Konica Minolta Filmscanner DiMAGE Scan Dual IV

Der Filmscanner DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 ist bereits ein Gerät der vierten Generation aus der Scan Dual Serie, die bis zur dritten Generation alleine von Minolta entwickelt wurde und jetzt unter dem Doppelnamen Konica Minolta vertrieben wird. Das Gerät kam im März 2004 auf den Markt und löste das Vorgängermodell DiMAGE Scan Dual 3 ab, dessen Lebensdauer auf dem Filmscanner-Markt keine anderthalb Jahre betrug. Für ein optisches Gerät ist dies eine extrem kurze Lebensdauer und viele Käufer sind verärgert, wenn man nur kurze Zeit nach dem Kauf bereits ein veraltetes Modell besitzt.


Konica-Minolta hat das Filmscanner-Geschäft im März 2006 komplett eingestellt. SilverFast ist für dieses Gerät noch erhältlich.

Was veranlasst Konica Minolta zu Modellwechseln in so kurzer Zeit? Das Vor-Vorgänger-Modell DiMAGE Scan Dual 2 war in meinen Augen ein Riesen-Flop, da die Bildqualität absolut inakzeptabel war; der Dual Scan III holte in dieser Beziehung einiges auf. Doch das Gerät hatte auch in der dritten Generation einige schwer wiegenden Nachteile: In Sachen effektive Auflösung war das Gerät Konkurrenzmodellen, die in der gleichen Preisklasse spielten, unterlegen. Der Filmstreifenhalter FH-U1 war schwer handzuhaben und Bildteile wurden zwangsläufig abgeschnitten. In Foren sprach sich schnell herum, dass der von Minolta hoch gelobte Staubpinsel nichts anderes als eine reine Software-Glättungs-Funktion war, die es in jedem Bildbearbeitungsprogramm auch gibt.

Nun gibt es den Dual Scan also in der vierten Generation; Was hat sich gegenüber dem Vorgängermodell außer einer neuen Gehäusefarbe geändert? Die Auflösung wurde auf 3200 dpi erhöht, so dass jetzt aus einer Kleinbild-Vorlage bis zu 14 Megapixel herausgeholt werden können. Der Filmstreifenhalter FH-U1 wurde durch ein neues Modell FH-U2 abgelöst, mit dem man jetzt wesentlich besser arbeiten kann als mit dem FH-U1. Außerdem hat sich die Scan-Geschwindigkeit deutlich verbessert.

Ich bin gespannt, wie lange die Lebensdauer des DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 auf dem Markt sein wird. Schließlich trifft dieses Gerät in seiner Preisklasse zwischen 300 € und 400 € auf harte Konkurrenten, z.B. den Reflecta ProScan 4000, der bereits die ICE Staub- und Kratzerkorrektur inklusive hat.

Ausstattung, Zubehör, Leistungsdaten des Filmscanners

Beim Kauf eines Konica Minolta DiMAGE Scan Dual IV erwirbt man ein Komplettpaket bestehend aus Filmscanner, Netzteil, USB-Kabel, Diarahmenhalter, Filmstreifenhalter, Scan-Software, Bildbearbeitungs-Software und Handbuch. Mehr braucht der normale Mensch nicht um seine Filme zu scannen - das finde ich lobenswert. Vielleicht sollte man sich als Extra-Zubehör noch einen zweiten Diahalter oder einen zweiten Filmstreifenhalter gönnen, damit man bereits nachladen kann während der Scanner noch läuft. Wer APS-Filme scannen möchte, benötigt den optional erhältlichen APS-Filmrollenadapter AD-10, der bei Minolta zu einem erschwinglichen Preis erhältlich ist.

Der DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 ist mit den Maßen 14,5 x 10,0 x 32,5 cm (Breite x Höhe x Tiefe) gleich groß wie sein Vorgängermodell; das Gehäuse ist praktisch identisch, nur der Farbton hat sich geändert. Mit nur 1,5 kg Gewicht ist dieser Scanner das Leichtgewicht bei den Filmscannern; manch anderes Modell ist mehr als doppelt so schwer.

Der Konica Minolta DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 mit geschlossener Frontklappe

Von außen finde ich den Scanner eher schlicht: An der Vorderseite befindet sich der Einschaltknopf und die Auswurftaste sowie eine Status-Lampe. Das Scanner-Innere lässt sich durch eine Filmkammertüre verschließen; Auf der Rückseite gibt es genau zwei Anschlüsse, einer für das Netzkabel und einer für das USB-Kabel. Daten werden via USB 2.0 (USB 1.1 kompatibel) zum Rechner übertragen, so dass bei diesem Vorgang keine Zeit verloren geht. Schade, dass der Scanner keinen Firewire-Anschluss hat.

Der DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 scannt gerahmte Kleinbild-Dias oder Kleinbild-Filmstreifen in einer optischen Auflösung von nominell 3200 dpi. Damit lassen sich aus einer Kleinbild-Vorlage bis zu 3.120 x 4.680 Pixel rausholen, was insgesamt 14,6 Megapixeln entspricht. Mit dieser Auflösung (Erläuterung auf unserer Seite Auflösung) lässt sich ein normales Dia in ausreichender Qualität einscannen. Eine höhere Auflösung lohnt sich nur, wenn mit einer sehr guten Spiegelreflexkamera und einem sehr guten Film fotografiert wird.

Der DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 scannt mit dem aufpreispflichtigen APS-Filmadapter AD-10 auch ganze APS-Filme auf einmal ein. Wegen des kleineren Bildformates ergibt sich bei APS-Filmen eine maximale Größe von 3792 x 2184 Pixeln pro Bild, also ca. 8,3 Megapixel insgesamt.

Als Bildsensor kommt ein 3-Linien Farb-CCD zum Einsatz. Dieser scannt das eingelegte Filmmaterial mit 8 Bit oder 16 Bit pro Farbkanal ein, so dass pro Farbkanal bis zu 65.536 Farbtöne (mehr Infos auf unserer Seite Farbtiefe) unterschieden werden können. Der von Minolta angegebene, daraus resultierende theoretische Dichteumfang beträgt entsprechend 4,8. Misst man den Dichteumfang jedoch, so kommt man auf einen Wert, der deutlich unter 4 liegt. Der DiMAGE Scan Dual IV fokusiert normalerweise automatisch, jedoch kann die Fokusierung auch manuell durchgeführt werden.

Für Farb-Scans gibt es eine Pixel-Polish-Funktion, mit der sowohl manuelle als auch automatische Bildkorrekturen (z.B. bei alten verblassten Bildern) durchgeführt werden können. Außerdem gibt es einen automatischen Staubpinsel, der kleine Staubkörnchen auf dem Filmmaterial eliminiert. Auch eine Funktion zur Filmkornglättung ist vorhanden. Bei diesen Funktionen handelt es sich um reine Software-Funktionen, die also im Prinzip mit dem Scanner nichts zu tun haben. Jedes gute Bildbearbeitungsprogramm bietet diese Funktionen ebenfalls.

Erwähnenswert ist das Feature Mehrfachscans: Mit 2-facher, 4-facher, 8-facher oder gar 16-facher Abtastung der Vorlage lassen sich Rauscheffekte des Sensors wirkungsvoll unterdrücken. Die Mehrfachscanfunktion ist nicht selbstverständlich in der Preisklasse, in der sich der Minolta befindet.

Installation

Packt man den Konica Minolta DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 aus, so findet man außer dem Film-Scanner ein Netzteil mit Anschlusskabel, ein USB-Kabel, 3 CDs, ein Handbuch sowie zwei Filmhalter vor. Die Installation sollte also kein Problem sein. Schnell erkennt man jedoch, dass es sich bei dem Handbuch nur um eine Schnellanleitung in 10 verschiedenen Sprachen handelt; das eigentliche Handbuch ist nur auf CD enthalten. In dieser Schnellanleitung ist auf jeweils 20 Seiten in allen möglichen Sprachen sowohl der Installationsvorgang als auch die einfache Bedienung des Scanners und der Software beschrieben.

Die eigentliche Installation war bei mir innerhalb von 3 Minuten erledigt: Installations-CD einlegen, ein paar Mal bestätigen und fertig. Danach konnte der Filmscanner an den USB-Port angeschlossen werden; die Treiber wurden automatisch installiert. So lobe ich mir das, eine solche Installation sowohl des Gerätes als auch der Software ist vorbildlich! Es folgt noch die Installation von Adobe® Photoshop® Elements, war bei mir jedoch bereits installiert. Wichtig ist, dass man zuerst die Scan-Software installiert bevor man den Scanner an den Rechner anschließt. Darauf weist aber ein Hinweisschild, das auf dem Scanner geklebt ist, ausdrücklich hin.

Nach weiteren 5 Minuten hatte ich bereits den ersten Scan gemacht, sowohl mit dem Dual IV Easy Utility als auch aus Photoshop® heraus. Wunderbar, 15 Minuten nach dem Auspacken bereits das erste gescannte Bild auf dem Bildschirm, so macht Plug & Play Spaß.

Scannen von gerahmten Dias

Der Konica Minolta Scan Dual IV kann bis zu 4 gerahmte Dias auf einmal scannen. Dafür gibt es einen Diarahmenhalter SH-U1, in den man bis zu vier Dias einsetzen kann. Es ist derselbe Dia-Rahmen wie beim Vorgängermodell. Der ganze Rahmen wird dann längs in den Dia-Scanner eingeschoben. Für einen solchen Diarahmen gibt es so viele unterschiedliche Konstruktionen wie es Hersteller gibt. Es gibt Rahmen, mit Klammern, mit Spangen oder aufklappbare. Alle Rahmen-Konstruktionen haben Vor- und Nachteile.

So werden die Dias in den Diarahmenhalter SH-U1 eingeschoben.

Beim Konica Minolta DiMAGE Dual Scan IV AF-3200 werden die Dias einfach in einzelne Schächte des Rahmens eingeschoben. Die einzelnen Dias werden durch Federn fest gehalten. Dies hat den Vorteil, dass die Dias fest fixiert im Rahmen sitzen und sich somit nicht verdrehen können. Auch gibt es keine Verschleißteile; der Rahmen wird also beim normalen Gebrauch ein Diascanner-Leben lang halten.

Warum ist der Diahalter SH-U1 eigentlich für Linkshänder gemacht? Sind die neuerdings in der Mehrheit in der Bevölkerung? Mit Pfeilen ist eindeutig die Einschubrichtung in den Scanner markiert. Die Öffnungen befinden sich dann auf der linken Seite. Was für eine ungewohnte Bewegung, wenn man mit der rechten Hand den Filmhalter halten und mit der linken Hand die Dias einschieben muss. Als Rechtshänder dreht man dann lieber den Diahalter um 180, muss dann jedoch beim Einlegen der Dias sorgfältig auf deren Ausrichtung achten. Ein kleiner Schönheitsfehler in meinen Augen.

Ein großer Nachteil ist jedoch, dass man beim Einlegen große Gefahr läuft, eine Totsünde zu begehen, nämlich einen Fingerabdruck auf dem Dia zu hinterlassen. Die Dias können nämlich nicht ganz in den Rahmen eingeschoben werden; man muss eine kleine Reststrecke zurücklegen, indem man das halb eingesteckte Dia am Diarahmen anpackt und vollends ganz hineinzieht. Ein kleiner Fehlgriff und man fasst voll ins Filmmaterial. Entsprechendes gilt natürlich beim Herausnehmen eines Dias aus dem Diarahmen. Man kann noch so vorsichtig sein beim Einlegen der Dias, irgendwann rutscht man ab und greift ins Filmmaterial. Daher empfehle ich unbedingt, Baumwollhandschuhe zu tragen, wenn man die Dias in den Diahalter einlegt.

Den mit Dias gefütterten Diarahmen führt man dann vorsichtig in den Dia-Scanner ein; das Gerät zieht den Rahmen dann motorgesteuert weiter ein. Sodann kann das eigentliche Scannen beginnen. Mit der Minolta eigenen Software führt man in der Regel zunächst einen Index-Scan, dann einen oder mehrere Vorscans und schließlich die hochauflösenden Scans durch. Um den Diarahmen braucht man sich während des Scannens nicht mehr zu kümmern; der wird vom Filmscanner automatisch in die richtige Position gefahren.

Der DiMAGE Scan Dual IV mit eingelegtem Diahalter SH-U1

Bereits nach dem Index-Scan kann man die Dias drehen oder spiegeln falls erforderlich. Nach einem Vorscan, den man für alle 4 Dias in einem Schwung erledigen kann, kann man den genauen Scanrahmen setzen und farbliche Einstellungen machen. Gescannt werden dann entweder das aktuelle Bild oder die nach dem Indexscan selektierten Bilder. Hat man die Scan-Software aus Photoshop® heraus gestartet, findet man nach dem Scan bis zu 4 Fenster mit den Scans in Photoshop®. Hat man das Scanprogramm direkt gestartet, so werden die 4 Bilder auf der Festplatte durchnummeriert gespeichert.

Der Stapel-Scan für bis zu 4 eingelegte Dias funktioniert sehr gut, so dass man den Diascanner arbeiten lassen kann, während man selbst eine Tasse Kaffee trinkt. Die Dias können von der Software automatisch nummeriert werden, zum Beispiel Dia0001.jpg, Dia0002.jpg, Dia0003.jpg, Dia0004.jpg, Dia0005.jpg... Das kontinuierliche Nummerieren über mehrere Tausend Bilder hinweg ist möglich. Dia Anzahl der führenden Nullen kann für kleinere Serien jedoch leider nicht verringert werden.

Erwähnen möchte ich noch einen Nachteil, der mir erst nach einiger Zeit aufgefallen ist, aber bereits im Handbuch erwähnt ist: In den Diarahmen dürfen nur Dias von 1-2 mm Rahmendicke eingelegt werden; Glasgerahmte Dias oder 0,8 mm dicke Rähmchen können mit dem Konica Minolta DiMAGE Scan Dual IV also nicht eingescannt werden. Man muss also im Vorfeld genau wissen, was man mit dem Gerät scannen möchte. Einen Diahalter SH-U1 habe ich zerstört, als ich ein Dia eingelegt hatte, das mir zunächst als genau 2 mm dick erschien, jedoch in der Tat ein paar Zehntel Millimeter dicker war. Einschieben konnte ich das Dia zwar mit viel Kraft; beim Herausziehen zerstörte ich jedoch die haltenden Federn (und das Bild, weil ich voll auf die Schichseite tappte). Also höchste Vorsicht beim Umgang mit dickeren Dias, auf keinen Fall mit Gewalt in den Diahalter einschieben!

Wenn man einmal vom Dickenproblem bei manchen Dias absieht, lässt sich insgesamt sagen, dass man mit dem Dual Scan IV ganz gut seine Dias einscannen kann. Die Sache wird erheblich erleichtert, wenn man sich einen zweiten Diahalter SH-U1 kauft, so dass man diesen füllen kann, während sich der erste noch im Scanner befindet.

Vorgang Dauer ohne Filter
Index-Scan 4 Dias 0:19 min
Autofokus 1 Dia 0:11 min
Vorschau 1 Dia mit Autofokus 0:21 min
Vorschau 4 Dias mit Autofokus 1:42 min
Feinscan 1 Dia mit 3200 dpi Auflösung mit Autofokus 0:36 min
Feinscan 4 Dias mit 3200 dpi Auflösung mit Autofokus 2:29 min

Die Scanzeiten hängen natürlich von der gewählten Auflösung ab, aber auch wesentlich vom verwendeten Rechner, an den der Scanner angeschlossen ist und auf dem die Scan-Software läuft. Die hier gezeigten Zeiten wurden auf einem 3 GHz Rechner mit 1 Gigabyte Hauptspeicher und USB 2.0 Anschluss gemessen.

Die in dieser Tabelle aufgelisteten Zeiten sind Rohzeiten, die man dann erhält, wenn man keinerlei Korrekturen im Scan-Programm ausführt. Die an sich extrem schnelle Scanzeit von nur 37 Sekunden für ein Dia in höchster Auflösung schießt gewaltig in die Höhe, wenn man zum Beispiel den Staubpinsel aktiviert oder die Tonwertkurve verändert. Die Zeit vervielfacht sich gar, wenn man Mehrfachscans ausführt. Bei Stapelscans kommen immer noch pro Bild ein paar Sekunden für den Transport des Diahalters hinzu.

Scannen von Filmstreifen

Im Lieferumfang des Konica Minolta DiMAGE Scan Dual 4 ist der neue Filmstreifenhalter FH-U2 enthalten, in den man bis zu 6 Kleinbild-Negative oder -Positive entweder am Streifen oder lose einlegen kann. Ob Negativ oder Positiv bzw. ob Farbe oder Schwarz-Weiß ist eine reine Einstellungssache in der Software. Jedoch sollte man das Filmmaterial beim Einlegen in den Filmstreifenhalter nicht mischen.

Beim Vorgängermodell Dual Scan 3 war noch der ziemlich schwer handhabbare Filmstreifenhalter FH-U1 enthalten. Das Handling hat sich beim neuen FH-U2 deutlich verbessert. Um einen Negativstreifen in den Filmstreifenhalter FH-U2 einzulegen, muss dieser zunächst geöffnet werden. Das Öffnen des Filmstreifen-Halters erfolgt mit einem einfachen Schnappverschluss, mit dem man die obere Schale einfach aufklappt. Dann legt man die Einzelbilder oder einen Filmstreifen bis zu einer Länge von 6 Bildern in die dafür vorgesehene Schalung.

An der Oberseite gibt es zwei Nuten, unter die man den Filmstreifen drunter schieben kann. Somit wird auch ein gewellter Filmstreifen gut festgehalten - eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell. Zwischen jedem Bild gibt es einen dünnen Zwischensteg, der die Einzelbilder bzw. den Filmstreifen festhält. Die Zwischenstege sind so schmal, dass sie weniger Platz als die Zwischenräume auf einem Kleinbild-Film einnehmen. Man verschenkt also nicht mehr wertvolle Bildinformation durch die Zwischenstege wie beim alten FH-U1.

Auch das Herausnehmen von Filmstreifen aus dem Filmstreifenhalter geschieht auf komfortable Weise dank zweier Aussparungen in der Fassung, in die man bequem mit Daumen und Zeigefinger hineinfassen kann. Fazit: Der Filmstreifenhalter in der Dual Scan Serie ist erwachsen geworden, hat die Schwächen des Vorgängermodelles hinter sich gelassen und ist jetzt ein vollwertiger, gut handhabbarer Filmhalter. Es hat sich also etwas getan beim Modellwechsel!

Anmerkung: Die Filmstreifenhalter FH-U2 und FH-U1 sind insoweit kompatibel, dass beide sowohl mit dem neuen DiMAGE Scan Dual IV als auch mit den älteren Geräten der Dual Scan Serie verwendet werden können. Die beiden Filmhalter sind also äußerlich identisch und unterscheiden sich nur durch den Verschlussmechanismus und die Führungen für den Filmstreifen.

Der neue Filmstreifenhalter FH-U2 mit geöffneter Klappe

Das eigentliche Scannen erfolgt wie bei Dias in drei Schritten: Index-Scan, Vorschau-Scans und hochauflösende Fein-Scans. Bei einem Index-Scan erhält man Miniaturbilder vom eingelegten Filmmaterial. Mit diesen Mini-Bildchen kann man bereits Drehungen oder Spiegelungen durchführen, so dass das Bild richtig steht. Bei einem Vorscan wird automatisch die Schärfe eingestellt; anschließend kann der Scanbereich festgelegt werden und weitere Einstellungen können gemacht werden. Sowohl der Vorscan als auch der Feinscan können für einzelne Bilder aber auch für den ganzen Filmstreifen im Stapel durchgeführt werden.

Man kann also bequem bis zu 6 Bilder von einem Filmstreifen oder 6 Einzelbilder im Stapelbetrieb einscannen. Die Nummerierung kann man selbst vorgeben, zum Beispiel Urlaub0001.jpg, Urlaub0002.jpg, Urlaub0003.jpg u.s.w. Nur die Anzahl der führenden Nullen ist standardmäßig mit mindestens 3 vorgegeben.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Konica Minolta mit dem FH-U2 einen sehr guten Filmstreifenhalter seinem Dual Scan IV beilegt. Damit geht das Digitalisieren von Negativstreifen sehr komfortabel vonstatten. Empfehlenswert ist der Kauf eines zweiten Filmstreifenhalters FH-U2, damit man diesen vorbereiten kann, während sich der erste im Scanner befindet. Das macht das Scannen effektiver und deutlich schneller, da man auf diese Weise den Scanner im Dauerbetrieb halten kann.

Vorgang Dauer ohne Filter
Index-Scan 6 Bilder 0:24 min
Autofokus 1 Negativ 0:11 min
Vorschau 1 Negativ mit Autofokus 0:26 min
Vorschau 6 Negative mit Autofokus 2:53 min
Feinscan 1 Negativ mit 3200 dpi Auflösung mit Autofokus 1:01 min
Feinscan 6 Negative mit 3200 dpi Auflösung mit Autofokus 6:15 min

Die Scanzeiten hängen natürlich von der gewählten Auflösung ab, aber auch wesentlich vom verwendeten Rechner, an den der Scanner angeschlossen ist und auf dem die Scan-Software läuft. Die hier gezeigten Zeiten wurden auf einem 3 GHz Rechner mit 1 Gigabyte Hauptspeicher und USB 2.0 Anschluss gemessen.

Die in dieser Tabelle aufgelisteten Zeiten sind Rohzeiten, die man dann erhält, wenn man keinerlei Korrekturen im Scan-Programm ausführt. Gegenüber einem Diascan steigt die Zeit für ein Negativ um das Doppelte an. Das ist bei Film-Scannern so üblich, wenngleich der Faktor 2 ungewöhnlich hoch ist. Die Scan-Zeit pro Bild erhöht sich noch beträchtlich, wenn man zum Beispiel den Staubpinsel aktiviert oder die Tonwertkurve verändert. Die Zeit vervielfacht sich gar, wenn man Mehrfachscans ausführt. Bei Stapelscans kommen immer noch pro Bild ein paar Sekunden für den Transport des Filmstreifenhalters hinzu.

Scannen von APS-Filmen

Außer Kleinbild-Negativen und Kleinbild-Positiven kann der Minolta DiMAGE Dual Scan IV auch APS-Filme einscannen. Dafür benötigt man den APS-Filmrollenadapter AD-10, der nicht im Lieferumfang enthalten ist. Dies ist sinnvoll und angebracht, denn der etwas mehr als 100 € teure APS-Filmadapter würde den Filmscanner nur unnötig verteuern; die meisten Käufer benötigen das Gerät jedoch nur für Negative oder Dias. Im Vergleich zu manch anderem Filmscanner ist der optionale APS-Adapter bei Minolta relativ günstig.

Der APS-Filmadapter AD-10 mit geöffneter Klappe zum Einlegen eines Filmes

APS-Filme können mit dem Minolta Scan Dual IV noch bequemer gescannt werden als Dias oder Negative. Die Klappe des APS-Adapters wird mit einem kleinen Riegel geöffnet, so dass der APS-Film eingelegt werden kann. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Film in den Adapter einzuschieben; man kann also nichts falsch machen; Natürlich kann man nur voll entwickelte APS-Filme mit dem Film-Scanner digitalisieren. Ich betone dies, weil uns schon oft Kunden nicht entwickelte APS-Filme für unseren Scan-Service zugeschickt haben; vielfach wird so ein Filmscanner als kleine Wunderkiste überschätzt.

Den APS-Filmadapter schiebt man bei komplett geöffneter Filmkammertüre in den Diascanner ein. Ein Pfeil auf dem APS-Adapter stellt sicher, dass man nicht in die Versuchung kommt, den Adapter falsch in den den Scanner einzuführen.

Das eigentliche Scannen von APS-Filmen funktioniert genau gleich wie bei Negativstreifen oder gerahmten Dias: Mit einem Index-Scan erhält man Miniaturbilder des Filmes; nach dem Erstellen einer Vorschau kann man den Scanbereich festlegen, den Ausschnitt drehen, spiegeln oder farblich bearbeiten. Der APS-Filmadapter AD-10 wird bei ganz geöffneter Frontklappe des Filmscanners in diesen eingeschoben. Es folgt der Feinscan mit der gewählten Auflösung und eingestellten Filtern wie Pixel Polish oder Staubpinsel.

Bei einem APS-Film erweist sich die Stapelscan-Funktion als äußerst nutzvoll, denn nichts ist bequemer als gleich einen ganzen APS-Film auf einmal einzuscannen. Das dauert dann zwar eine gewisse Zeit, in der man Abend essen oder bei mehreren aktiven Filtern sogar einen Film anschauen kann; jedoch arbeiten ein Computer und ein Filmscanner bekanntlich gerne alleine in aller Ruhe vor sich hin.

Die Scanzeiten hängen natürlich von der gewählten Auflösung ab, aber auch wesentlich vom verwendeten Rechner, an den der Scanner angeschlossen ist und auf dem die Scan-Software läuft. Die hier gezeigten Zeiten wurden auf einem 3 GHz Rechner mit 1 Gigabyte Hauptspeicher und USB 2.0 Anschluss gemessen.

Die in dieser Tabelle aufgelisteten Zeiten sind Rohzeiten, die man dann erhält, wenn man keinerlei Korrekturen im Scan-Programm ausführt. Bei dem verwendeten Film handelt es sich um einen 200 ASA Negativ-APS-Film. Die Scanzeiten dürften niedriger ausfallen bei Positiv-APS-Filmen. Die Scan-Zeit pro Bild erhöht sich noch beträchtlich, wenn man zum Beispiel den Staubpinsel aktiviert oder die Tonwertkurve verändert. Die Zeit vervielfacht sich gar, wenn man Mehrfachscans ausführt. Bei Stapelscans kommen immer noch pro Bild ein paar Sekunden für den Transport des Filmstreifenhalters hinzu.

Vorgang Dauer ohne Filter
Index-Scan 25 Bilder 2:35 min
Autofokus 1 Bild 0:11 min
Vorschau 1 Bild mit Autofokus 0:18 min
Vorschau 25 Bilder mit Autofokus 5:55 min
Feinscan 1 Bild mit 3200 dpi Auflösung mit Autofokus 1:05 min
Feinscan 25 Bilder mit 3200 dpi Auflösung mit Autofokus 26:15 min

Bei einem APS-Film kommen speziell bei Einzelbildscans nicht unwesentliche Film-Transportzeiten hinzu. Scannt man zum Beispiel zuerst das erste Bild und anschließend das letzte Bild eines APS-Filmes, so muss zwischen den beiden Scans der komplette Film weitergespult werden; dieser Vorgang dauert ca. 20 Sekunden. Aber die meisten Anwender scannen eine APS-Filmspule am Stück ein und in dieser Hinsicht ist der Konica Minolta Dual Scan IV dank der Stapelfunktion hervorragend geeignet.

Die mitgelieferte Software

Minolta liefert den DiMAGE Scan Dual IV AF-3200 mit einem umfangreichen Komplett-Software-Paket aus, das im Wesentlichen aus drei Teilen besteht:

  • Easy Scan Utility Software
  • DiMAGE Scan Dual IV Utility Software
  • Adobe® Photoshop® Elements

Als reine Scan-Software liefert Minolta eine eigene Software aus, die es für zwei verschiedene Anwendergruppen gibt: Die Easy Scan Utility Software richtet sich an Amateure und Fortgeschrittene, die möglichst schnell und möglichst einfach ein Bild einscannen möchten. Die DiMAGE Scan Dual IV Utility Software ist ein umfangreiches Software-Paket, welches sowohl als Stand-Alone als auch aus Photoshop® heraus gestartet werden kann. Aber der Reihe nach.

Die Easy Scan Utility Software führt einen unerfahrenen Anwender vorbildlich durch einen Scanvorgang in 3-4 Schritten durch. Alles, was der Benutzer selbst machen muss, ist auszuwählen, ob Negativ oder Positiv (Farbe oder SW), welches Bild er scannen möchte, dieses evtl. noch drehen, und abschließend eine Auflösung zum Beispiel für einen 10 x 15-Ausdruck zu wählen. Die Software erstellt automatisch einen Vorscan und zeigt dem Benutzer die Index-Bilder an. Als weitere Option kann der Benutzer noch einfache Helligkeits- und Kontrastanpassungen durchführen. Der Scan-Assistent führt den Benutzer so intuitiv und bequem durch die 3-4 Schritte, dass wirklich ein jeder in Minutenschnelle sein erstes Dia oder Negativ gescannt hat. Das ist vorbildlich!

Natürlich fehlen bei der Easy Scan Utility Software viele wichtigen Einstellungen, z.B. das Setzen eines Scan-Bereiches. Aber dazu gibt es ja die professionelle DiMAGE Scan Dual IV Utility Software. Startet man diese Scan-Software als separates Programm, wird das gescannte Bild auf der Festplatte gespeichert; startet man die Anwendung via TWAIN aus einem Bildbearbeitungsprogramm heraus, so hat man das Bild nach dem Scan als Fenster im Bildbearbeitungsprogramm zur Weiterbearbeitung und zum Speichern zur Verfügung.

Die Scan-Software ist trotz des großen Funktionsumfanges sehr übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Selbst ohne Benutzerhandbuch kommt man sehr schnell mit den meisten Funktionen der Software klar; Eine tolle Funktion, die ich mir auch bei anderen Herstellern wünsche, ist die Autobeschneiden-Funktion. Sie setzt den Scan-Bereich automatisch, so dass man nicht mühevoll einen Rahmen ziehen muss. Die Funktion funktioniert bei vielen Vorlagen sehr gut und erspart dann eine Menge Zeit. Man muss den Scan-Bereich jedoch jedes Mal überprüfen, denn bei manchen Vorlagen findet diese Funktionen nicht den richtigen Bildbereich.

Ein hervorragendes Feature ist die Möglichkeit, seine Einstellungen zu speichern und wieder herzuholen. Auf diese Weise lassen sich sehr bequem Stapel-Scans mit festen Einstellungen durchführen. Schließlich gibt es nichts Bequemeres als einen ganzen Filmstreifen oder gar eine ganze APS-Filmrolle auf einmal zu scannen.

Die Bildbearbeitungsfunktionen in der Scan-Software sind lobenswert umgesetzt. Ganz besonders gefällt mir, dass Tonwertkurve und Gradationskurve in einem Bildschirm-Dialog untergebracht sind. Somit sieht man bei der Manipulation einer Kurve immer gleich die Auswirkung auf die andere Kurve. Auch die Änderung von Helligkeit und Kontrast wird gleichzeitig an der Gradationskurve angezeigt. Durch Experimentieren mit diesen Einstellungen lernt man eine Menge in Sachen Bildbearbeitung. Wer diese komplizierteren Werkzeuge nicht mag, findet auch einfache Korrekturmöglichkeiten, zum Beispiel vorgefertigte Korrekturen anhand sichtbarer Variationen.

Erwähnen möchte ich noch den Dual4Launcher, den man entweder direkt aus dem Start-Menü oder per Knopfdruck am Scanner starten kann. Der Launcher ist ein übersichtliches kleines Tool, das den Anwender in seine gewünschte Scan-Applikation (Easy Scan Utility, Scan-Utility, Batch-Scan Utility) führt. Wer immer mit dem gleichen Tool arbeitet, kann die Quick-Scan Taste am Scanner auch so programmieren, dass immer automatisch seine gewünschte Applikation auf Knopfdruck startet.

Als Bildbearbeitungsprogramm liefert Minolta Adobe® Photoshop® Elements mit aus. Adobe® Photoshop® gilt als die Nummer Eins auf dem Markt der Bildbearbeitungsprogramme; die Elements-Version ist zwar gegenüber der Vollversion deutlich reduziert, jedoch verwendet der Normaluser nicht einmal 20% der Funktionen der Elements-Version. Deshalb ist es beachtlich, dass Minolta bei einem so günstigen Film-Scanner ein so gutes Fotobearbeitungsprogramm beilegt. Mit der Photoshop® Elements Version kann man jedoch keine Scans mit 48 Bit Farbtiefe bearbeiten und als solche wieder abspeichern; in dieser Beziehung kann der Scanner also mehr als die Bildbearbeitungssoftware. Aber es soll ja auch noch einen guten Grund geben, sich die sündhaft teure Photoshop® Vollversion zu kaufen.

Bildqualität

Kommen wir zum wichtigsten Punkt bei der Beurteilung des Konica Minolta Dual Scan der vierten Generation, der Bildqualität. Ich versuche bei der Beurteilung der Bildqualität gleich den Preis des Gerätes zu berücksichtigen. Es ist einleuchtend, dass der DiMAGE Scan Dual IV nicht mit der Bildqualität von Profi-Filmscannern mithalten kann. Wer sich eine Spiegelreflexkamera um 150 € kauft, traut sich auch keinen Vergleich mit 5-10 mal teureren Modellen. Also stellt sich für mich viel mehr die Frage, ob die Bildqualität zum Preis-Leistungsverhältnis passt oder nicht.

Ich kann vorwegnehmen, dass sich in Sachen Bildqualität gegenüber dem Vorgängermodell DiMAGE Scan Dual III nicht viel getan hat. Ich kann bis auf die gestiegene Auflösung keinen Unterschied erkennen, muss jedoch gestehen, dass ich beide Geräte nicht gleichzeitig vor mir hatte.

Der Auflösungstest ergibt eine Auflösung von 3100 dpi in der Praxis.

Sehr überrascht hat mich ein Auflösungstest mit einem USAF-1951 Test-Chart. Die drei horizontalen und die drei vertikalen Linien sind auf dem Element 5.6 noch eindeutig differenzierbar; dies entspricht bereits einer Auflösung von 2900 dpi. Bei den horizontalen Linien des ersten Elementes der 6. Gruppe kann man gerade noch einigermaßen 3 schwarze Linien erkennen, im Vertikalbereich zeigt die Analyse der einzelnen Pixel jedoch keine eindeutige Trennung mehr zwischen weißer und schwarzer Linie. Das Element 6.1 entspricht jedoch bereits einer Auflösung von 3250 dpi, so dass ich dem Dual Scan 4 eine effekte Auflösung von 3100 dpi bescheinige. Somit halte ich mit äußerst positivem Nachdruck fest, dass der Konica Minolta DiMAGE Dual Scan IV in Sachen Auflösung hält, was er verspricht. Die wenigsten Filmscanner erreichen in der Praxis die Auflösung, die auf dem Datenblatt steht, also ein ganz dickes Plus an dieser Stelle für Minolta!

Mit 3200 dpi Auflösung und einer Farbtiefe von 16 Bit pro Farbkanal bei einem nominellen Dichteumfang von 4,8 spielt der Minolta Scan Dual IV in der ersten Liga der Datenblätter der Filmscanner. Die resultierenden Scans lassen sich jedoch nur in die zweite Liga einordnen. Bei normalen unkritischen Aufnahmen wirken die Farben natürlich und kräftig; die Scans sind jedoch immer etwas dunkler als das Original, so dass immer leichte Korrekturen entweder im Scan-Programm oder im Bildbearbeitungsprogramm notwendig sind.

Enttäuschend ist das Scannen von sehr dunklen Vorlagen, zum Beispiel Aufnahmen bei Nacht oder auch Aufnahmen bei Tage in einem dunklen Wald. Hier fehlt es in den dunklen Bereichen an Zeichnung, die sich auch nicht durch nachträgliche Tonwertkorrektur erreichen lässt. Die Details der einzelnen Schwarz-/Grautöne fehlen einfach. Hier wird deutlich, dass der tatsächliche Dichteumfang niemals 4,8 erreicht, sondern deutlich unter 4,0 liegt; ich schätze mal 3,3 bis 3,5.

Sehr enttäuschend ist die Auto Dust Funktion des DiMAGE Scan Dual IV AF-3200. Die eigens entwickelte Staub- und Kratzerkorrekturfunktion kann mit dem bewährten ICE-Verfahren, welches Minolta in seinen teureren Modellen einsetzt, nicht im Geringsten mithalten. Somit werden Staubpartikel und Kratzer nicht wirklich entfernt, sondern nur leicht verblasst - kein Vergleich zu Bildern, die mit dem leistungsfähigen ICE-Verfahren gescannt wurden (siehe dazu der Vergleich verschiedener Staub- und Kratzerkorrekturverfahren auf meiner Extra-Seite). Der Staubpinsel ist nunmal eine reine Software-Funktion so wie sie zum Beispiel in Photoshop® auch implementiert ist. Eine solche Funktion entfernt Staub nur auf Kosten einer gewissen Unschärfe.

Die schlechte Staubkorrektur muss nicht unbedingt ein Nachteil sein; ist man zufrieden, einen Scan so zu bekommen, wie das Bild an die Wand projiziert erscheint, dann benötigt man gar kein Korrekturverfahren. Hat man jedoch einmal gesehen wie ein gescanntes Bild mit und ohne Staubkorrektur aussieht, möchte man diese Funktion nicht mehr missen.

Die Pixel Polish Funktion ermöglicht leichte Korrekturen beim Scan, z.B. wenn das Bild etwas verblasst oder überbelichtet ist. Diese Effekte kann man bei einem normalen Scan jedoch auch mit einer anschließenden Bildbearbeitungsfunktion erzeugen. Allerdings ist es bequemer, direkt im Vorschaufenster eine Pixel Polish Funktion auszuwählen als anschließend im Photoshop® zu experimentieren. Dies ist in der Scan-Software von Konica Minolta sehr gut gelöst.

Insgesamt mag ich sagen, dass die erreichte Bildqualität für den Preis des Diascanners akzeptabel ist. Allerdings mag ich auch erwähnen, dass ein Reflecta ProScan 3600 bei fast gleichem Preis mit der zugehörigen SilverFast-Software bessere Bildergebnisse liefert als der Konica Minolta Dual Scan IV. Für das Nachfolgemodell Dual Scan V wünsche ich mir nochmals solch einen Quantensprung wie ihn Minolta vom Dual Scan II zum Dual Scan III vollbrachte.

Scangeschwindigkeit

Der Vergleich der Tabellen in den vorigen Unterkapiteln mit denjenigen beim Vorgängermodell Dual Scan III zeigt, dass der neue Konica Minolta in Sachen Scangeschwindigkeit deutlich zugelegt hat; Relativieren muss man das Ergebnis etwas insofern, dass die beiden Geschwindigkeitstests ca. eineinhalb Jahre auseinander liegen. Einen entsprechenden Altersunterschied haben auch die beiden verwendeten Rechner.

Allgemein lässt sich festhalten, dass der Dual Scan IV ein sehr schneller Dia-Scanner ist. Die gemessenen Werte sind Spitzenzeiten im Vergleich zu vielen anderen Filmscannern. Man darf jedoch nicht vergessen, dass diese Scan-Zeiten nur für Rohscans ohne zusätzliche Filter gelten. Sobald man Bildkorrekturen durchführt oder gar Mehrfachscans macht steigen die Scan-Zeiten beträchtlich an.

Beim Scannen mit höchster Auflösung müssen beträchtliche Bild-Datenmengen vom Scanner zum Rechner übertragen werden. Deshalb ist es unbedingt ratsam, den Scanner an eine USB 2.0 Schnittstelle anzuschließen. Ein Anschluss an eine USB 1.1 Schnittstelle ist zwar auch möglich, jedoch steigen dann die Scan-Zeiten infolge der langsameren Datenübertragung an, siehe dazu meine Seite über verschiedene Schnittstellen.

Zusammenfassung, Fazit

Den Dual Scan von Konica Minolta gibt es nunmehr in der vierten Generation. Von Modell zu Modell ist er ein bisschen besser geworden. Der Konica Minolta DiMAGE Scan Dual IV besticht durch seine hohe effektive Auflösung, seine vorbildlich einfache Installation, die gute Scan-Software, den Stapelbetrieb für bis zu 4 Dias bzw. bis zu 6 Negative sowie durch die Möglichkeit, mit Mehrfachscans das Sensorrauschen wirkungsvoll zu unterdrücken. Positiv zu erwähnen ist auch der günstige optional erhältliche APS-Filmrollenadapter.

Die Bildqualität ist gemessen am Gerätepreis gerade noch akzeptabel, sie ist jedoch meiner Meinung nach nicht ausreichend zum Archivieren einer Dia- oder Negativsammlung. Wer gerne seine Fotos am PC oder im Fernseher sehen möchte, für den reicht die Bildqualität aus. Um seine Filmesammlung dauerhaft zu archivieren sollte man jedoch zu einem höherwertigen Gerät greifen.

Ein schwerwiegender Nachteil ist die Limitierung von gerahmten Dias auf 1-2 mm Rahmendicke. Wer mit dem Kauf eines Dual Scan IV liebäugelt sollte also unbedingt seine Diasammlung vorher durchforsten, denn es gibt viele Rahmentypen, die dicker als 2 mm sind.

Von mir gibt es keine Empfehlung für den Dual Scan IV; das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht. Zum gleichen Preis gibt es mit dem Reflecta CrystalScan 7200 bereits einen Filmscanner mit ICE Staub- und Kratzerkorrektur und sehr guter Bildqualität.

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