Schnittstellen für Filmscanner
Wie schließt man einen Filmscanner an einen Rechner an? Ein Rechner bietet bekanntlich eine Vielzahl unterschiedlicher Schnittstellen, die sich im Wesentlichen in der Datenübertragungsrate sowie in der Kabellänge unterscheiden. Da moderne Film-Scanner bei einem hochauflösenden Scan zum Teil mehrere Hundert Megabyte an Daten an den Rechner übertragen müssen, ist ein hohes Datenübertragungsvolumen der Schnittstelle notwendig, um die Scanzeiten nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Die veralteten seriellen und parallelen Schnittstellen sind für Diascanner längst nicht mehr ausreichend. In Frage kommen deshalb nur USB, Firewire und SCSI, wobei es immer weniger Modelle mit SCSI-Anschluss gibt, denn für SCSI benötigt man einen separaten SCSI-Controller, der extra in den Rechner eingebaut werden muss und nicht gerade preisgünstig ist. Deshalb werden die meisten modernen Dia-Scanner entweder mit USB- oder Firewire-Schnittstelle ausgeliefert.
| Schnittstelle |
Max. Übertragungsgeschwindigkeit |
Max. Kabellänge |
| USB 1.0/1.1 Full-Speed |
0,2 MByte/s |
5 m |
| USB 2.0 Hi-Speed |
60 MByte/s |
5 m |
| Firewire IEE 1394a |
50 MByte/s |
4,5 m |
| Serielle Schnittstelle |
0,12 MByte/s |
100 m |
| Parallele Schnittstelle |
2 MByte/s |
5 m |
| SCSI (SCSI 1) |
5 MByte/s |
6 m |
| Fast SCSI (SCSI 2) |
10 MByte/s |
3 m |
| Ultra SCSI |
20 MByte/s |
1,5 m |
| Ultra Wide SCSI |
40 MByte/s |
1,5 m |
| Ultra 2 Wide SCSI |
80 MByte/s |
12 m |
| Ultra 3 Wide SCSI |
160 MByte/s |
12 m |
| Serial ATA |
180 MByte/s |
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| ATA II |
300 MByte/s |
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| Ultra 320 SCSI |
320 MByte/s |
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| Firewire IEEE 1394b |
400 MByte/s |
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| ISCSI |
1000 MByte/s |
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USB und Firewire
USB steht für Universal Serial Bus, wurde von den Firmen Intel und Microsoft im Jahre 1996 auf den Markt gebracht. Für den Namen Firewire stehen zwei andere Firmen: Apple und Sony. Während Apple den Namen Firewire verwendet, verwendet man bei Sony bei einer IEEE1394-Schnittstelle den Namen iLink.
Wie konnte es überhaupt eine Firma wie Apple schaffen, mit seiner Firewire Schnittstelle einen Fuß in die von Microsoft so wohl behütete Windows-Welt zu setzen? Der Grund ist in den Jahren bis 2002 zu suchen, als es USB nur in der Version 1.1 gab. Mit einer Datenübertragungsrate von 0,2 MByte/s war USB 1.1 für viele Anwendungen einfach zu langsam; da war Firewire mit 50 MByte/s eine leistungsfähigere Alternative.
Heute steht Firewire die USB Version 2.0 entgegen. USB 2.0 Hi-Speed übertrifft die 50 MByte/s einer IEEE1394-Schnittstelle sogar mit seinen 60 MByte/s. Man kann also USB Hi-Speed und Firewire als gleichwertig bezeichnen. Beide Schnittstellen sind auch Hot-Plug-fähig, d.h. man kann an einem Anschluss ein anderes Gerät einstecken ohne den Rechner ausschalten zu müssen.
Auch hinsichtlich der maximalen Kabellängen unterscheiden sich Firewire und USB 2.0 kaum noch. Welche Schnittstelle wird also langfristig das Rennen machen? USB ist bei PCs zweifellos weit verbreiteter als Firewire, doch haben die meisten modernen PCs sowohl USB- als auch Firewire-Schnittstellen, denn viele Multimedia-Geräte wie Camcorder oder eben Filmscanner haben zunächst keinen Grund, von Firewire auf USB umzustellen.
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