

Weitwinkelkonverter

Ein Weitwinkel-Konverter ist ein Objektivvorsatz, der die Brennweite eines Weitwinkel-Objetivs zum einen konstanten Faktor verkürzt. So macht ein Weitwinkelkonverter mit dem Faktor 0,5 aus einem 18-28 mm Weitwinkelobjektiv ein 9-14 mm Super-Weitwinkelobjektiv.

Weitwinkelobjektiv

Objektive teilt man je nach Brennweite in Normalobjektive, Teleobjektive, Weitwinkelobjektive und Makroobjektive ein. Als Weitwinkel-Objektive bezeichnet man Objektive mit einer Brennweite, die unter der des menschlichen Auges liegt, also zum Beispiel 20-30 mm. Objektive mit noch kleinerer Brennweite bezeichnet man auch als Super-Weitwinkel-Objektive. Objektive mit extrem kleiner Brennweite bezeichnet man auch als Fish-Eye-Objektiv. Der Bildwinkel von Weitwinkel-Objektiven übersteigt denjenigen des menschlichen Auges (ca. 45) und erreicht bei Fish-Eye Objektiven die 180 Halbkugel.

Wölbspiegel (Konvexspiegel)

Ein Wölbspiegel (auch als Konvexspiegel bezeichnet) hat eine spiegelnde Oberfläche auf einer außen beschichteten Kugelkalotte. Er ist also das Gegenteil von einem Hohlspiegel, der innen beschichtet ist. Während ein Hohlspiegel einfallendes Licht bündelt, zerstreut es ein Wölbspiegel. Der Brennpunkt bei einem Wölbspiegel liegt hinter der Spiegeloberfläche. Parallel einfallende Lichtstrahlen werden so reflektiert, als kämen die Strahlen vom Brennpunkt her. Strahlen, die so auf den Wölbspiegel treffen, dass sie durch den fiktiven Brennpunkt hinter dem Spiegel gingen, werden als Parallelstrahlen reflektiert. Der Wölbspiegel zerstreut die Lichtstrahlen und erzeugt ein virtuelles Bild hinter der Spiegeloberfläche.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema sind auf unserer Seite über Strahlenoptik im Kapitel Reflexion zu finden.


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