Literatur, Buchtipps: Empfehlungen, Rezensionen

Auf dieser Seite stelle ich einige sehr empfehlenswerte Bücher rund ums Thema Scannen, Bildbearbeitung, Digitalfotografie, Kalibrierung und Farbmanagement vor. Das Auffinden sehr guter, leicht verständlicher Fachliteratur zu diesen Themen ist nicht ganz einfach, daher im Folgenden meine persönlichen Buchtipps jeweils mit meiner subjektiven Bewertung.

Top-Empfehlung Top-Empfehlung
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Absoluter Flop Absoluter Flop

Jedes Buch erhält von mir eine persönliche Bewertung von 0 bis 5 Sternen. Um eine 5-Sterne Bewertung zu erhalten muss ein Buch qualitativ hochwertig sein, gut verständliche, wertvolle Informationen enthalten und im Aufbau sehr gut und übersichtlich gegliedert sein. Ein 5-Sterne Buch heißt für mich, dass das stets griffbereit im Bücherregal steht.

Taz Tally: SilverFast - Das offizielle Buch

Ein Muss für jeden, der mit SilverFast arbeitet

Top-EmpfehlungSilverFast ist eine äußerst leistungsfähige Scan-Software, die wegen ihrer einfachen Bedienbarkeit leicht von Anfängern zu benutzen ist und wegen ihrer professionellen Hilfsmittel auch das ideale Werkzeug für Scan-Profis ist. Seit Ende 2004 gibt es "Das offizielle Buch" zu SilverFast von Taz Tally. Es ist ein Buch, das sich genauso wie die Software sowohl an Einsteiger als auch an Profis wendet.

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Einsteiger bekommen ehe es mit dem eigentlichen Thema Scannen losgeht auf knapp 50 Seiten wichtige Grundlagen anschaulich erklärt: Wie funktioniert ein Scanner, was bedeuten Begriffe wie Auflösung, Farbtiefe, Farbmodus, Dateiformat, wie wird ein Bild gespeichert und bearbeitet und vieles mehr. Diese für einen fortgeschrittenen Anwender so selbstverständlichen Gegebenheiten werden ausführlich und leicht verständlich erklärt. Sehr hilfreich sind zahlreiche Beispiele, die auch auf der CD enthalten sind.

Einsteiger erhalten dann auf den folgenden ca. 100 Seiten eine ausführliche Einführung in das Scannen mit SilverFast. Die zahlreichen Einstellmöglichkeiten von SilverFast werden Schritt für Schritt von den Programm-Voreinstellungen über den Prescan bis hin zum Hauptscan erklärt. Wer diese 100 Seiten durcharbeitet ist in der Lage sehr gute Scans zu machen und darf sich schon als Fortgeschritten bezeichnen.

Die folgenden Kapitel wenden sich an Experten und Power-User: Effektive Bildverarbeitungsmethoden wie Scharfzeichnen und Kratzerentfernung werden erklärt. Nützliche und leistungsfähige SilverFast-Tools wie der ScanPilot und der JobManager werden in ihrer Funktionsweise beschrieben, so dass das Scannen von großen Bildmengen wirkungsvoll automatisiert werden kann. Schließlich wird auch noch die Bedeutung und Funktionsweise der wichtigen IT-8 Farbkalibrierung beschrieben.

Ich kann dieses hervorragende Buch einem jeden weiterempfehlen, der mit SilverFast arbeitet und sich in die Materie des Scannens einarbeitet. Während Einsteiger die ausführlich und leicht verständlich geschilderten Grundlagen schätzen, Fortgeschrittene sich über die Tipps zum Scannen unterschiedlichen Filmmaterials erfreuen, bekommen Profis detaillierte Erläuterungen von SilverFasts Expertendialogen. Dieses Buch ist sowohl in unserem Filmscanner-Shop als auch bei Amazon erhältlich.

Sascha Steinhoff: Digitalisieren von Dias und Negativen

Praxisnahe Einführung in die Materie des Scannens mit vielen Tipps und Tricks

Top-EmpfehlungSascha Steinhoff vermittelt in seinem Buch "Digitalisieren von Dias und Negativen" eine sehr praxisnahe Einführung in die Materie des Scannens. Dieses Buch kauft man sich am Besten bevor man sich einen Filmscanner kauft. Nach dem Studium der ersten Kapitel, in denen man eine Menge Grundwissen über verschiedene Scanner-Typen, Leistungsmerkmale von Scannern, Vorgehensweisen oder Zubehör erfährt, ist man so richtig fit, um verschiedene Scanner und Scannertypen mit eigenem Know-How zu beurteilen und somit seine Kaufentscheidung zu treffen.

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Das Buch vermittelt eine Menge Know-How, das man zum Scannen seiner Vorlagen gut anwenden kann. Zum Beispiel wird auf das Thema Reinigung vor dem Scannen eingegangen, man erhält Tipps, wie man mit gewölbtem, welligen Filmmaterial umgeht, was es mit Kodachrome-Filmen auf sich hat oder welche Auflösung man am Besten einstellt. Sehr wertvoll ist auch ein Ausflug in das Thema Farbmanagement, die immer noch häufigste Fehlerquelle, wenn nach dem Scannen etwas mit den Farben nicht ganz stimmt.

In den eigentlichen ca. 100 Seiten, bei denen es um die Praxis des Scannens geht, handelt es sich um ausführliche Erläuterungen zu unterschiedlichen Scan-Programmen für Nikon-Filmscanner. Man erhält eine leicht verständliche Einführung in die Nikon-Scansoftware NikonScan, aber auch in die Alternativ-Programme VueScan und SilverFast. Anhand von zahlreichen Abbildungen wird erläutert, wie man einfache Einstellungen wie die Helligkeit aber auch komplexe Anpassungen z.B. mittels Gradationskurven vornimmt.

Generell muss ich das Buch wegen seiner zahlreichen Abbildungen loben. Auf den ca. 250 Seiten des Buches gibt es fast keine Seite ohne Abbildungen. Zahlreiche Fotos, Grafiken, Ausschnitte aus den Scan-Programmen stellen den Inhalt sehr praxisbezogen und anschaulich dar. Der Text ist zudem sehr leicht verständlich geschrieben, so dass man ihn auch ohne Vorkenntnisse leicht verstehen kann. Eine CD mit Testbildern, Sample-Scans und Software-Testversionen rundet das gute Bild des Buches ab.

Für das Buch von Sascha Steinhoff gibts von mir also eine ganz klare Kauf-Empfehlung, vor allem für Käufer/Besitzer von Nikon-Filmscannern. Dieses Buch ist sowohl in unserem Filmscanner-Shop als auch bei Amazon erhältlich.

Digitale Fotopraxis Landschaft & Natur (Galileo Design)

Erstklassiges Fachbuch für Leute, die das Fotografieren richtig lernen möchten

Top-EmpfehlungDas Fotografieren von Landschaften und Natur ist für jeden Fotografen eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Jeder Kamera-Besitzer hat in seinem Leben schon unzählige Aufnahmen in der Natur gemacht, sei es in seinem Garten, beim Sonntagsspaziergang, während eines Strandurlaubes oder gar bei einer Bergexpedition. Das Fotografieren von Landschaft und Natur scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein, bei der man an der Kamera den Zoom einstellt und einfach abdrückt.

Aber wie fotografiert man Landschaften, Pflanzen und Tiere richtig? Wie stellt man ein Motiv richtig in Szene? Wie kommt man mit Wind und Sonne zurecht, oder besser, wie nutzt man Wind und Sonne, um lebendige, helle Aufnahmen zu machen? Das sind Fragen, die einen Fotografen und nicht den Urlaubsknipser beschäftigen. Der Autor Christian Schnalzger ist selbst Fotograf und erklärt auf ca. 250 Seiten, wie man in der Natur mit seiner Kamera und mit seinem Kamerazubehör umgeht, um erstklassige Fotos zu machen.

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Das Buch gliedert sich in ca. 20 Kapitel, die jeweils bestimmten Landschaften zugeordnet sind. So gibt es zum Beispiel Kapitel über Berge, Wälder, Wasser, Meer, Pflanzen, Tiere oder Vögel. Am Beispiel des Kapites "Wasser" möchte ich erklären, wie sehr einem dieses Buch hilft, erstklassige Wasser-Aufnahmen zu machen. Wer zum Beispiel einen Fluss fotografiert, hat auf dem Bild eine Momentaufnahme des Wassers und der Küste; von der Bewegung des Wassers ist jedoch auf dem Bild nichts zu sehen. Christian Schnalzger erklärt nun, wie man Bewegung ins Bild bringt, nämlich mit längeren Belichtungszeiten und kleinerer Blende. Da dem Fotografen bei diesen Einstellmöglichkeiten jedoch Grenzen gesetzt sind, wird der Effekt von Graufiltern verschiedener Stärke erläutert und der Effekt gezeigt. Wasser bedeutet jedoch nicht nur Bewegung, Wasser reflektiert auch Farben. Wie man Spiegelungen und Farbverläufe perfekt aufs Bild bringt wird genauso erklärt, wie eine bestimmte Wärme des Wassers verstärkt wird. Dabei wird zum Beispiel der Einsatz des Polfilters empfohlen.

Das Buch darf sich zurecht mit dem Titel "Digitale Fotopraxis" schmücken, denn das, was in dem Buch erklärt wird, ist äußerst praxisnah. Indem man die Beispiele mit den Erläuterungen selbst ausprobiert, lernt man das Fotografieren. Am Besten also, man liest sich ein Kapitel, z.B. das über Wälder, durch, packt dann seine Ausrüstung in den Kamerarucksack, und macht sich dann ab in den Wald, um die richtigen Einstellungen an der Kamera selbst zu machen und sein fotografisches Auge für gute Motive und Hintergründe zu trainieren. Es macht wirklich Spaß, auf diese Weise Schritt für Schritt eigene Erfahrungen zu machen. Der Boah-Effekt ist immer wieder verblüffend und motiviert weiter zu machen. Ich kann nur wiederholen, so lernt man das Fotografieren in der freien Natur, so lernt man mit seiner Kamera und seiner Ausrüstung umzugehen, so entwickelt man ein Auge für Motive, Licht und Schatten, Hintergründe, Besonderheiten und Blickwinkel.

Ich muss aber das Buch nicht nur wegen seines tollen Aufbaus, seiner guten Erklärungen und seiner exzellenten Praxisbezogenheit loben, sondern dieses Buch ist auch ein recht ansehnliches Bilderbuch mit fantastischen Landschaftsaufnahmen. Es gibt fast keine Seite ohne mindestens ein Bild. Es ist das reinste Vergnügen, das Buch einfach durchzublättern und die tollen Fotos zu bestaunen. Ach, könnte man doch nur selbst so gut fotografieren, denkt man immer wieder! Es sind übrigens nicht nur die Fotos qualitativ hochwertig, sondern auch das Buch selbst, das Papier und der Druck. Man könnte das Fachbuch also auch als hervorragenden Bildband bezeichnen.

Also von mir gibts eine ganz klare Empfehlung, sowohl an Leute, die erste Schritte mit ihrer Kamera machen und gerne etwas bessere Fotos machen möchten, als auch für fortgeschrittene Fotografen, die noch mehr aus ihrer Kameraausrüstung herausholen und ihr fotografisches Auge trainieren möchten. Ich selbst möchte dieses hervorragende Buch nicht mehr in meinem Bücherregal missen. Dieses Buch ist sowohl in unserem Filmscanner-Shop als auch bei Amazon erhältlich.

Farbmanagement für Fotografen

Einführung in Farbmanagement anhand der Tools Spyder2 und PrintFixPRO von ColorVision

sehr empfehlenswertZum Thema Farbmanagement gibt es einige Fachbücher, z.B. das Fachbuch Farbmanagement von Rolf Gierling. Weitere Fachbücher zu diesem Thema sind in unserem Shop erhältlich. Die meisten Fachbücher zu diesem Thema sind äußerst umfangreich und richten sich an professionelle Anwender bzw. an solche, die es werden möchten. Im vorliegenden Buch "Farbmanagement für Fotografen" von Christoph Künne und Christoph Gamper handelt es sich um keine solche Profi-Literatur sondern um ein kleines Handbuch, das sich an Einsteiger richtet.

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Auf unseren Seiten über das Thema Farbmanagement werden speziell auf der Seite über Bildschirmkalibrierung und Druckerprofilierung die ColorVision-Tools Spyder2 und PrintFixPro vorgestellt. Zahlreiche Anwender kalibrieren ihre Bildschirme oder Drucker mit diesen preiswerten Tools; oftmals führt man jedoch nur die einfach beschriebenen Installationsschritte durch, ohne zu wissen, was man eigentlich gerade macht bzw. was der Sensor eigentlich misst und für Korrekturen vornimmt.

Das vorliegende Buch schafft da eine perfekte Abhilfe. Auf den ersten 30 Seiten des Taschenbuches erhält man kurz und knapp eine Einführung in das Thema Farbmanagement; typische Probleme werden behandelt; es wird gezeigt, was sich im Vergleich zur Analogfotografie verändert hat, welche neue Aufgaben auf einen Anwender zukommen, wenn er perfekte Bilder am Bildschirm bzw. auf dem Papier sehen will. Nach dieser sehr gut verständlichen Einführung geht es ran ans Thema Bildschirm-Kalibrierung. Dabei wird der Spyder2 von ColorVision als Bildschirm-Kalibriertool verwendet. Es wird Schritt für Schritt beschrieben, wie man mit dem Spyder2 einen Bildschirm kalibriert. Dies macht die leicht verständliche Benutzerführung der Spyder2-Software zwar auch, aber in den einzelnen Kapiteln des Buches wird einem erklärt, was hinter den einzelnen Messungen und Einstellungen steckt. Dabei wissen die Autoren genau, wie viel Wissen notwendig ist, und ab welchem Detaillierungsgrad zu schwieriges Fachwissen beginnt. Es ist den Autoren vorbildlich gelungen, auf einer leicht verständlichen, einfachen Ebene zu bleiben. Das macht das Buch lesbar, auch für pure Anfänger auf diesem Gebiet.

Dennoch sind auch einige Kapitel für Fortgeschrittene enthalten, die ein normaler Leser getrost überspringen kann. Zum Beispiel wird auf die Problematik eingegangen, wenn jemand an einem Rechner zwei Bildschirme parallel betreibt; oder es wird erklärt, wie man am Besten eine ganze Firma bzw. ein ganzes Studio mit einer heterogenen Rechner-/Bildschirm-Landschaft kalibriert. Und es wird auch beschrieben, wie man mit dem Spyder2Pro einen Beamer im Zusammenspiel mit einer Leinwand kalibriert.

Im dritten Teil des Buches wird schließlich ein Drucker mit Hilfe des ColorVision-Tools PrintFix Pro einen Drucker profiliert. Auch hier werden zuerst die notwendigen Grundlagen vermittelt, und man kann auch mal ein Spectrocolorimeter von innen sehen. Wiederum werden die einzelnen Schritte der Drucker-Profilierung ausführlich mit zahlreichen Abbildungen erläutert. Zum Abschluss gehen die Autoren noch auf spezielle, fortschrittliche Themen ein, zum Beispiel auf die Auswahl der richtigen Papiersorte oder das Thema Proofing.

Insgesamt kann ich dieses Buch einem jeden empfehlen, der ein ColorVision Produkt zum Kalibrieren seines Bildschirmes oder zum Profilieren seines Druckers kauft. Es ist quasi die perfekte Anleitung für diese Tools mit ausführlicher Schritt-für-Schritt-Anleitung und dem notwendigen Hintergrundwissen.

Erfolgreich digital fotografieren für Dummies

Ideale Lektüre für Einsteiger in die Welt der Digitalkameras

sehr empfehlenswertWer ganz frisch in die Digitalfotografie einsteigt findet in diesem 270-seitigen Buch einen idealen Einstieg in diese neue Welt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man bereits eine Digitalkamera hat und den richtigen Umgang mit diesem Gerät erlernen möchte oder ob man sich zunächst etwas in die Materie einarbeiten möchte, ehe man viel Geld für seine erste Digitalkamera ausgibt.

Das Buch aus der Serie für DUMMIES vom mitp-Verlag verdient seinen Namen, weil sämtliche Inhalte für Einsteiger erklärt werden. Begriffe wie Megapixel, DPI, JPG, ISO-Einstellung oder Compact-Flash, die für jeden Experten zum alltäglichen Sprachgebrauch gehören, werden anhand von einfachen, anschaulichen Beispielen erklärt. Der absolute Neuling findet eine Menge Tipps zum Kauf seiner ersten Digitalkamera. So wird zum Beispiel erklärt wie überflüssig Features wie Digitalzoom oder interpolierte Auflösung sind, obwohl die Hersteller solche Daten dick auf die Verkaufsprospekte schreiben.

In zahlreichen kurzen Kapiteln wird dem Einsteiger erklärt, was in seiner Kamera drin steckt; dabei spielt das tatsächliche Kameramodell keine Rolle, da die Informationen allgemeingültig sind. Vom Auspacken der Einzelteile über Tipps zur Handhabung der Akkus, erste Bilder im vollautomatischen Modus bis zu Blitzeinstellungen und manueller Fokusierung bekommt der Leser leichte Texte mit vielen Bildern, um ein grundlegendes Verständnis für die Fotografie aufzubauen.

Nachdem die ersten Bilderserien gemacht sind wird dem Leser erklärt, wie man Bilder in den Rechner bringt, wie man Bilder mit einfachen Mitteln bearbeitet oder sortiert, wie man Bilder fürs Internet oder für eine e-mail richtig komprimiert und abspeichert und wie man Bilder am Besten ausdruckt oder in ein Digitalfotolabor schickt. Die letzten 50 Seiten sind voll gespickt mit Tipps und Tricks rund ums Thema Digitalkamerakauf, Fotografie und Ausdrucken von Bildern. Wer das Buch bis hierher durchgearbeitet hat, darf sich bereits als Fortgeschritten bezeichnen. Dieses Buch ist bei Amazon erhältlich.

Fotobearbeitung am Computer für Oldies ... but Goldies

Leicht verständliche Einführung in die Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop Elements

sehr empfehlenswertDieses Buch von Sven Fischer entwickelte der mitp-Verlag in Kooperation mit 15 Senioren-Computer-Clubs. Aber langsam, bevor die jüngeren Generationen sich nicht mehr angesprochen fühlen. Dieses Buch könnte nämlich genauso "Leicht verständliche Einführung in die Bildbearbeitung" oder "Grundlagen von Photoshop Elements" heißen. Was steckt dahinter?

Wie der Buchtitel schon sagt lernt man die Bearbeitung von Bildern am Computer. Ob die Digitalbilder von einem Scanner oder direkt von einer Digitalkamera kommen spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Autor keinerlei Grundkenntnisse voraussetzt, und das ist der wesentliche Unterschied zu vielen anderen Büchern, die eine Einführung in das komplexe Thema der digitalen Bildbearbeitung anbieten. Schritt für Schritt lernt der Einsteiger, egal ob jung oder alt, wichtige Grundbegriffe der digitalen Bildbearbeitung: Wie entstehen Pixel, was heißt Auflösung, wie entstehen Farben, was ist ein Farbmodell, was bedeutet Helligkeit und Kontrast, was ist der Unterschied zwischen JPG und GIF u.s.w. - viele Fachbegriffe, die in vielen anderen Büchern einfach vorausgesetzt werden.

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Während sich die ersten Kapitel des Buches mit den Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung beschäftigen, erhält der Leser in den Folgekapiteln eine äußerst leicht verständliche, praktische Einführung in Adobe Photoshop Elements. Kapitel für Kapitel werden die einzelnen Werkzeuge von Photoshop erläutert: Wie ändert man die Maße eines Bildes, wie entfernt man rote Augen, wie entfernt man Staubflecken, wie bringt man Text oder Figuren in ein Bild hinein, wie malt man in einem Bild, welche Pinselarten gibt es, wie füllt man Bereiche aus u.s.w.

Was sich jetzt wie eine Auflistung von Photoshop Features anhört sind in Wirklichkeit mehrere Kapitel ausführlicher Erläuterungen. Dabei wird einem immer zuerst ein Werkzeug erklärt, dann wird anhand von Beispielen gezeigt, wie sie sich auswirken und schließlich ist der Leser selbst an der Reihe: Auf der Begleit-CD befinden sich Übungsbilder, die es zu bearbeiten gilt. Dem Leser wird also gesagt, welches Bild er in Photoshop Elements laden soll und wie er es Schritt für Schritt bearbeiten soll. Auf diese Weise kann man das soeben in einem Kapitel gelernte gleich in die Praxis umsetzen. Und nach erfolgreichem Absolvieren der Übung stehen am Ende eines Kapitels noch Übungsfragen (wie in alten Schulzeiten), die man jetzt eigentlich beantworten können müsste. Falls nicht, gibt es natürlich die richtigen Lösungen dazu im Anhang.

Wer die ersten 8 Kapitel der Reihe nach durchgearbeitet hat, kann schon sehr gut mit Photoshop Elements umgehen und ist reif für die Bearbeitung seiner eigener Bilder. Dann darf man sich bildbearbeitungstechnisch auch bereits als Fortgeschrittener bezeichnen. Die letzten 3 Kapitel des Buches beschäftigen sich schließlich mit fortgeschrittenen und praktischen Themen: Wie bereitet man die bearbeiteten Bilder fürs Internet auf, wie erstellt man eine Internet-Fotogalerie mit Photoshop Elements oder wie verschickt man seine Bilder direkt per e-mail etc. Schließlich gibt es noch eine kurze Einführung in das Thema Farbmanagement.

Insgesamt kann ich dieses Buch nur loben. Es ist eine hervorragende, leicht verständliche Einführung in das Thema Bildbearbeitung am Computer mit Photoshop Elements, und zwar nicht nur für Oldies sondern für jedermann. Dieses Buch ist sowohl in unserem Filmscanner-Shop als auch bei Amazon erhältlich.

Jürgen Gulbins: Grundkurs Digital Fotografieren

Ein Fachbuch für Neulinge und ambitionierte Hobby-Fotografen

sehr empfehlenswertDas Fachbuch "Grundkurs Digital Fotografieren" mit dem Untertitel "Kameratechnik, Bildkomposition, Bildbearbeitung, Bildverwaltung" vom Autor Jürgen Gulbins gibt wie der Name schon sagt eine Einführung in die Digitalfotografie mit damit verbundenen Themen wie Bildbearbeitung, Archivierung oder Bild-Digitalisierung. Es richtet sich sowohl an Einsteiger in die Digitalfotografie als auch an Umsteiger, die nach Aufgabe der anlogen ihre ersten Schritte in der digitalen Welt machen, als auch an Fortgeschrittene, die zwar schon auf allen Gebieten der Digitalfotografie erste Erfahrungen gesammelt haben jedoch noch tiefergehende Informationen und Hintegründe/Technische Erläuterungen wissen möchten.

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Wer schon seit Längerem analog fotografiert und vor dem Umstieg in die digitale Welt steht, fährt mit diesem Buch genau richtig und zwar schon vor dem Kauf von neuer Ausrüstung. Jürgen Gulbins erklärt nämlich zunächst einmal ausführlich, was es für unterschiedliche Digitalkameras gibt, was es bei Bildsensoren für Besonderheiten und Vor-/Nachteile gibt, welches Zubehör man benötigt (z.B. Speicherkarten, Blenden, Filter, Reinigungssets) u.s.w. Wer die ersten 40 Seiten dieses Buches liest, tut sich mit dem Kamera- und Zubehör-Kauf viel einfacher als derjenige, der nur nach Leistungsdaten und Herstellerangaben einkauft.

Nachdem die Kameraausrüstung da ist, gehts ran ans Fotografieren. Zunächst werden einige allgemeine Tipps gegeben, z.B. wie man die Kamera am Besten hält, um Verwackelungen zu vermeiden. Dann gehts an unterschiedliche Szenarien, z.B. wie man Portraits oder Personengruppen bestens in Szene setzt, wie man Landschaften, Pflanzen oder Tiere fotografiert, was bei Nacht oder beim Sport zu beachten ist u.s.w. Dabei erklärt der Autor grundlegende Einstellungen, die an der Kamera gemacht werden müssen, aber auch gibt er Tipps, was man bei der Motivwahl oder bei der Hintergrundauswahl beachten muss. So lernt man Schritt für Schritt das Fotografieren, egal ob mit einer professionellen Spiegelreflexkamera oder mit einer Kompaktkamera.

Während zu analogen Zeiten nach dem Fotografieren das Entwickeln und Archivieren der Filme folgte, gibt es in der Digitalfotografie noch einen neuen Schritt, nämlich die Bildbearbeitung am Rechner. Das Buch widmet diesem umfangreichen Thema fast 100 Seiten. Dabei fängt der Autor von ganz vorne an und erklärt erst mal Grundlagen von digitalen Bildformaten, um dann einzelne Bearbeitungsfunktionen näher zu erläutern. Erklärt werden sowohl einfache Techniken der Bildbearbeitung wie Aufhellen oder kontrastreicher machen, aber auch komplexere Themen wie Retuschieren, Ebenenbearbeitung oder Unscharf Maskieren. Dabei geht es im Wesentlichen um Photoshop-Funktionen, dem gängigsten Bildbearbeitungsprogramm auf dem Markt.

Schließlich befasst sich ein letztes Kapitel um das Thema "Erfassen, Verwalten, Archivieren, Drucken, Präsentieren". Dabei wird auch das Thema Scannen von analogem Filmmaterial angesprochen, denn damit beschäftigt sich jeder Umsteiger auf Digital früher oder später. Ganz wichtig ist das Thema Archivierung, denn auf dem Rechner sammeln sich im Laufe der Jahre unzählige Bilder, die man sowohl gut sichern muss als auch schnell wiederfinden möchte.

Dieses Buch bietet wirklich genau das, was der Titel verspricht, nämlich einen sehr guten Grundkurs in die Digitalfotografie. Wer dieses Buch durcharbeitet und sich die Techniken beim Fotografieren, in der Bildbearbeitung und in der Archivierung aneignet, darf sich stolz als Fortgeschrittener bezeichnen. Dieses Buch ist sowohl in unserem Filmscanner-Shop als auch bei Amazon erhältlich.

Digitale Highend-Fotografie

Grundlagen und Werkzeuge der professionellen Digitalfotografie

sehr empfehlenswertWas für ein Titel für ein Fotografie-Fachbuch, "Highend-Fotografie"! Solch ein Titel klingt doch vielversprechend, nicht wahr? Dem einfachen Mann, der sich gerade im Elektronikmarkt seine erste Digitalkamera gekauft hat, wird beim Lesen der Inhaltsangabe schnell klar, dass dies nicht das richtige Buch für ihn ist. Nein, dieses Buch richtet sich an fortgeschrittene und professionelle Fotografen, z.B. Leute, die gerade ihre analoge Spiegelreflexkamera gegen eine digitale eintauschen und die wissen, dass der Umstieg von analog auf digital nicht einfach dadurch gemacht wird, dass man sein Kameragehäuse austauscht.

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Die Autoren Helmut Kraus und Romano Padeste erklären auf ca. 150 Seiten Grundlagen und Werkzeuge der digitalen Fotografie. Und solche Grundlagen beginnen nicht beim Drücken des Auslösers sondern bereits weit im Vorfeld: Ehe überhaupt einmal vom Fotografieren gesprochen wird, werden zunächst die Grundlagen von Licht und Farbe erläutert. Wichtige Elemente der Bildbearbeitung wie Farbräume und Farbmodelle werden ausführlich behandelt. Und selbstverständlich wird auch das so überaus wichtige Thema Farbmanagement angesprochen.

Ehe die Autoren dann auf verschiedene Kameratechniken eingehen, wird grundlegend erklärt, wie überhaupt das digitale Bild auf einem CCD-Sensor oder einem CMOS-Sensor entsteht. Mit diesen Grundlagen drückt man später ganz anders auf den Auslöser als vorher. Das für mich interessanteste Kapitel behandelt verschiedene Digitalkamera-Konzepte: Ausgehend von kompakten Digitalkameras über die Welt der digitalen Spiegelreflexkameras werden auch Mittelformatkameras oder Fachkameras mit Digitalrückteil ausführlich erklärt. Auch wer niemals mit einer Fachkamera gearbeitet hat und diese Technik eher was fürs Museum hält, liest sehr gerne, welche Stör-Effekte man mit einer Fachkamera gleich bei der Aufnahme korrigieren kann und warum solche Museums-Kameras immer noch ihre Daseinsberechtigung haben.

In weiteren Kapiteln erfährt der Leser wichtige Elemente der Bildbearbeitung: Es werden verschiedene Dateiformate, Kompressionsverfahren, Korrekturverfahren etc. besprochen. Tonwertkurven und Gradationskurven werden gut anhand von Bildern erläutert. Und schließlich widmen die Autoren auch noch ein Kapiteln dem Ausdrucken und dem Proof-Prozess, also ehe fertige Bilder in den Druckprozess gelangen.

Das Buch glänzt durch ein hervorragendes Layout, zahlreiche Bilder und Illustrationen und einen abschließenden Praxisteil, in dem mehrere Agenturen aus aller Welt ihre Erfahrungen mit der Digitalfotografie präsentieren. Leider glänzt auch der Preis: 44€ sind eine stolze Summe für ein Buch mit 150 Seiten.

Schwarzweiß-Fotografie digital

sehr empfehlenswertSo mancher Hobby-Fotograf macht heute seine ersten Aufnahmen im Leben überhaupt mit einer modernen Digitalkamera; das Zeitalter der analogen Fotografie kennt er nur noch von der älteren Generation oder vom Hören-Sagen her. Für ihn ist ganz klar, dass die Digitalfotografie der Stand der Technik zum Aufnehmen von Bildern ist. Und für viele so Denkende ist auch die Schwarz-Weiß-Fotografie ein längst abgehaktes Kapitel der Anfänge der Fotografie, ausgestorben wie die letzten Schwarzweiß-Fernseher, die auf so manchem Speicher noch herumlungern. Der Buchtitel "Schwarzweiß-Fotografie digital" klingt für solche Ohren wie "HDTV-Fernsehen schwarz-weiß" oder "MP3-Musik auf Tonbändern".

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In der Tat machen 99,999% aller Fotografen heutzutage keine Schwarzweiß-Aufnahmen mehr, sondern lassen sich mit vollautomatischen Kameras prächtige Farbbilder per einfachen Auslöser fast ganz von alleine machen. Dennoch lebt die Schwarzweißfotografie immer noch, und im alltäglichen Leben begegnen uns öfters SW-Fotos als man glauben mag. So vermag zum Beispiel ein Farbfoto einen markanten Gesichtsausdruck nicht annähernd so deutlich wiederspiegeln wie dies ein sehr gutes Schwarzweißfoto kann. Schwarz-Weiß-Bilder bestechen nicht durch Farbenvielfalt sondern durch Kontrast. Und das Schwierige am Schießen eines S/W-Fotos ist, dass das Auge durch den Kamera-Sucher ein Farbfoto sieht und das Gehirn die Aufgabe hat, sich das zugehörige Schwarzweißfoto vorzustellen.

Die Autoren Reinhard Merz und Erich Baier gehen in ihrem über 200-seitigen Buch ausführlich auf moderne Schwarz-Weiß-Fotografie ein. Dabei versteifen sich die Autoren nicht auf moderne Digitalkameras sondern zeigen immer zwei Wege auf, wie man von der Aufnahme zum fertigen Bild kommt: Entweder von der Digitalkamera direkt ins Bildbearbeitungsprogramm oder von der Analogkamera über einen Filmscanner ins Bildbearbeitungsprogramm. Das Thema Digitalisieren und Bildbearbeiten von S/W-Bildern nimmt alleine über 100 Seiten des Buches ein. Ausführlich wird auf Photoshop mit Bildbearbeitungsfunktionen wie Tonwertkorrektur, Gradationskurven, Kanaltrennung, Scharfzeichnen etc. eingegangen.

Aber es handelt sich nicht um ein reines Buch zum Thema Bildverarbeitung; in einem Art Workshop lernt man schwarz-weiß zu fotografieren: Wie geht man mit Licht und Schatten um, was gibt es für unterschiedliche Lichtquellen, wie hebt man Motive hervor, wie gestaltet man Bilder mit Muster und Formen, was muss man beachten, wenn man Menschen oder Landschaften fotografiert u.s.w.

Abgerundet wird die ganze Thematik mit weiteren wichtigen Themen rund um die Digitalfotografie, z.B. Dateigrößen und Bildformate, Bildschirmkalibrierung und Druckerkalibrierung. Und schließlich behandelt ein eigenes Kapitel die Thematik wie man die fertigen Bilder zu Papier bringt: Unterschiedliche Druckervarianten, Tintensorten und Spezialpapiere werden beschrieben.

Fazit: Das Buch "Schwarzweiß-Fotografie digital" ist kein Buch, das der Otto-Normalverbraucher als Lektüre auf den Mallorca-Urlaub mitnimmt. Es ist vielmehr ein ausgezeichnetes Fachbuch, das professionelle Fotografen, und solche, die es werden wollen, als Fachlektüre hernehmen, um mit modernen Methoden der Digitalfotografie, Scan-Technik und Bildbearbeitung aussagekräftige Schwarz-Weiß-Fotos zu produzieren und zu optimieren.

Das dieses Fachbuch zu einem Renner wurde zeigt die Tatsache, dass bereits nach kurzer Zeit, nämlich zu Beginn des Jahres 2008, eine zweite Auflage herausgegeben wurde.

Fotografische Grundlagen

Lehrbuch für Gestaltung und Technik

empfehlenswertWer auf seiner Kamera nicht nur den Auslöser in der Programmautomatik drücken möchte, um Standard-Fotos zu schießen, der sollte sich mit den Grundlagen der Fotografie beschäftigen. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist die Lektüre dieses Fachbuches von Eib Eibelshäuser. Das 280-seitige Fachbuch richtet sich an junge Fotografen, die sich noch in der Ausbildung befinden, genauso wie an ambitionierte Hobby-Fotografen, die mehr aus ihrer Kamera herausholen möchten als Allerweltsaufnahmen.

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Das Buch gliedert sich in vier Hauptbereiche: Aufnahme, Lichtführung, Filmmaterial, Digitale Kamera. Es werden praktische alle wichtigen Fachbegriffe der Fotografie erläutert; so gibt es zum Beispiel lauter einzelne Kapitel zu wichtigen Themen wie Brennweite, Blende, Schärfentiefe oder Verschluss. Zu den wichtigen Begriffen werden zahlreiche technische Lösungen vorgestellt, eben wie unterschiedliche Kameras funktionieren und welchen Einfluss die Elemente auf das Bild haben. Zahlreiche Skizzen sind den jeweiligen Kapiteln beigefügt, allerdings wird im Text nicht immer klar auf die Skizzen eingegangen. Oftmals stehen die Skizzen nur einfach so unterhalb des Kapitels, ohne dass man damit konkret was anfangen kann. Leider handelt es sich auch nicht um moderne Computergrafiken sondern um eingescannte Handskizzen; das wirkt ein wenig altertümlich.

Das Buch ist jedoch mehr als ein reines Fachbuch zum Erlernen von Grundkenntnissen der Fotografie; es ist auch eine Demonstration fotografischen Könnens zahlreicher Fotografen. Das Buch liest sich deshalb sehr angenehm, weil auf den linken Seiten immer erklärender Text mit Skizzen steht, während die rechten Seiten mit Hochglanzfotos von interessanten Fotografien geschmückt sind. Man braucht das Buch gar nicht zu lesen, sondern einfach wie ein Bilderbuch durchzublättern, das ist ein reines Vergnügen. Die Bilder sind wirklich fantastisch, man bleibt manchmal minutenlang an einzelnen Aufnahmen hängen und bestaunt das fotografische Können, das dahinter steckt. Das motiviert natürlich zum Weiterlesen und Experimentieren, um es selbst zum Semiprofi zu schaffen.

Das Buch richtet sich mehr an den Praktiker als an den Theoretiker, es ist geeignet für Fotografen, die mehr über die Grundlagen und Aufnahmetechniken lernen möchten, ohne jedoch genaue theoretische Grundlagen zu erlernen. So werden Begriffe wie Blende, Brennweite oder Abbildungsmaßstab zwar erläutert, aber es werden keine physikalischen Zusammenhänge formelmäßig hergeleitet oder beschrieben. Wer also zum Beispiel genau wissen will, was die Blendenzahl formelmäßig bedeutet, für den ist dieses Fachbuch zu oberflächlich; wer aber wissen möchte, was hinter der Blendenzahl steckt und wie sie Aufnahmen beeinflusst, liegt mit dem Buch genau richtig.

Die große Fotoschule Digitale Fotografie

von Data Becker (Martin Zurmühle)

empfehlenswertIch habe lange die Titelverzeichnisse zahlreicher Fachbuch-Verlage durchstöbert bis ich endlich ein Buch wie dieses gefunden habe: Eine Fotoschule für digitale Fotografie, die nicht nur auf die Grundlagen und Möglichkeiten moderner Digitalkameras eingeht sondern auch fotografisches Grundwissen vermittelt. Viele Autoren moderner Foto-Bücher haben nämlich total vergessen, dass sich gewisse Grundlagen beim Fotografieren auch durch den Wechsel von der Analogfotografie zur Digitalfotografie nicht geändert haben, zum Beispiel die zugrunde leigenden optischen Gesetze, der Aufbau eines Objektives und natürlich die Bildgestaltung.

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Der Fotograf Martin Zurmühle führt auf ca. 450 Seiten den Anfänger in die Welt des Fotografierens ein. Und wenn ich eingangs sagte, dass ich lange nach einem Buch wie diesem gesucht habe, dann liegt das daran, dass ich fotografische Grundlagen wie optische Gesetze, Schäfentiefe, Unschärfekreis, Abbildungsfehler oder relative Lichtstärke fast nur noch in antiken Fotobüchern gut erklärt finde. Die meiste moderne Literatur geht auf die fotografischen Grundlagen kaum noch ein. Aber wie schön ist es doch, wenn man einmal anschaulich erklärt bekommt, wie Blende und Schärfentiefe zusammenhängen, was für Gesetze dahinter stecken und was für Möglichkeiten man damit hat als Fotograf. Das Studium der ersten 80 Seiten dieses Buches hilft einem in der Tat, grundlegende Zusammenhänge leicht zu erlernen. Leicht sage ich deshalb, weil sämtliche Theorie mit zahlreichen Grafiken und vielen Fotos gut veranschaulicht wird. Besonders hervorheben möchte ich die zahlreichen Bildaufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen. So kann auch der Laie sofort unterschiedliche Kameraeinstellungen und deren Auswirkung auf das Bild erkennen.

Zu einer Fotoschule gehört natürlich die ausführliche Erläuterung der wichtigsten Einstellparameter wie Belichtungszeit, Blende, Weißabgleich und verschiedene Motivprogramme. Aber der Autor geht nicht nur auf Einstellmöglichkeiten ein, sondern gibt auch zahlreiche Tipps wie man mit seiner Kamera umgehen sollte. Von der Reinigung über den Schutz vor Staub und Feuchtigkeit bis zur Anwendung verschiedenster Zubehör-Teile erhält man in der Tat einen umfangreichen Fotokurs.

Apropos Fotokurs: Wer gute Bilder machen will, muss nicht nur seine Kamera und Zubehör bedienen können, sondern er muss auch wissen, wie man gute Fotos macht. Auf fast 200 Seiten gibt der Autor Tipps und Tricks wie man nicht nur Fotos sondern gute, aussagekräftige Bilder macht. Dabei gliedert Martin Zurmühle seine Erläuterungen in unterschiedliche Aufnahmesituationen bzw. Aufnahmemotive, z.B. Tierfotografie, Landschaftsfotografie, Aktfotografie Fotografieren von Gebäuden oder von bewegten Objekten. Die einzelnen Situationen werden jeweils auf ca. 10-20 Seiten beschrieben. Zahlreiche erstklassige Fotos veranschaulichen einem die im Text beschriebenen Erläuterungen, so dass man vieles direkt in die Praxis umsetzen kann. Am Besten erlernt man das Fotografieren, indem man sich ähnliche Bildmotive wie in den einzelnen Kapiteln sucht und dann mit verschiedenen Einstellungen experimentiert.

Natürlich darf in einer modernen Fotoschule der Digitalfotografie das Kapitel Bildbearbeitung sowie Auslichtung und Ausdruck nicht fehlen. Auch in diesem Bereichen werden Grundlagen vermittelt, allerdings gibt es dazu eigene Fachliteratur mit ausführlicheren Beschreibungen.

Fazit: Von meiner Seite aus gibts eine ganz klare Empfehleung für dieses hervorragende Buch. Ein Fotografie-Anfänger, der dieses Buch Seite für Seite durcharbeitet darf sich hinterher getrost semiprofessioneller Fotograf nennen, vorausgesetzt natürlich man überfliegt die Seiten nicht nur sondern verinnerlicht sich wirklich Kapitel für Kapitel.

Adobe Photoshop Elements 6 für Digitalfotografen

von Christian Westphalen (Galileo Design)

empfehlenswertIm Verlag Galileo Design ist das Fachbuch "Photoshop Elements 6 für Digitalfotografen" von Christian Westphalen erschienen. Als ich dieses Buch in die Hände bekam, das Inhaltsverzeichnis überflog und die ersten paar Seiten durchblätterte war mir sofort klar: Dieses Buch verdient seinen Platz in meinem Bücherregal, dieses Buch brauche ich zum Arbeiten mit Photoshop Elements, dieses Buch wird mir große Dienste erweisen. Alleine schon die übersichtliche Darstellung sämtlicher Photoshop Elements Bedienelemente auf zwei Seiten mit zugehörigen Shortcuts und Auswahlmöglichkeiten war für mich ein Fortschritt in meiner täglichen Arbeit mit Photoshop Elements, den ich heute noch zu schätzen weiß. Aber der Reihe nach.

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Christian Westphalen hat auf über 400 Seiten ein wahres Kompendium über Photoshop Elements in der Version 6 geschrieben. Vielleicht sollte ich anstatt des Begriffes Kompendium besser das Wort Lehrbuch verwenden, denn mit diesem Buch lernt man wirklich den Umgang mit Photoshop und das Bild Bearbeiten. Vorweg sei noch gesagt, dass sich der Inhalt keineswegs auf die Version 6 beschränkt. Ein Großteil der beschrieben Übungen und Funktionen gilt genauso für andere Photoshop Elements Versionen ab der ersten bzw. zweiten Version. Einige Spezialfunktionen wie die automatische Rote-Augen-Korrektur gab es freilich in der ersten Release noch nicht; andere Funktionen wie die Tonwertkorrektur oder Farbanpassung gab es hingegen schon von Anfang an, da sie elementare Bedienelemente eines Bildbearbeitungsprogrammes darstellen. Auch wenn es eine Version 7 oder 8 von Photoshop Elements gibt (die Versionen werden bei Adobe ja sehr schnell hochgezählt), ist der Großteil der Inhalte dieses Buches noch gültig.

Warum sage ich, dass das Buch ein hervorragendes Lehrbuch ist? Nehmen wir ein einfaches Beispiel mit einer Alltags-Aufgabe aus Kapitel 1: Auf einem Bild mit zwei Personen sollen die Hauttöne angepasst werden. Es werden kurz die Probleme und Hintergründe erläutert, dann wird gezeigt, wie man mit dem entsprechenden Dialog in Photoshop Elements welche Korrekturen vornimmt, um Farbstiche zu kompensieren und die Hautfarben natürlich erscheinen zu lassen. Im Buch sieht man sowohl das Bild vor als auch das Bild nach der Korrektur. Und damit es keine Trocken-Übung gibt, findet man genau dieses Bild auf der beigefügten CD, so dass man die Übung exakt nachmachen kann. Auf der CD ist auch das Bild nach der Bearbeitung vorhanden, so dass man sein Ergebnis überprüfen kann. Besser kann man einen Dialog bzw. eine Bildbearbeitungsfunktion kaum erlernen.

Und dieses Beispiel ist kennzeichnend für das ganze Buch, egal ob es um eine einfache Rote-Augen-Korrektur geht, die man quasi per Mausklick durchführen kann, oder um eine aufwändige Horizontbegradigungskorrektur oder um die Korrektur von Verwackelungen. Die beigefügte CD mit den Beispielen zum selber Probieren ist wirklich Gold wert.

Der Autor geht in seinem Fachbuch weniger auf theoretische Grundlagen wie Farbtheorien oder Farbmanagement ein als vielmehr auf die Praxis. Somit kann auch ein Einsteiger sofort mit dem Buch loslegen, und das Tolle ist, das man bereits nach dem ersten Kapitel Erfolge verspürt. Als Semi-Profi findet man schließlich zahlreiche Experten-Tipps, wie zum Beispiel den Umgang mit Ebenen. Also, von mir gibts eine ganz klare Empfehlung für dieses Buch. Zum Erlernen der Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop Elements ist dieses Fachbuch bestens geeignet. Dieses Buch ist sowohl in unserem Shop als auch bei Amazon erhältlich.

Adobe Photoshop CS3 - Das Praxisbuch zum Lernen und Nachschlagen

Galileo Design - Sibylle Mühlke

empfehlenswert

Im Herbst 2007 ist im Verlag Galileo Design ein neues Fachbuch über Adobe Photoshop CS3 erschienen, das man wahrlichst als "Das Kompendium" über Photoshop CS3 bezeichnen kann. Auf über 1000 Seiten beschreibt die Autorin Sibylle Mühlke Grundlagen, Praxis und Anwendung von Adobes Power-Software. Wer diesen fetten Schinken in die Hand nimmt (besser in zwei Hände) wird sofort erkennen, dass man dieses Buch nicht Seite für Seite durcharbeitet. Es ist vielmehr ein Buch, das auf dem Arbeitsplatz eines Photoshop-Anwenders stehen sollte.

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Das Buch hat nicht umsonst den Untertitel "Praxisbuch zum Lernen und Nachschlagen"; es handelt sich also sowohl um ein Lehrbuch als auch um ein ausführliches Nachschlagewerk. Beispiel: Auf ca. 50 Seiten werden im Kapitel "Bildbearbeitung: Fachwissen" Grundlagen erläutert wie Auflösung, Farbkanäle, Farbmodelle, Kanäle, Dateiformate, Kompressionsmethoden. Wer dieses Kapitel im Sinne eines Lehrbuches durcharbeitet lernt eine Menge über die Grundlagen und Hintergründe der Bildbearbeitung. Aber das Kapitel dient auch als Nachschlagewerk für den Profi oder Fortgeschrittenen: Vielleicht hat nicht jedermann im Kopf, was genau das HSB-Farbmodell ist oder was das besondere am EPS-Format ist. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis oder ins Stichwortverzeichnis und man findet schnell die gewünschten Informationen.

Wie schon gesagt, man kann dieses Buch unmöglich komplett durcharbeiten sondern vielmehr einzelne Dinge nachlesen bzw. vertiefen. Dies funktioniert dank der hervorragenden Gliederung und des ausführlichen Inhaltsverzeichnisses auch sehr gut. Es gibt zum Beispiel ein ca. 40-seitiges Kapitel über Ebenen. Natürlich verwendet jeder CS3-Anwender Ebenen und meint sich damit auszukennen. Was aber wirklich alles mit Ebenen möglich ist, welche Funktionen man in Photoshop nicht direkt erkennen kann, das kann man in den einzelnen Unterkapiteln gut nachlesen.

Das Buch glänzt durch Übersichtlichkeit, durch eine sehr gute Gliederung und durch viele Abbildungen. Es gibt praktisch keine Seite, auf der nicht mindestens eine Abbildung oder ein Foto vorhanden ist. Viele verwendeten Bilder sind auch auf der inkludierten DVD enthalten, aber es ist meistens bequemer die Bilder direkt im Buch (vorher-nachher) anzuschauen als mühevoll von der DVD runterzuladen.

Ein weitere Grund, weshalb dieses Buch auf dem Schreibtisch eines Bildbearbeiters stehen sollte sind die zahlreichen Tabellen, Referenzen und Verzeichnisse. Was mir zum Beispiel ungeheuerlich hilft ist die Tabelle mit Tastatur-Shortcuts, um schnell von einem Werkzeug zum anderen zu wechseln. Aber auch für die einzelnen Werkzeuge gibt es Shortcut-Tabellen, zum Beispiel was es alles für Möglichkeiten gibt innerhalb der Dialoge Tonwertkorrektur oder Gradationskurven.

Dieses Buch bewerte ich mit 5 Sternen, weil es wirklich ein exzellentes Nachschlagewerk ist und wirklich hilfreich ist. Für Neulinge im Bereich der Bildbearbeitung oder mit Adobe Photoshop empfehle ich jedoch ein dünneres Exemplar, da dieses Buch doch mit extrem vielen Details auftrumpft, die einen Einsteiger gnadenlos überfrachten.

Adobe Photoshop CS3 - Fortgeschrittene Techniken

Galileo Design - Thomas Bredenfeld

empfehlenswert

Jeder, der mit Adobe Photoshop CS3 arbeitet, weiß, dass er eine Software in Benutzung hat, die man praktisch niemals komplett beherrschen kann. Auch wenn man all seine täglichen Arbeiten mit Photoshop fließend, gut und in akzeptabler Zeit erledigen kann, es ist klar, dass eine professionelle Software wie Photoshop noch viel viel mehr Features beinhaltet, so dass man fast ewig lernen und experimentieren könnte.

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Wer mit Photoshop schon sehr gut umgehen kann und seine Arbeitsweise verbessern möchte oder noch mehr Möglichkeiten der professionellen Bildbearbeitung lernen möchte, dem sei dieses Fachbuch Adobe Photoshop CS3 - Fortgeschrittene Techniken empfohlen. Der Titel impliziert die Tatsache, dass ein Anfänger mit diesem Buch nicht eine Einführung in Photoshop CS3 bekommt. Deshalb lautet auch das erste Fachkapitel nicht etwa Einführung oder Grundlagen, sondern es geht gleich los mit einem Kapitel namens Camera Raw, DNG und HDR, im nächsten Kapitel geht es um die Behebung von Problemen bei Digitalfotos und dann folgt gleich ein Kapitel über fortgeschrittene Retusche-Möglichkeiten.

Also ganz klar ein Fachbuch, das sich an professionelle Anwender richtet, die Detailinfos zu einzelnen Vorgängen oder Möglichkeiten suchen und Photoshop bereits bedienen können. Über 750 Seiten hat dieses Fachbuch; es gibt aber fast keine Seite ohne Bilder. Alle erklärten Einstellmöglichkeiten werden anhand von Screenshots und Beispielbildern visualisiert, so dass man das Geschriebene leichter versteht.

Grundsätzlich sei gesagt, dass es sich bei diesem Fachbuch um kein Lehrbuch handelt, bei dem man Kapitel für Kapitel durcharbeitet, sondern vielmehr um eine Sammlung von einzelnen Lehrkapiteln, aus denen man sich einzelne gezielt heraussucht. Wer sich zum Beispiel ins Thema Farbmanagement mit Photoshop einarbeiten möchte ohne sich gleich ein spezielles Buch zu diesem Thema zu kaufen, findet in Kapitel 7 30 Seiten zum Thema Farbmanagement. Er bekommt die Grundlagen und die Bedeutung von Farbmanagement erklärt, es wird erläutert, wie man einen Arbeitsplatz einzurichten hat, damit Farbmanagement-Maßnahmen überhaupt greifen, und es werden Fremdlösungen vorgestellt, wie man seine Ein- und Ausgabegeräte kalibriert und anschließend in Photoshop in einem geschlossenen Farbmanagement-Prozess behandelt.

Das Buch ist in 5 große Teile geglieder: Digitalfotos optimal vorbereiten (Rohdatenverarbeitung, Behebung von Problemen bei Digitalfotos, Retusche), Farbe und Farbkorrekturen (Schwarzweiß, Duplex, Schmuckfarben, Farbkorrekturen, Tonwertkorrekturen, Farbmanagement), Kreation in Photoshop (Fotomontage, Composing, Schrifteffekte, Bildeffekte, Filter), Ausgabe und Productivity (Web, Druck, Automatisierung) sowie ein Extra-Kapitel Photoshop Extended 3D und Video für die Adobe Photoshop CS3 Extended Version. Die einzelnen Kapitel sind professionell geschrieben, aber sind doch gut verständlich und vor allem leicht nachvollziehbar. Man liest den Text jedoch nicht fließend wie ein Einführungsbuch sondern wird doch öfters zum Nachdenken und Reflektieren animiert, um das Gelesene wirklich zu verstehen und im Kopf zu speichern.

Dieses Fachbuch bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung für professionelle Anwender, die tagtäglich mit Photoshop arbeiten. Einsteigern und gelegentlichen Anwendern empfehle ich eher das Praxisbuch zu Photoshop CS3.

Reinhard Merz: Fotografieren im Ministudio

Kleine Schätze ins rechte Licht rücken

empfehlenswert

Je mehr Produkte übers Internet verkauft werden desto wichtiger werden Produktaufnahmen, denn bekanntlich wird ein Produkt nicht nur verkauft, wenn es gut und nützlich ist, sondern auch wenn es gut präsentiert und dem Kunden schmackhaft gemacht wird. Reinhard Merz hat ein Buch geschrieben, bei dem es genau um dieses Thema geht. Er adressiert jedoch nicht professionelle Fotografen mit eigenen Studios sondern vielmehr semiprofessionelle Fotografen, Shop-Betreiber und einfache Leute, die ohne viel Aufwand und teure Investitionen gute Produktfotos machen möchten.

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Reinhard Merz zeigt, welche Kameras für Produktaufnahmen geeignet sind und gibt einen kompakten Überblick über einfaches Studioequipment, das man für gute Hintergründe und gute Beleuchtungen braucht. Gut ist dabei, dass keineswegs ausschließlich teures Fotozubehör angepriesen wird; vielmehr gibt der Autor Tipps, wie man mit einfachen Mitteln (z.B. Lampen aus IKEA) sein eigenes kleines Fotostudio aufbauen kann. Dabei fand ich besonders interessant, welch einfache Möglichkeiten es bereits auf dem Markt gibt, von fertigen Out-of-the-box-Lösungen bis zu einzelnen Lichtquellen, Hintergrundmaterial, Kleinkram etc. Auch werden Komplettlösungen verschiedener Hersteller in ihrer Handhabung, im Aufbau und im täglichen Einsatz gut beschrieben.

Nach einigen grundlegenden Kapiteln werden spezielle Anwendungen im Detail beschrieben, zum Beispiel wie man Spielzeug fotografiert, wie man gute Aufnahmen von Uhren oder Schmuck macht, wie man technische Geräte und deren Design hervorhebt und natürlich auch wie man Speisen und Getränke schmackhaft zu Bilde bringt. Die gezeigten Lösungen sind leicht verständlich und für jedermann leicht reproduzierbar.

Wer benötigt ein kleines Fachbuch wie dieses? Der Privatmann, der einmal pro Woche alten Kram bei ebay versteigert, braucht sicher keine Anleitung für sehr gute Produktfotos. Kommerzielle Händler, die einen Online-Shop betreiben und nicht alleine auf Hersteller-Fotos zurückgreifen möchten, können mit diesem Buch viel dazu lernen. Es ist kompakt und leicht verständlich, auch gut zum Nachschlagen geeignet. Einzige Kritik meinerseits, und das ist auch der Grund weshalb ich anstatt 4 nur 3 Sterne vergebe, ist der mi 24 Euro viel zu hohe Preis für ein Buch mit nicht einmal 100 Seiten. Wer jedoch im Internet Produkte verkauft und nach Lektüre dieses Fachbuches bessere, ansprechendere Produktfotos erstellt, hat die Kosten schnell wieder reingeholt.

Torsten Andreas Hoffmann: Die Kunst der Schwarzweißfotografie

Eine Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter

empfehlenswert

Schwarzweißfotografieren war im vergangenen Jahrhundert ein edles Hobby, das echten Fotofreaks vorbehalten war. Eigene Schwarz-Weiß-Aufnahmen zu machen, die Filme im eigenen Kellerlabor selbst zu entwickeln und eigene Abzüge zu machen, das war ein angesehenes Hobby, das Fotografier-Laien Bewunderung entlockte. Heute im digitalen Fotozeitalter hat die Schwarzweißfotografie in der Allgemeinheit an Bedeutung verloren. In vieler Munde wird die Schwarzweißfotografie sogar als veraltet angesehen, nur noch einige Profifotografen erstellen S/W-Bilder.

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Und dennoch steht so mancher Hobby-Fotograf bei Fotoausstellungen manchmal ganz ehrfürchtig vor ausdrucksstarken Schwarzweißfotos namhafter Fotografen oder Fotokünstler. Und beim Begriff "ausdrucksstark" sind wir beim Thema der Bildgestaltung angelangt, das das hier beschriebene Fachbuch als Hauptthema hat. Ein Schwarzweißbild ist mit modernen Digitalkameras schnell gemacht. Aber um ein ausdrucksstarkes, gestaltungsvolles Foto zu machen, dazu bedarf es einiges an Wissen und Kunst. An dieser Stelle setzt der Autor Torsten Andreas Hoffmann an: Das vorliegende Fachbuch ist eine Art Lehrbuch der Schwarzweißfotografie im digitalen Zeitalter.

Im ersten Teil des Buches geht der Autor auf technische Voraussetzungen ein: Die Wahl einer guten Digitalkamera wird ebenso angesprochen wie das Theme RAW-Fotografie sowie der Einsatz von optischen und digitalen Filtern. Im zweiten Teil des Buches geht der Autor ausführlich auf unterschiedliche Themen der Bildgestaltung ein, z.B. Stimmungen, Street Photography, Landschaftsfotografie, Architekturaufnahmen, Abstraktionien, surreale Fotografie, Panoramafotografie, Menschen u.s.w. Erklärt wird der Sachverhalt anhand zahlreiche großer Fotos. Es gibt praktisch keine Seite im Buch, das keine Abbildungen enthält. Leider sind die Abbildungen nur mit einer fotlaufenden Nummer beschriftet; eine kurze Beschreibung wäre manchmal hilfreich, um eine schnelle Erklärung zu finden. Diese ist immer im ausführlichen Textteil enthalten.

Der dritte Teil des Buches behandelt Bildkompositionen und damit verbundene Techniken. Auf Themen wie den Goldenen Schnitt wird ebenso eingegangen wie auf Perspektiven, Bildspannungen, Störpunkte, Formenspiele oder wiederkehrende Bildelemente. Beim Lesen des Buches muss man immer wieder anhalten, sich Gedanken machen, zurück blättern, Bildelemente finden und verstehen. Klar ist also, dass man die Kunst der Schwarzweißfotografie nicht abends vor dem Schlafengehen als Bettlektüre erlernt sondern dass man wirklich Gehirnschmalz investieren und eigene Übungen machen muss. Übungen betreffen hauptsächlich die Aufnahmen verschiedener Motive, aber auch die digitale Bildbearbeitung, die im vierten Teil des Buches angesprochen wird.

Fazit: Wer im digitalen Fotozeitalter schwarzweiß fotografieren möchte, der findet in diesem Fachbuch vom dpunkt.verlag ein hervorragendes Kompendium mit gut verständlichen Beispielen und viel Material zum Üben und selber Nachmachen. Wer wirklich schwarzweiß fotografiert, wird an diesem Buch lange Zeit Freude haben und immer wieder Neues entdecken.

Digitale Fotopraxis Menschen & Portrait

Inklusive Nachbearbeitung in Photoshop

empfehlenswert

Vom Galileo Design Verlag gibt es zwei Bücher der digitalen Fotopraxis, eines über Landschaft & Natur und eben dieses über Menschen & Portraits. Wer diese beiden Fachbücher durcharbeitet, sich den Inhalt verinnerlicht und in die Praxis umsetzen kann, darf sich wohl als Meister der Fotografie bezeichnen. Aber halt! So sehr sich diese beiden Bände doch ähneln mögen, so unterschiedlich sind sie doch in der Zielgruppe und damit auch im Inhalt.

Der Band über Landschaft und Natur ist quasi der Einsteigerband, für jedermann interessant; ein Anfänger kann leicht die Beispiele nachvollziehen und nachmachen. Man sucht sich einfach eine entsprechende Szenerie zu einem Kapitel aus und versucht die Effekte anhand mehrere Aufnahmen nachzubilden. Bei einem Fluss, einer weiten Landschaft oder einer Waldszene funktioniert das ganz gut. Bei Menschen & Portraits sieht die Sache anders aus: Man kann nicht einfach schnell ein Model aus dem Hut zaubern und Erotikaufnahmen machen...

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Wer sich die ersten 20 Seiten von "Digitale Fotopraxis Menschen&Porträt" von Cora Banek und Georg Banek durchliest erkennt schnell, dass dieses Buch den fortgeschrittenen Fotografen addressiert, der gar Ambitionen zum Professional hat. Die Autoren behandeln den Umgang mit Modellen, wie man sie findet und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind, also keine Themen für den Hobbyfotografen, der seine Verwandschaft im Urlaub fotografiert oder Aufnahmen bei der Taufe oder Kommunion der Kinder macht.

In diesem Fachbuch geht es also wirklich darum, wie man professionelle Personenaufnahmen macht und welche Aspekte dabei zu berücksichtigen sind. So werden Fragen behandelt, welche Rolle verschiedene Frisuren, Kleidung, Schmuck oder auch der Bildhintergrund spielen. Aber es werden auch Fachthemen behandelt wie der Einsatz von Blitzlicht, die richtige Belichtung, das Spiel mit Schärfe und Unschärfe, Linienführung oder ganz einfach das geeignete Bildformat. Auch auf technische Möglichkeiten und Ausrüstung sowohl im Studio als auch Outdoor wird eingegangen. Und schließlich widmet sich ein ganzer Themenblock von über 50 Seiten der digitalen Nachbearbeitung von Personenaufnahmen.

In einem Themen- und Praxis-Teil werden unterschiedliche Situationen detailliert beschrieben, zum Beispiel die Aufnahme von Kindern, älteren Menschen, Gruppen, Einzelpersonen oder auch Szenen im Sport, beim Tanz und natürlich Erotik. Alle Situationen werden - wie überhaupt das ganze Buch - mit zahlreichen Fotos und Beispielen veranschaulicht. Dies muss auch so sein, denn Personenaufnahmen kann man nicht alleine mit Text beschreiben, man muss das Bild einfach sehen. So macht es alleine schon Spaß, das Buch einfach durchzublättern, die zahlreichen Fotos näher zu betrachten und die Kurztexte und Kameraeinstellungen dazu zu studieren.

Wer wirklich tiefer in die Personenfotografie einsteigen möchte, findet in diesem Fachbuch ein sehr gutes Lehrbuch, das man nicht in kurzer Zeit durcharbeitet, sondern Kapitel für Kapitel bzw. sich immer ein entsprechendes Kapitel vor einem Shooting durchliest. Das Buch richtet sich in der Tat an fortgeschrittene Fotografen, die den Umgang mit der Kamera schon beherrschen und sich auf die speziellen Situationen vorbereiten bzw. diese erlernen möchten. Dieses Buch ist sowohl in unserem Shop als auch bei Amazon erhältlich.

Eib Eibelshäuser: Fotografische Landschaften

Ein Lehrbuch für die Bildgestaltung

empfehlenswert

Das Fotgrafiefachbuch mit dem Titel Fotografische Landschaften vom Autor Eib Eibelshäuser behandelt die gestalterischen Aspekte der Fotografie und richtet sich an fortgeschrittene Fotografen oder an Fotografen, die sich noch in der Ausbildung befinden. In diesem Buch geht es nicht um Kameratechnik und Kamerazubehör sondern es geht rein um das Thema Bildgestaltung im Bereich der Landschaftsfotografie.

Dass es sich bei diesem Fachbuch eher um ein Lehrbuch handelt merkt man schnell, wenn man sich einzelne Kapitel anschaut: Hier wird mit Skizzen und Referenzen gearbeitet, wie man es von einem Lehrbuch eben kennt. Alle Bilder sind eindeutig nummeriert, so dass sich im Text leicht darauf referenzieren lässt. Das erinnert mich an meine Studienzeiten.

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Eib Eibelshäuser gliedert sein Fachbuch in vier Hauptkapitel, die jeweils den Titel einer Jahreszeit erhalten. Für jede Jahreszeit werden typische Szenerien beschrieben wie zum Beispiel Blätter und Laub im Herbst. Aber es gibt auch Szenarien, die in jedes Hauptkapitel reinpassen, zum Beispiel das beliebte Motiv eines Sonnenunterganges. Wer als Hobby-Fotograf schon den einen oder anderen Sonnenuntergang fotografiert hat, wird staunen, wie man einen Sonnenuntergang im Frühjahr ganz anders sehen und fotografieren kann als im Sommer.

Das Buch besteht - wie es sich für ein Fotografielehrbuch gehört - hauptsächlich aus Bildern. Der Text ist eher knapp gehalten und dient zur Beschreibung der Bilder. Viele Bilder sind auf einer Doppelseite mehrfache gezeigt, zum Beispiel ein Motiv zu unterschiedlichen Tageszeiten oder mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Immer wieder kringelt der Autor bestimmte Elemente in einem Bild ein oder skizziert die charakteristischen Linien in einem Bild, damit man die gestalterischen Überlegungen nachvollziehen kann. Vor den 4 Jahreszeiten-Hauptkapiteln gibt es übrigens auf ca. 20 Seiten eine Einführung in die Theorie der Bildgestaltung indem wichtige Begriffe aus den Bereichen der Wahrnehmung, Bildfindung, Linienführung und Proportionen erläutert werden.

Das Fachbuch Fotografische Landschaften ist ein richtiges Lehrbuch für Fotografen bzw. für Leute, die professioneller Fotograf werden wollen. Man kann das Buch nicht einfach lesen, man muss es studieren, indem man sich hin und wieder ein einzelnes Kapitel zu Gemüte führt und dann raus geht in die Natur, um selbst zu probieren und experimentieren. Grundbegriffe der Kameratechnik sowie die Bedienung der Kamera mit verschiedenen Blenden- und Belichtungs-Einstellungen sollte man jedoch beherrschen, um tief in die Bildgestaltung einsteigen zu können.

George Barr: Besser Fotografieren

Die hohe Schule der kreativen Fotografie

empfehlenswert

Wer sich ein Klavier kauft kann eine Tonleiter oder "Alle meine Entchen" spielen ohne auch nur eine Klavierstunde zu nehmen. Mit musikalischer Kunst hat das einfache Geklimper natürlich nichts zu tun. Gleiches gilt bei einer modernen Einsteiger-Digitalkamera: Man braucht nicht eine Fotolehrstunde zu nehmen um Tausende von Fotos zu machen. Fotokunstwerke sind solche Schnappschüsse jedoch noch lange nicht. Was ist überhaupt Kunst im Fotografiebereich? Was zeichnet ein weltberühmtes Foto aus? Wie erkennt man es, was kann man daraus ablesen, wie kann man selbst dahin kommen?

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George Barr bezeichnet sein Fachbuch mit dem Untertitel "Die hohe Schule der kreativen Fotografie". Dieses Fotografierbuch erklärt also nicht dem Einsteiger, was der Unterschied zwischen Programmautomatik und Zeitautomatik ist, und auch der fortgeschrittene Fotograf lernt hier nicht, was Schärfentiefe oder Abblenden bedeutet. Nein, dieses Buch richtet sich an Fotografen, die zwar mit der Kamera, den möglichen Einstellungen und dem Zubehör umgehen können, aber an ihrer Kreativität arbeiten möchten, um bessere, einmaligere Aufnahmen zu machen.

George Barr beginnt sein Buch mit einem Kapitel namens "Sehen". Auf über 30 Seiten geht es erst einmal darum zu lernen, was man in einem fertigen Bild alles erkennen kann. Der Autor bringt zahlreiche Beispiele aus seinem Repertoir und beschreibt, was er in den Bildern alles sieht. Es ist faszinierend, nach welchen Gesichtspunkten man ein Bild beurteilen kann, was man aus einem guten Foto alles herauslesen kann. Es ist quasi die erste Übung, um erst einmal ein gutes Foto beurteilen zu können, ehe man sich selbst ans Werk macht.

Das Buch liest sich sehr angenehm, da der Autor den Leser direkt addressiert. Er richtet sich an den Leser wie ein alter Lehrmeister, der zu seinem Schüler spricht. Dabei spart er nicht an eigenen Gedanken und Interpretationen. Erst im zweiten Kapitel geht man quasi selbst ans Werk und erarbeitet sich einzelne Szenen. Wer dieses Kapitel liest versteht vielleicht zum ersten Mal, warum ein Hobbyfotograf aus einem einwöchigen Urlaub 500 Fotos mit nach Hause bringt, ein Fotokünstler hingegen in einer Woche vielleicht gerade mal ein Bild fertig kriegt. Ich finde dieses Kapitel nicht nur für Fotografen sondern auch für Kunstinteressierte interessant, da man hier nachlesen kann, welche Arbeit und welche Gedanken in einem guten Foto stecken.

Die weiteren Kapitel befassen sich dann mit dem Bildkomposition und der Bildbeurteilung. Auch hier erzählt der Autor wieder viel von seinen eigenen Erfahrungen, wie zum Beispiel ein zunächst als wertlos beurteiltes Bild auf einmal doch noch zum Renner wurde, nachdem er es ganz anders betrachtet hat. In diesem Fachbuch merkt man deutlich, dass es ein Profi geschrieben hat, der sein Werk beherrscht. Man kann sehr viel lernen, und alleine das Betrachten der zahlreichen Fotos macht schon viel Freude und verleiht einem Inspiration.

Das Buch hat ungefähr 200 Seiten, die man aber eher durcharbeiten als durchlesen muss. Man sollte sich für die Übungen viel Zeit nehmen, um auch wirklich was zu erlernen. Ich empfand zum Beispiel die Übung des Skizzieren Lernens absolut erstklassig. Anhand von einigen Beispielen zeigt der Autor, wie man eine Szenerie mit 5-8 Strichen charakteristisch auf Papier festhält. Man muss ganz schön üben, um das selbst hinzukriegen, aber es funktioniert tatsächlich.

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