Reflecta Filmscanner RPS 3600 Professional
Was ist denn das für ein Gerät? Es sieht aus wie ein Kinderspielzeug, wie eine Art futuristisches Fahrzeug mit 4 Rädern und einem kleinen Cockpit an der Front. Das soll ein Filmscanner sein? Und dann steht da noch Professional drauf. Ich war ganz schön verblüfft, als ich dieses peppige Gerät zum ersten Mal in den Händen hatte. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen Diascanner mit viel versprechenden Leistungsdaten auf dem Papier.
Preis in unserem Filmscanner-Shop: 429 €Lieferzeit: auf Lager, sofort lieferbar
Das Design dieses Film-Scanners ist in der Tat ungewöhnlich. Nur wenige Hersteller auf dem gesamten EDV-Markt wagen es, mit bunten Farben und stilvollen Modellen etwas Leben und Abwechslung auf den tristen, eintönigen Computer-Arbeitstisch zu bringen. In der Tat lockert so ein Gerät die eigentlich unerwünschte Büro-Atmosphäre zu Hause auf dem Schreibtisch etwas auf. Wenn sich allerdings ein wirklicher Professional dieses Gerät auf seinen Arbeitsplatz stellt, wirkt das Gerät eher wie ein fehl platziertes Spielzeug.
Design-Frage hin oder her; mit dem RPS 3600 Professional erwirbt man einen hochwertigen Filmscanner, der laut Spezifikation sehr gute Scans fabrizieren sollte. Auf das Innere kommt es also an.
Ausstattung, Zubehör und Leistungsdaten des Filmscanners
Der Reflecta RPS 3600 Professional trägt seine maximale Scan-Auflösung von 3600 dpi bereits in der Modellbezeichnung. Mit dieser großen Auflösung liegt der RPS 3600 nur knapp unter den Top-Filmscannern, die ihre Vorlagen mit 4000 dpi digitalisieren, dafür jedoch mit großem Abstand über den Standard-Filmscannern, die mit knapp 3000 dpi scannen. In der Modellbezeichnung steckt auch indirekt die Farbtiefe von 36 Bit; dies bedeutet, dass pro Farbkanal (rot, grün, blau) 4096 Farbtöne unterschieden werden.
Auch der Dichteumfang steckt mit 3,6 indirekt in der Modellbezeichnung (ist das alles Zufall?). Mit diesen drei Eckwerten (3600 dpi, 36 Bit Farbtiefe, Dichteumfang 3,6) kann man qualitativ hochwertige Scans erwarten und darf die Anforderungen deshalb sehr hoch ansetzen.
Mit einem Preis von knapp über 400 € liegt der RPS 3600 in einer Preisklasse, wo zum Beispiel der Minolta Dimage Dual Scan III liegt. Für diesen Preis erhält man bei Reflecta einen Filmscanner mit einer bemerkenswerten Ausstattung: Der RPS 3600 kann sowohl über USB-Kabel als auch über SCSI-Kabel an den Rechner angeschlossen werden. Der Privatanwender wird die Einfachheit eines USB-Anschlusses bevorzugen, der professionelle Anwender wird auf die hohe Datenübertragungsrate einer SCSI-Schnittstelle setzen. Sehr gut ist vor allem die Software-Ausstattung: Mit SilverFast (Version 6) und Photoshop Elements wird dem Filmscanner praktisch die Crème de la crème der Scan- und Bildbearbeitungssoftware beigefügt.
Beim Auspacken des ca. 1,5 kg schweren Gerätes mit den Maßen 200 x 105 x 290 (Breite, Höhe, Tiefe) wundert man sich zunächst über kein Zubehör außer Kabeln und Software. Dies liegt daran, dass der RPS 3600 ganz ohne Rahmen und Filmhalter auskommt. Dias werden direkt an der Vorderseite in den Scanner eingesteckt, Filmstreifen werden seitlich in den Negativscanner eingeführt. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man auf seinem Schreibtisch nur das blanke Gerät stehen hat und jederzeit mit Scannen loslegen kann.
Der RPS 3600 Professional unterscheidet sich von anderen Filmscannern nicht nur durch sein witziges Outfit, sondern auch durch ein kleines Sichtfenster und eine Frontbedienung. Über das Sichtfenster kann man direkt das eingelegte Dia oder Negativ betrachten; auch während eines Scanvorganges kann man das schrittweise Abtasten des Bildes mitverfolgen. Mit der Frontbedienung kann man bei einem Negativstreifen bequem ein Bild vorwärts oder zurück spulen und man kann eine Feinjustierung in winzigen Schritten durchführen.
Der ausführliche Testbericht über den Reflecta RPS 3600 ist nur in deutscher Sprache verfügbar. Der Testbericht des Nachfolgemodells Reflecta RPS 7200 ist auch auf englisch verfügbar.
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