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Druckerprofilierung
Für die meisten PC-Besitzer ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Bildschirm kalibriert wird, um klare und echte Farben am Computer-Monitor zu sehen. Testberichte zu diesem Thema gibt es auf unserer Seite über Bildschirmkalibrierung.
Viele Anwender wundern sich jedoch, wenn ein brilliantes Bild am Bildschirm auf dem Drucker ganz anders aussieht, wenn die Farben überhaupt nicht mehr mit dem Original übereinstimmen, wenn die Helligkeit ganz anders ist und wenn der Ausdruck schlicht und einfach völlig unzufriedenstellend oder unbrauchbar ist. Um solche Probleme zu beheben gibt es spezielle Tools zur Profilierung von Druckern. Genauso wie man den Bildschirm so kalibriert bis er korrekte Farben anzeigt, profiliert man seinen Drucker, dass er die wahren Farben zu Papier bringt.
Auf dieser Seite stellen wir einige Produkte zur Drucker-Profilierung vor. Es gibt einfache Produkte, die reine Software-Lösungen sind, und es gibt hoch professionelle Produkte mit technisch sehr feinfühligen Colorimetern, die Druckfarben exakt vermessen und daraus ein Druckerprofil erstellen.
Druckerprofilierung mit ColorVision PrintFIX Plus
Um einen Bildschirm zu kalibrieren benötigt man ein Colorimeter, wie zum Beispiel den Spyder2. Um einen Scanner zu kalibrieren benötigt man ein IT-8 Kalibrierungstarget, und um einen Drucker für ausgezeichnete Ausdrucke zu kalibrieren benötigt man ebenfalls ein hochwertiges Kolorimeter. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, am Drucker eine Grafik zu printen und diese dann mit einem kalibrierten Flachbettscanner zu scannen, wobei die Software anschließend anhand der Differenz zwischen Vorlage und Scan des Ausdrucks ein Profil erstellt. Da jedoch viele Privatleute nicht über einen ausreichend kalibrierten Flachbettscanner verfügen, gibt es seit Frühjahr 2006 von ColorVision das Druckerprofilierungstool PrintFIX Plus, das ausschließlich softwarebasiert ist und mit dem ohne die Zuhilfenahme eines kalibrierten Scanners ICC-Profile für den Drucker erstellt werden können.
ColorVision PrintFIX Plus ist zusammen mit dem Monitorkalibrierungstool Spyder2 als Spyder2 Suite beziehungsweise mit dem professionellen Spyder2Pro Colorimeter als Spyder 2 Pro erhältlich. Man schlägt somit im wahrsten Sinne des Wortes zwei Fliegen mit einer Klappe! Denn die wichtigste Voraussetzung für eine präzise Druckerkalibrierung ist eben ein
richtig kalibrierter Monitor. Man bekommt für wenig Geld ein Komplettpaket mit äusserst präziser Monitorkalibrierung und einfacher und schneller Druckerprofilierung. Doch wie funktioniert nun die Erstellung von ICC-Druckerprofilen mit PrintFIX Plus?
Nach dem Starten der Software wird man angenehm und übersichtlich mit zahlreichen Erklärungen durch das Menü geführt. Man erhält zum Beispiel die Möglichkeit, die Qualität der Druckausgabe zu überprüfen, ob alle Druckerdüsen korrekt arbeiten, ob der Drucker ein sauberes und gleichmäßiges Druckergebnis liefert. Denn nur mit einem fehlerfrei arbeitenden Drucker lassen sich korrekte Profile erstellen. Nach der Druckerfunktionsprüfung wählt man aus einer Liste von vorgegebenen PrintFIX Plus Zielen das zur gewünschten Kombination aus Drucker und Papier am besten passende Ziel aus. Dies ist dann die Grundlage, um ein benutzerdefiniertes Ziel zu erstellen. Eine ständig erweiterte Liste mit PrintFIX Plus Zielen ist auf der Hersteller-Webseite zu finden.
Im nächsten Schritt besteht nun die Möglichkeit, das benutzerdefnierte Profil zu erstellen. Doch bevor man dies macht, lässt man erstmal ein Profil auf Basis des eingestellten Ziels erstellen und druckt ein Testbild aus. Dieses vergleicht man nun mit dem Testbild am Bildschirm und kann anschließend mit Hilfe von Helligkeits-, Kontrast- und Sättigungsreglern sowie drei Schiebereglern für die Grundfarben das gedruckte Testbild an das Monitorbild anpassen. Zwei weitere Schieberegler erlauben die Anpassung des Profils an die Raumbedingungen, unter denen die Ausdrucke betrachtet werden sollen. Zudem kann auch zwischen verschiedenen Rendering-Intents gewählt werden. Dafür sind zwar sicherlich einige Testausdrucke notwendig, doch die Software bietet die Möglichkeit, vier Testbilder auf eine DIN-A4 Seite zu drucken, so dass die jeweils vorgenommenen Änderungen gut verglichen werden können. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, erstellt man mit den gemachten Einstellungen das Profil, das man dann bei den zukünftigen Ausdrucken verwendet. Sicherlich ist diese visuelle Methode der Druckerkalibration nicht 100% genau und darf nicht mit der professionellen Methode mittels eines Spektrokolorimeters verglichen werden. Doch für den Privatmann, der hin und wieder ein paar Urlaubsbilder auf seinem Tintenstrahldrucker ausdruckt, ist diese Methode jedoch ausreichend, um schnell und einfach originalgetreuere Farben bei seinen Prints zu erhalten.
Druckerprofilierung mit ColorVision PrintFIX Pro
Das Toolkit ColorVision PrintFIX Pro ist eine professionelle Hardware-Software-Kombination zum Erstellen von Druckerprofilen. Es beinhaltet die Profilierungssoftware PrintFIX Pro sowie das Spektrokolorimeter Datacolor 1005. Mit diesem Toolkit ist es möglich, auf professionelle Art individuelle, für den eigenen Drucker abgestimmte ICC-Profile zu erstellen, damit der Drucker das wiedergibt, was auf dem Bildschirm angezeigt wird.
Bevor wir ins Detail gehen, sei ein kurzer Überblick über den Vorgang einer Druckerprofilierung gegeben: Die Software PrintFIX Pro erzeugt am Bildschirm ein Testchart, das zum Beispiel aus 150 einzelnen Farbfeldern besteht. Diese unterschiedlichen Farbfelder decken den gesamten Farbbereich des Druckers ab. Das Testchart wird ausgedruckt, und anschließend werden die einzelnen Farbfelder mit dem Kolorimeter eingelesen/gescannt. Durch Vergleich der Sollfarben mit den gemessenen Istfarben berechnet die Software eine Differenztabelle, die zur Generierung eines ICC-kompatiblen Farbprofils verwendet wird. Werden fortan Bilder mit dem so erstellten Farbprofil ausgedruckt, erhält man echte Farben, die keinem Zufall mehr überlassen sind.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um mit ColorVision PrintFix Pro arbeiten zu können? Fast schon selbstverständlich, aber dennoch erwähnenswert, ist natürlich eine durchgeführte Bildschirmkalibrierung. Schließlich macht man eine Drucker-Profilierung ja gerade deshalb, damit auf dem Papier das herauskommt, was man zuvor am Bildschirm erzeugt hat. Ein unkalibrierter Monitor, der mehr oder weniger Zufallsfarben anzeigt, ist selbstverständlich keine gute Ausgangsbasis für eine saubere Druckerkalibrierung. Wer noch kein Hardware-basiertes Tool zur Kalibrierung seines Computer-Bildschirmes sein Eigen nennt, dem sei gleich die ColorVision PrintFIX Pro Suite empfohlen. In diesem Bundlepaket ist außer dem Druckerprofilierungstool PrintFIX Pro noch das professionelle Bildschirmkalibriertool Spyder2Pro enthalten. Damit erwirbt man die Top-Lösung zur Kalibrierung von Bildschirm und Drucker.
Eine weitere wichtige Voraussetzung für den Einsatz von PrintFIX Pro ist die Verwendung von gleichen Papiersorten und Tintenpatronen, denn ein Druckerprofil erstellt man nicht für seinen Drucker alleine, sondern für seinen Drucker, der bestimmte Tintenpatronen enthält und auf bestimmtes Papier druckt. Während man zwei weiße Blätter Papier schnell im Weißegrad voneinander unterscheiden kann, sieht man bei Tintenpatronen nicht auf den ersten Blick, wie unterschiedlich zum Beispiel ein Cyan-Ton gegenüber einem anderen sein kann. Noch gravierender ist der Unterschied zum Beispiel zwischen weißem Hochglanzpapier und weißem Kopierpapier. Zusammenfassend sei gesagt, dass man für jede Kombination aus Drucker, Papiersorte und Tintenpatrone ein eigenes Profil erstellt. Natürlich spricht nichts dagegen, mehrere Profile zu erstellen, zum Beispiel wenn ein Grafiker für eine bestimmten Kunden immer ein ganz individuelles Papier verwendet.
Kommen wir zum Ablauf der Profilerstellung: Nach dem Öffnen der Software PrintFIX Pro wird man angenehm und übersichtlich durch das Programm geführt. Man erhält zum Beispiel die Möglichkeit, die Qualität der Druckausgabe zu überprüfen, ob alle Druckerdüsen korrekt arbeiten, ob der Drucker ein sauberes und gleichmäßiges Druckergebnis liefert. Denn nur mit einem fehlerfrei arbeitenden Drucker lassen sich korrekte Profile erstellen. Desweiteren gibt es zu jedem Menüpunkt umfangreiche Erläuterungen durch Anklicken des "Hilfe"-Buttons. Die eigentliche Druckerprofilierung beginnt mit der Erstellung einer Kalibrierungsvorlage, wahlweise mit 150, 225 oder gar 729 Farbfeldern, die man dann auf seinem Drucker ohne jegliches voreingestelltes Profil ausdruckt. Man druckt also eine Art Rohbild, das im Anschluss zur Profilierung verwendet wird. Es ist einleuchtend, dass die Profilierung umso genauer ist je mehr einzelne Farbfelder die Testcharts haben, aber entsprechend steigt auch der Zeitaufwand. Aber bereits mit 150 Farbfeldern erhält man schon hervorragende ICC-Profile, die Kalibriervorlagen mit 225 und 729 Farbfeldern sind daher eher für den Highend-Bereich geeignet.
Das Erzeugen der Kalibriervorlagen ist also eine reine Softwareangelegenheit. Die einzelnen Farbfelder müssen nun gescannt bzw. gemessen werden, damit sie mit der Referenzvorlage verglichen werden können. Erst jetzt kommt die Hardware ins Spiel. Zum Lieferumfang von Colorvision PrintFIX Pro gehört das Spektrokolorimeter Datacolor 1005. Dabei handelt es sich um ein hochsensibles, einer Computermaus ähnlichem Gerät, das mittels USB-Kabel an den Rechner angeschlossen wird.
Zum eigentlichen Scannen der ausgedruckten Testvorlagen: Das Spektrokolorimeter funktioniert ähnlich wie eine optische Computer-Maus: An der vorderen unteren Spitze befindet sich eine runde Öffnung, hinter der sich die LEDs verbergen. Diese Spitze positioniert man über einem Farbfeld und drückt dann mit dem Zeigefinger auf die vordere Oberseite der Maus zum Scannen. Während der Messung projizieren die LEDs 9 verschiedene Grundfarbtöne auf das Messfeld und bestimmen aus der Reflexion die tatsächliche Farbe des Messfeldes. Dieser Vorgang dauert ca. 5 Sekunden. Die Software führt einen Feld für Feld über die Druckvorlage und man muss als Anwender eigentlich nur noch positionieren, klicken, positionieren, klicken u.s.w. Rechnet man mit 5-10 s pro Farbfeld, so ergibt sich bei 150 Messfeldern eine Gesamtzeit von 10-20 Minuten. Beim umfangreichen 729-er Chart dauert der komplette Scanvorgang 1-2 Stunden.
Nach dem Messvorgang mit der Colormaus verarbeitet die Software die gemessenen Daten zu einem vollwertigen ICC-Farbprofil für den Drucker. Aber die Profilierungssoftware ist kein Billig-Tool mit zwei Buttons, sie kann noch viel mehr als zwei Inputs miteinander zu vergleichen und daraus ein Profil zu erstellen: Über Helligkeits-, Kontrast- und Sättigungsregler sowie drei Schieberegler für die Grundfarben kann ein Profil noch den eigenen Vorlieben angepasst werden. Zwei weitere Schieberegler erlauben die Anpassung des Profils an die Raumbedingungen, unter denen die Ausdrucke betrachtet werden sollen. Zudem kann auch zwischen verschiedenen Rendering-Intents gewählt werden. Man kann zum Beispiel aus einer Messung ein bestimmtes Grundprofil erzeugen und dieses anschließend noch unter einem anderen Namen mit wärmeren Farb-Eigenschaften abspeichern. Um die so gemachten Änderungen vergleichen zu können bietet die Software die Möglichkeit, Testbilder zu drucken, wobei für einen optimalen Vergleich bis zu vier Testbilder auf einer DIN-A4 Seite dargestellt werden können.
Datacolor Spyder3 Studio
Informationen ab September 2008
Das richtige Fotopapier
Zum Abschluss dieses Kapitels möchte ich noch auf einen Punkt aufmerksam machen, der sehr wichtig ist aber für viele Anwender bei weitem nicht selbstverständlich ist: Um qualitativ hochwertige Ausdrucke von Fotos zu erhalten spielt das verwendete Papier eine entscheidende Rolle. Die besten Farbtinten und das professionellste Farbmanagement nützt überhaupt nichts, wenn auf das günstigste Kopierpapier gedruckt wird, das bei den meisten Anwendern nun mal im Standard-Papierschacht des Tintenstrahldruckers eingelegt ist.
Fotopapiere gibt es auf dem Markt wie Sand am Meer, vom preisgünstigen Aldi-Produkt bis zum teuren Markenpapier direkt vom Drucker-Hersteller. Fotopapiere gibt es in unterschiedlichen Dicken, mit unterschiedlichen Helligkeitsstufen und auch mit variablen Oberflächen, teils einseitig teils zweiseitig. Bei der Vielfalt von Druckerpapieren für hochwertige Fotodrucke ist es für den Anwender schwierig, das für ihn optimale Fotopapier zu finden. Eine gute Möglichkeit, verschiedene Papiere zu testen, ist die Sample-Box der Firma Moab, die qualitativ hochwertige Druckerpapiere herstellt. In der Sample-Box sind von unterschiedlichen Druckerpapieren jeweils mehrere Bögen enthalten. Druckt man ein paar seiner Fotos jeweils einmal auf jeder Papiersorte, fällt die Entscheidung für das richtige Druckerpapier deutlich leichter.
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