Reflecta x4-Scan - Akkubetriebener Filmscanner

Im Dezember 2009, gerade noch rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft, brachte Reflecta mit dem x4-Scan einen weiteren Filmscanner mit CMOS-Technik auf den Markt. Er ersetzt den mittlerweile nicht mehr erhältlichen Reflecta X3-Scan; Wie sein Vorgänger ist auch der x4-Scan als Stand-Alone Gerät konzipiert, das unabhängig von einem Computer betrieben werden kann.


Der Reflecta x4-Scan wurde im Oktober 2010 durch den Nachfolger Reflecta x5-Scan abgelöst. Ersatz-Filmhalter sind noch erhältlich.

Dazu verfügt der Scanner über ein integriertes 2,4 Zoll LCD-Display und einen Speicherkartenslot, der SD- und SDHC-Karten aufnimmt. Die Daten werden entweder per USB 2.0 (nicht mit USB 1.1) direkt an den Computer übertragen, oder man entfernt die Speicherkarte aus dem Scanner und legt sie in ein Kartenlesegerät ein; Neu am x4-Scan ist, dass er unabhängig vom Stromnetz verwendet werden kann: Ein Lithium-Ionen Akku versorgt den Scanner mit dem benötigten Strom.

Reflecta x4-Scan von vorne

Im Lieferumfang des Reflecta x4-Scan befindet sich neben den Filmhaltern, einem Netzadapter und einem USB-Kabel noch die Software ArcSoft MediaImpression: ein Medienbrowser, mit dem sich Bilder und Videos betrachten lassen, und der auch einfache Bildbearbeitungswerkzeuge zur Verfügung stellt. Die Software liegt sowohl für Windows als auch für MacOS vor.

Der x4-Scan verwendet die gleichen Filmhalter wie der x2-Scan, also einen Diarahmenhalter für bis zu 3 gerahmte Kleinbild-Dias und einen Filmstreifenhalter für Negativstreifen bis zu einer Länge von 6 Bildern. Der x4-Scan kann sowohl Positive als auch Negative digitalisieren, d.h. in den Diahalter können auch gerahmte Negative eingelegt werden, und in den Filmstreifenhalter können auch Positivstreifen oder Einzelbilder (Positive und Negative) eingeleget werden.

Die Verwendung von Filmhaltern deutet auf die Möglichkeit einer automatischen Stapelverarbeitung hin, die aber auch beim x4-Scan leider nicht möglich ist: Die Dias bzw. Negative müssen von Hand weiterbewegt werden, sobald eines gescannt wurde. Man legt also die Dias oder den Filmstreifen in den entsprechenden Halter und diesen dann wiederum in den Scanner ein. Sofort sieht man auf dem integrierten Display das Live-Bild des CMOS-Sensors vom eingelegten Dia bzw. Negativ (Hat man den Scanner entsprechend eingestellt, sieht man auch ein Negativ auf dem Display als Positiv); Ein Tastendruck speichert dieses Bild in Sekundenschnelle auf des Speicherkarte. Danach schiebt man den Filmhalter weiter zum nächsten Bild und scannt so manuell eins nach dem anderen ein. Sind alle Dias bzw. Negative im Halter digitalisiert, muss dieser wieder entnommen und ggf. neu befüllt werden.

Reflecta x4-Scan und die beiden Filmhalter

Die maximale Auflösung des x4-Scan liegt nach Herstellerangaben wie bei allen Geräten der x-Scan-Reihe bei 1800 dpi. Das ergibt eine Bilddatei mit etwa 5 Megapixeln, also weniger, als die meisten Digitalkameras liefern. In unserem ausführlichen Testbericht über den Reflecta x3-Scan haben wir gezeigt, dass die tatsächlich erzielbare Auflösung jedoch noch niedriger liegt, als auf dem Datenblatt angegeben. Der x3-Scan erreichte etwa 1150 dpi; es ist davon auszugehen, dass die Auflösung des x4-Scan in einem ähnlichen Bereich liegt. Scannt man ein Kleinbild-Dia oder ein Kleinbildnegativ mit effektiven 1150 dpi, so ergeben sich Bilddateien mit ca. 1,8 Megapixeln. Bilder mit so wenigen Megapixeln produzieren heutzutage nur noch einige Handy-Kameras und uralte Digitalkameras. Daraus wird ersichtlich, dass man auch mit dem Reflecta x4Scan keine Filme archiviert, sondern höchstens zum schnellen Betrachten digitalisiert. Reflekta bewirbt das Gerät damit, dass es sich dank der Speicherung auf SD/SDHC Karten sehr gut dafür eignet, Bilder nach dem Scan an einen digitalen Bilderrahmen zu übertragen und damit zu betrachten.

Viel mehr lässt sich mit den Ergebnissen des x4-Scan auch nicht anstellen: Mit der niedrigen Auflösung und dem im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls unveränderten, geringen Dichteumfang mit einem Maximalwert von 3,0 holt der Scanner äußerst wenige Bildinformationen aus einem Kleinbild-Film heraus. Bedenkt man, dass Kleinbild-Dias oder Kleinbild-Negative, die mit einer guten Kamera belichtet wurden, Bildinformationen von bis zu 20 Megapixeln enthalten, so erkennt man schnell, dass man mit dem Reflecta x4-Scan nur einen Bruchteil der im Film tatsächlich vorhandenen Bildinformationen herausholt.

Das Akku-Fach des reflecta x4-scan an der Gehäuseunterseite; davor der USB-Anschluss

Worin unterscheidet sich der x4-Scan nun also vom x3-Scan? Zum einen durch die schon erwähnte Möglichkeit, den Scanner dank eines Lithium-Ionen Akkus unabhängig vom Stromnetz zu betreiben. So kann man das Geraet mit dem LCD-Display als digitalen Diabetreachter für unterwegs verwenden. Desweiteren hat der x4-Scan den TV-Ausgang seines Vorgängers eingebüßt - der Anschluss an ein Fernsehgerät zur Betrachtung ist somit leider nicht mehr möglich; Ansonsten gibt es bis auf das neue Gehäuse keine Unterschiede zum Vorgänger.

Somit kommen wir beim x4-Scan auch zu einem ähnlichen Fazit, wie beim x3-Scan: Wer gelegentlich auf einfachste Art Dias oder Negative zur schnellen Betrachtung digitalisieren möchte und dabei keine Ansprüche an die Bildqualität stellt, ist mit dem x4-Scan gut beraten. Dank der Speicherung auf SD/SDHC Karte ist das Gerät gut dafür geeignet, seine Bilder bequem an einen digitalen Bilderrahmen zu übertragen. Für die dauerhafte Archivierung von Dias oder Negativen ist das Gerät jedoch nicht geeignet; dafür benötigt man einen richtigen Filmscanner wie zum Beispiel den Reflecta CrystalScan 7200.

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