Fragen zum Filmscanner reflecta RPS 7200
Worin unterscheidet sich der RPS 7200 vom RPS 3600?
Äußerlich unterscheiden sich die beiden RPS Modelle 3600 und 7200 kaum. Das auffällig markante Gehäuse mit den vier breiten Aufstellbolzen und dem Sichtfenster an der Vorderseite ist identisch. Auch an der Farbgebung hat man keine Änderungen vorgenommen.
Eine weitere Steigerung hat der RPS 7200 gegenüber seinem Vorgängermodell in der nominellen Auflösung erfahren. Sie hat sich sogar von 3600 dpi auf 7200 dpi verdoppelt. Realistisch gesehen, schießt dieser sensationelle Wert für die Auflösung über das Ziel hinaus, da kein Kleinbilddia oder -negativ so viele unterschiedliche Bildpunkte enthält wie ein Scan mit dieser eingestellten Auflösung Bildpunkte liefert. In der Praxis zeigt sich anhand eines Auflösungstests mit Hilfe eines USAF-Testcharts, dass der effektive Wert nicht annähernd an diesen nominellen Wert von 7200 dpi herankommt (siehe im Testbericht unter Bildqualität). Die effektive ermittelte Auflösung liegt zwar nur bei ca. 3900 dpi, ist aber dennoch höher als der Wert von 3300 dpi beim Crystalscan 7200. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der RPS 7200 durch die höhere effektive Auflösung und den höheren Dichteumfang eine deutlich bessere Bildqualität liefert als der Crystalscan 7200.
Gegenüber dem RPS 3600 fällt am RPS 7200 der Aufdruck digital ICE3 technology oberhalb des Sichtfensters auf. Ein weiterer Hinweis auf einen deutlichen Unterschied im Innern. Hierbei handelt es sich um das ausgereifte Verfahren zur Erkennung und Korrektur von Staub und Kratzern (ICE) sowie der beiden weiteren Korrekturverfahren GEM für die Filmkornglättung und ROC für die Farbrestaurierung. Im Gegensatz zur manuellen Bearbeitung von Staub und Kratzern mit dem softwaregestützten SRD Vefahren beim RPS 3600 werden beim RPS 7200 Staubpartikel und Kratzer auf der Filmoberfläche hardwaretechnisch mittels eines Infrarotstrahls aufgespürt. Beim Scannen eines Filmstreifens kann dieses Verfahren mit einem Mausklick aktiviert werden, so dass jedes Bild automatisch korrigiert wird. Dies ist eine enorme Arbeitserleichterung und Zeitersparnis.
Verändert haben sich auch die Anschlussmöglichkeiten an der Rückseite der Geräte. Der SCSI-Anschluss am RPS 3600 ist am RPS 7200 gegen einen Firewire-Anschluss ausgetauscht worden. Mittlerweile ist dieser auch schon veraltet, da Neugeräte des RPS 7200 nur noch mit einem USB-Anschluss ausgestattet sind.
Welche Vorteile hat der RPS 7200 gegenüber dem Crystal Scan 7200?
Ein wesentlicher Vorteil des RPS 7200 gegenüber dem Crystal Scan 7200 ist sein automatischer Filmstreifeneinzug. Was das exakte Positionieren und Weitertransportieren des Bildes beim Scannen von Filmstreifen angeht, ist der Crystal Scan 7200 ausschließlich auf eigene Handarbeit angewiesen. Im Gegensatz hierzu läßt sich der RPS 7200 weitaus komfortabler beim Scannen von Filmstreifen handhaben. Führt man den Filmstreifen in den Schlitz an der vorderen linken Seite des RPS 7200 ein, so wird er automatisch eingezogen.
Durch das Sichtfenster, welches ein weiterer sehr hilfreicher Pluspunkt gegenüber dem Cystal Scan 7200 ist, kann eine Kontrolle der Position des Bildes vorgenommen werden. Über die zusätzlichen Tasten "Reverse" und "Forward" auf der Oberseite des RPS 7200 kann man den Filmstreifen zur Feinjustierung vorwärts und rückwärts bewegen. Auch ein bildweises Transportieren in beide Richtungen ist über diese Tasten möglich (siehe auch darüber in unserem Testbericht RPS 7200). Nimmt man den Job-Manager von SilverFast hinzu, so ist mit dem automatischen Filmstreifeneinzug das Scannen von ganzen Filmstreifen und auch Filmrollen in einem Arbeitschritt bequem möglich.
Der RPS 7200 hat gegenüber dem CrystalScan 7200 eine höhere maximale Dichte. Sie liegt bei 3,6. Der CrystalScan hat nur einen Wert von 3,2. Somit kann man auch auf einen höheren Dichteumfang in der Größenordnung von 3 des RPS 7200 schließen. Im Klartext bedeutet das, dem RPS 7200 steht ein größerer Bereich zwischen minimaler und maximaler Dichte zur Verfügung, innerhalb dessen er alle Farbtöne einer Vorlage vollständig erfassen kann. Das macht sich besonders in den hellen Lichtern und dunklen Schattenbereichen bemerkbar (auf unsere Seite über Dichte finden Sie hierzu weitere ausführliche Informationen).
Welche Vorteile hat die SilverFast Scan-Software?
Vergleicht man die profesionelle Scan-Software SilverFast aus dem Haus Lasersoft Imaging mit Scan-Software anderer Hersteller so hebt sich die SilverFast Scan-Software vor allem durch ihre ausgereiften Bildbearbeitungsalgorithmen ab. Diese holen meist mehr aus den gescannten Rohdaten heraus als manche Standard-Scansoftware. Bei Film-Scannern die von Haus aus mit der eigenen Software einen Dichteumfang von 2,5 haben, schafft SilverFast zum Teil einen Wert von über 3. So können weit mehr Unterschiede in den extrem hellen Lichtern bzw. sehr dunklen Schattenbereichen einer Bildvorlage erfasst werden, was eine höhere Bildqualität zur Folge hat (siehe auch dazu unsere Know How-Seite über Dichte).
Die Studio-Version 6.5 von SilverFast beinhaltet zusätzlich eine Funktion, genannt "Multi-Exposer", mit der sich eine weitere beträchtliche Steigerung des Dynamikumfangs bei dem Scannen von Durchsichtsvorlagen erzielen lässt. Durch mehrfaches Scannen mit unterschiedlichen Belichtungen und anschließender Interpolation der Ergebnisse wird der maximale Dynamikumfang des Originals erfasst. Im Gegensatz zum Multi-Sampling-Verfahren, welches eine Mehrfachbelichtung mit ein und derselben Belichtungsintensität vornimmt um "nur" allgemeines Rauschen im Bild zu identifizieren und zu entfernen, geht das Multi-Exposer-Verfahren weiter, in dem es zusätzlich zu einer effektiven Rauschunterdrückung auch eine verbesserte Erhöhung des Dynamikumfangs vornimmt.
SilverFast ist mit einer Vielzahl von Einstellmöglichkeiten und Bildverarbeitungsverfahren ausgestattet, die man bei anderen Scanprogrammen vergeblich sucht. Von einfachen Helligkeitsreglern über komplizierte Kurvenwerkzeuge bis zu professionellen Funktionen zum Speichern eigener Spezialeinstellungen für bestimmte Aktionen oder zum Anlegen eigener Profile für bestimmte Filmsorten bzw. Aufnahmetypen wird jede erdenkliche Möglichkeit geboten aus seinen Bildvorlagen das Optimum auf einfache Weise herauszuholen.
Ein Vorteil, der besonders hervorsticht, ist die in SilverFast Ai vorhandene IT-8 Farbkalibrierung des Scanners (siehe dazu auch unsere Seite Welchen Vorteil hat eine IT-8 Farbkalibrierung?). Mögliche hardwarebasierte Abweichungen der Farbwiedergabe des Filmscanners werden dadurch effektiv kompensiert. Für die Kalibrierung werden hochwertige IT-8-Durchlicht-Targets mitgeliefert. Sie stellen die Referenzdaten dar, die im Verlauf der Farbkalibrierung mit den tatsächlich gemessenen Farbwerten verglichen werden. Die gewonnenen Differenzen werden in einem ICC-Profil festgehalten und für eine automatische Korrektur beim nächsten Scan herangezogen. Vor allem bei Dias zeigt sich bei dieser Kalibrierung eine deutlich positive Verbesserung der Bildqualität. Die IT-8 Kalibrierung wirkt sich bei Negativen nicht allzu viel aus. Zur Optimierung von Negativen bietet SilverFast eigens einen eigenen Einstellbereich "NegaFix". Hier können exakt der verwendete Filmhersteller und Filmtyp ausgewählt werden. Mit diesem gespeicherten Farbprofil für Negative erzielt man deutlich bessere Ergebnisse als mit einem Standard-Farbprofil.
Eine wertvolle Hilfe, die eine Menge Arbeit und Zeit spart, ist die neue Auto-Rahmen Funktion. Was versteht man genau darunter? Den zu scannenden Bereich stellt man normalerweise nach einem Vorscan manuell so ein, dass genau das Bild gescannt wird ohne einen schwarzen Rahmen außen herum. Die Auto-Rahmen-Funktion erledigt diesen Arbeitsschritt mit einem Mausklick. Der richtige Scan-Bereich wird nach dem Vorscan voll automatisch erkannt und eingepasst. Das zeitaufwendige Justieren des Bildbereiches von Hand spart man sich.
Von großem Vorteil ist abschließend noch die hohe "Kompatibilität" der Software-Bedienung von SilverFast aufzuführen. Was heißt das im Klartext? Hat man sich einmal gründlich mit der Benutzeroberfläche und Bedienung der SilverFast Scan-Software auseinandergesetzt, ist es sehr leicht mit der SilverFast Scan-Software eines anderen Scannertyps zurecht zu kommen. Grund dafür ist der einheitliche Aufbau der Software für alle unterstützten Scannermodelle. Dadurch spart man sich wertvolle Einarbeitungszeit wenn man sich ein neues Gerät anschaffen will.
Kann der RPS 7200 gerahmte Dias im Stapel verarbeiten?
Größere Mengen an gerahmten Kleinbild-Dias in einer Stapelverarbeitung auf einmal zu digitalisieren, ist mit dem RPS 7200 nicht durchführbar, da immer nur ein einziges gerahmtes Dia in den abgerundeten Schlitz eingelegt und gescannt werden kann.
Der RPS 7200 Professional ist also kein Scanner, mit dem man große Bestände von Diarahmen bequem und schnell scannen kann. Für diese Anwendung gibt es den Reflecta DigitDia 5000 oder den Nikon Super Coolscan 5000 ED mit Slide Feeder.
Kann der RPS 7200 komplette Filmstreifen am Stück scannen?
Hierfür eignet sich der RPS 7200 besonders, da er mit einem automatischen Filmstreifeneinzug ausgestattet ist. Der Filmstreifen sollte aus mehr als 3 Bildern bestehen, sonst kann der Transport in der Filmstreifenführung nicht mehr gewährleistet werden. Kürzere Filmstreifen mit nur 2 Bildern müssen geschnitten werden und die Bilder jeweils in einen Diarahmen gelegt werden, um sie einzeln in der Diavorrichtung zu scannen.
Will man nicht nur einzelne Bilder sondern mehrere komplette Filmstreifen einscannen, nimmt man am besten alle notwendigen Einstellungen für ein Muster-Negativstreifen vor und speichert diese in einem Job im Job-Manager von SilverFast. Die folgenden Filmstreifen werden dann jeweils nur durch wiederholtes Ausführen dieses Jobs gescannt (siehe auch im Testbericht des RPS 7200: Scannen von Filmstreifen).
Kann der RPS 7200 ganze Filmrollen am Stück scannen?
Der RPS 7200 ist in der Lage eine ganze Filmrolle einzuziehen und in einer Stapelverarbeitung auf einmal zu scannen. Dies ist ein großer Vorzug dieses Scanners gegenüber manch anderen Filmscannern dieser Klasse! Zusätzliches Zubehör ist für das Digitalisieren von Filmrollen nicht notwendig. Durch den gleichen Schlitz auf der linken vorderen Seite des Gerätes wie auch für Filmstreifen, wird der Anfang der Filmrolle eingeführt. Automatisch wird die Filmrolle eingezogen und nach Abspeichern der Einstellungen in einem Job im Job-Manager von SilverFast Bild für Bild gescannt.
Kann der RPS 7200 Filmrollen beliebiger Länge verarbeiten?
Mit der Scansoftware SilverFast und seiner Funktion zur Stapelverarbeitung kann man einen Index-Scan, Vorscans und entsprechende Feinscans aller Bilder einer Filmrolle bis zu einer Filmlänge von 40 Bildern durchführen.
Ein Negativ-Filmstreifen mit 7200 dpi und eingeschaltetem ICE (Staub- und Kratzerentfernung) kann dann schon mal gut und gern ca. 2,5 Stunden zum Digitalisieren benötigen. Bei Filmrollen ist noch zu beachten, dass sie keine Leerbilder an den vorderen und hinteren Enden besitzen. Diese müssen von der Filmrolle vor dem Scan abgeschnitten werden. Zur genauen Positionierung des Films dienen die Vorwärts-Rückwärts-Tasten auf dem Gerät. Da die Filmrolle außerhalb des Gerätes, also vor und nach dem Austritt der Filmführung, lose herumliegt, muß man den Scanvorgang immer mal wieder im Auge behalten, um kein Durcheinander der Filmrolle zu bekommen (siehe auch unter Scannen von Fimrollen in unserem Testbericht).
Kann man mit dem RPS 7200 APS-Filme digitalisieren?
Man könnte annehmen, wenn man mit dem RPS 7200 ganze Filmrollen digitalisieren kann, dass es auch möglich ist APS-Patronen zu scannen. Dies ist leider ein Trugschluss. Im Vergleich zu manch anderen Filmscannern, die optional einen APS-Filmhalter im Zubehör haben, gibt es solche Erweiterungsmöglichkeiten für den RPS 7200 nicht. Der RPS 7200 ist so ausgelegt, dass er gänzlich ohne Rahmen und Filmhalter auskommt, aber keine Möglichkeit bietet APS-Filme zu scannen.
Auch der Versuch den APS-Film aus seiner Patrone zu nehmen und in den Filmstreifenschlitz einzuführen, scheitert, weil das Filmformat nicht zur Kleinbild-Filmstreifen-Führung passt.
Bis zu welcher Rahmendicke können Diarahmen verarbeitet werden?
Mit dem RPS 7200 kann man gerahmte Dias jeglicher Rahmenart und bis zu einer Rahmendicke von 3,2 mm ohne einen speziellen Filmhalter scannen. Ein gerahmtes Dia schiebt man einfach in die horizontale Öffnung an der Vorderseite des Scanners. Die variable Schlitzführung verjüngt sich nach hinten und passt sich bis zum Ende des Einschubs genau an die Dicke des Diarahmens an.
Durch leichten Ferderdruck wird das Dia optimal für den Scan festgehalten. Unterhalb der maximalen Rahmendicke von 3,2 mm lassen sich die unterschiedlichsten Rahmentypen von extrem dünnen Plastikrahmen über Papprahmen bis zu extrem dicken Glasrahmen mühelos mit dem RPS 7200 verarbeiten.
Wie schaltet man in SilverFast die ICE Staub- und Kratzerkorrekturfunktion ein?
Die Funktionen zur Staub- und Kratzerentfernung sind je nach SilverFast-Version und Scannermodell verschieden. Im folgenden wird die Aktivierung der Staub- und Kratzerentfernung für SilverFast Ai Studio (Version 6.5.0r5 Windows) für den reflecta RPS 7200 beschrieben. Den Knopf zur Aktivierung für die ICE-Funktion findet man in der senkrechten Knopfleiste am linken Rand des großen Vorschaufensters von SilverFast. Der Button hat die Beschriftung iSRD.
Der Button besitzt drei Zustände: ausgeschaltet, eingeschaltet im automatischen Modus und eingeschaltet im manuellen Modus. Das erste Bild (Bild 1) zeigt das Button-Icon im Zustand, dass die automatische Staub- und Kratzerkorrektur ausgeschaltet ist. Man achte genau auf die Farbe der Beschriftung des Buttons.
Durch einen einmaligen Klick auf diesen Button schaltet man den Automatik-Modus der Staub- und Kratzerkorrektur ein. Bild 2 zeigt den entsprechenden Zustand dieses Buttons nach dem Klick. man achte auf das rote i als Kennzeichen, dass der Automatik-Modus eingeschaltet ist. Im Automatik-Modus muss man keine weiteren Einstellungen vornehmen; SilverFast korrigiert jedes Bild automatisch von Staub und Kratzern.
Drückt man den iSRD-Button ein zweites Mal so schaltet man um in den manuellen Modus der Staub- und Kratzerkorrektur. Im manuellen Modus erscheint unterhalb des iSRD-Buttons ein weiterer Button mit der Beschriftung SRD zur Eingabe spezieller Einstellungen rund um die Staub- und Kratzerkorrektur.
Der Detail-Dialog für die manuellen Einstellungen ist in Bild 4 dargestellt. Details zu diesem Dialog sind ausführlich im Fachbuch SilverFast - das offizielle Buch beschrieben.
Klickt man den iSRD Button ein weiteres Mal, so ist die Staub- und Kratzerkorrektur wieder ausgeschaltet.
Erreicht man die höchste effektive Auflösung nur bei der Höchstauflösung von 7200 dpi?
Man könnte die Frage auch so formulieren: Reicht die Einstellung von 3600 dpi aus um die effektive höchste Auflösung im Scan zu erreichen? Hintergrund ist folgender: Der RPS 7200 wartet laut Hersteller mit der Mega-Auflösung von 7200 dpi auf. Das heißt doppelt so viel wie sein Vorgängermodell, dem RPS 3600. Doch dieser superlative Wert - man vermutet es schon - lässt sich kaum in der Praxis verwirklichen. Welche tatsächliche effektive Auflösung mit dem RPS 7200 erreichbar ist, kann ein Auflösungstest mit Hilfe eines USAF-1951-Testcharts ermittelt werden. In unserem Testbericht haben wir für den RPS 7200 Professional eine effektive Auflösung von 3.800 dpi gemessen. Zur Beantwortung dieser Frage haben wir mit einem anderen Gerät nochmals Auflösungstests durchgeführt.
Das Testchart mit verschieden großen Balken-Elementen wird einmal mit 7200 dpi und einmal mit 3600 dpi gescannt. Die beiden Scans werden dann am Bildschirm auf die kleinsten noch zu unterscheidenden Balken-Elemente analysiert. Ein Balkenelement besteht aus drei horizontalen und drei vertikalen Balken, da die Auflösung in horizontaler und vertikaler Richtung unterschiedlich sein kann. Jedem Balken-Element entspricht laut einer Auflösungstabelle exakt ein Auflösungswert. Folgende Tabelle beschreibt die ermittelten Balkenelemente mit ihren zugehörigen Auflösungswerten bei einer eingestellten Auflösung von 7200 dpi und 3600 dpi.
| Eingestellte Auflösung |
Balken-Element |
Auflösung Balken-El. |
Effektive Auflösung |
| 7200 dpi |
6.1 |
3251 dpi |
3450 dpi |
| 6.2 |
3649 dpi |
| 3600 dpi |
5.5 |
2580 dpi |
2738 dpi |
| 5.6 |
2896 dpi |
Bei diesem Testgerät haben wir also bei der eingestellten Maximalauflösung von 7200 dpi effektiv nur 3450 dpi erhalten. Man könnte also meinen, dass es reicht, wenn man am Gerät nur die halbe Nominalauflösung von 3600 dpi einstellt, um die 3450 dpi zu erhalten. Unser Auflösungstest zeigt jedoch, dass man dann nur noch 2738 dpi erhält. Man muss also in der Tat immer mit der höchsten Auflösung von 7200 dpi scannen, um wenigstens die maximale effektive Auflösung zu erhalten.
Anmerkung: Die Auflösung eines Scanners variiert von Modell zu Modell in einem gewissen Bereich. Während unser erstes Testgerät eine maximale effektive Auflösung von 3800 dpi lieferte, konnten wir mit dem zweiten Testgerät nur 3450 dpi ermitteln.
Was bringt es mit der höchsten einstellbaren Auflösung von 14400 dpi in SilverFast zu scannen?
Die SilverFast Scan-Software bietet die Möglichkeit, über die Nominalauflösung von 7200 dpi hinaus einen Auflösungswert von 14.400 dpi einzustellen. Macht diese Einstellung irgendeinen Sinn? Ein weiterer Auflösungstest mit diesem hohen Wert von 14400 dpi ergab das gleiche Ergebnis wie mit einer in SilverFast eingestellen Auflösung von 7200 dpi, nämlich eine effektive Auflösung von ungefähr 3450 dpi (siehe vorangegangene Frage).
Fazit: Eine Auflösung von 14400 dpi in SilverFast einzustellen bringt keine Verbesserung in der effektiven Auflösung gegenüber einem Scan mit 7200 dpi. Der einzige Vorteil, den die 14.400 dpi bringen, ist, dass man eine 4 mal größere Bilddatei erhält, die aber freilich nicht mehr Bildinformationen enthält. Vielleicht sollte man daher diesen Vorteil eher als Nachteil klassifizieren.
Was ist der Unterschied zwischen Scan-Software und Firmware?
Firmware bezeichnet man auch als hardwarenahe Software. Sie ist in den unterschiedlichsten elektronischen Geräten, wie zum Beispiel auch Scannern, in einem programmierbaren Chip fest eingebettet. Der Gerätehersteller ist für die gesamte Funktionalität verantwortlich. Werden dafür ein Betriebssystem oder diverse Parameter erforderlich, legt er diese anhand der Firmware fest. Manipulationen seitens des Anwenders werden dadurch unterbunden.
Die Firmware liefert in erster Linie Funktionen zur Steuerung des Gerätes, Ein- und Ausgaberoutinen, gelegentlich auch umfangreichere Funktionen für Arbeiten mit Speicher, CPU und anderen Komponenten. Bei Personal Computern ist die Firmware zum Beispiel das "Basic Input Output System", kurz BIOS genannt. Für die meisten Geräte gibt es hin und wieder Firmware-Updates mit denen Fehler im bestehenden Funktionsumfang verbessert werden oder durch die ganz neue Funktionen hinzu kommen. Bei Filmscannern führt ein Firmware-Update oftmals zu einer Steigerung der Bildqualität, da die Firmware auch wichtige Bildverarbeitungsalgorithmen enthält.
Im Gegensatz zur Firmware ist die Scan-Software das eigentliche Anwendungsprogramm mit dem der Benutzer seine Dias scannen kann. Sie dient im wesentlichen zur Bedienung des Scanners mit einer Vielzahl von Einstellmöglichkeiten. Professionelle Scan-Software wie SilverFast liefert darüber hinaus hochwertige Bildverarbeitungsalgorithmen, die eine Bildqualität von höchstem Niveau aus den Scanner-Rohdaten errechnen können.
Was bringt es, die Firmware upzudaten?
Die Firmware liefert in erster Linie Funktionen zur Steuerung des Gerätes, Ein- und Ausgaberoutinen, gelegentlich auch umfangreichere Funktionen für Arbeiten mit Speicher, CPU und anderen Komponenten. Bei Personal Computern ist die Firmware zum Beispiel das "Basic Input Output System", kurz BIOS genannt. Für die meisten Geräte gibt es hin und wieder Firmware-Updates mit denen Fehler im bestehenden Funktionsumfang verbessert werden oder durch die ganz neue Funktionen hinzu kommen. Bei Filmscannern führt ein Firmware-Update oftmals zu einer Steigerung der Bildqualität, da die Firmware auch wichtige Bildverarbeitungsalgorithmen enthält.
Wo erhält man die neueste Firmware?
Auf der Webseite von reflecta (www.reflecta.de) klickt man auf das Menü "Download" und dann auf "Software+Treiber". Dort findet man beim Herunterscrollen den zweitletzten Abschnitt Firmware. Dort steht die aktuelle Firmware für den RPS 7200 zum download bereit.
Tipp: Wie man das Update durchführt steht in der Anleitung zum Firmware-Update, die hier auch downloadbar ist.
Wo finde ich die neueste CyberView Version?
Auf der Website von Reflecta (www.reflecta.de) ist über das Menü "Download" und das Untermenü "Software+Treiber" die jeweils aktuellste Version CyberView downloadbar.
Wo erhält man die neueste SilverFast-Software?
Zur Aktualisierung Ihrer SilverFast-Software gehen Sie direkt in den Download-Bereich der SilverFast-Website (http://www.silverfast.de/show/downloads-start/de.html), um sich Ihr neuestes Update herunterzuladen. Updates für Version 6.5 sind kostenlos. Um direkt in den Download-Bereich Ihres Update zu gelangen, benötigen Sie Ihre SilverFast-Seriennummer und e-mail-Adresse.
Ein Update von Version 6 auf Version 6.5 ist kostenpflichtig und kann über den SilverFast-Shop (www.silverfast.de/show/store/de.html) erworben werden.
Wie führt man ein Firmware-Update durch?
1. Sie haben sich das Firmware-Update für Ihren Scanner heruntergeladen und in einen Ordner auf Ihrem PC gespeichert,zum Beispiel unter C:\Firmware.
2. Nachdem Sie den Scanner an den PC angeschlossen haben, öffnen Sie CyberView X.
3. Wählen Sie in der Menüleiste Hilfe aus.
4. Klicken Sie dort im Pulldown-Menü auf Firmware aktualisieren.
5. Das darauffolgende Fenster erwartet den Ort, wo sich Ihr Firmware-Update befindet. Wählen Sie in der Zeile "Suchen in:" Ihren Ordner aus, zum Beispiel C:\Firmware und markieren danach Ihre Update-Datei.
6. Mit einem Klick auf Öffnen wird das Firmware automatisch aktualisiert. Währendessen erscheint ein kleines Fenster mit einem Verlaufsbalken, der den Stand des Updatevorgangs anzeigt.
7. Nach erfolgreicher Aktualisierung Werden Sie in einem weiteren Fenster darüber informiert. Diese Meldung bestätigen Sie mit OK.
8. Damit das Update vom Scan-Programm übernommen werden kann, müssen Sie CycerView X beenden und neu starten. Dazu rufen Sie den Menüpunkt Scan auf und wählen dort Beenden
10. Die folgende Meldung: "Möchten Sie die aktuellen Einstellungen als Standard speichern?" bestätigen Sie mit Ja.
11. Anschließend starten Sie zuerst den Scanner neu und dann CyberView X.
12. Eine Anleitung zum Firmware-Update mit den entsprechenden Bildern der Programmfenster finden Sie auch auf der Reflecta-Website (www.reflecta.de), indem Sie auf "Download", dann "Software+Treiber" klicken, oder indem Sie auf "Download" und "Anleitungen+Kataloge" klicken.
Was ist zu tun, wenn Streifen im Scan auftreten?
Werden nach dem Vorschau-Scan und dem eigentlichen Scanvorgang Streifen im Bild sichtbar (siehe die vertikalen Streifen in nebenstehendem Bild), ist mit größter Wahrscheinlichkeit von einem Hardwaredefekt des Sensors auszugehen.
In diesem Fall empfiehlt es sich, das defekte Gerät über den Händler oder direkt an Reflecta einzuschicken. Dazu legen Sie bitte Ihre Rechnung vom Kauf des Gerätes und ein ausgefülltes Fehleranalyse-Formular bei. Das Formular für Fehleranalysen bei Diascannern können Sie sich von der Reflecta-Webseite (www.reflecta.de) unter dem Menüpunkt SUPPORT herunterladen.
Mein RPS 7200 ist defekt. Was nun?
Das Gerät muss zur Reparatur an reflecta. Schicken Sie das defekte Gerät entweder über den Fachhändler an reflecta oder - um Zeit zu sparen - direkt an reflecta. Die Anschrift von reflecta finden Sie auf der Reflecta-Webseite (www.reflecta.de) unter dem Menüpunkt "Kontakt". Dazu legen Sie bitte Ihre Rechnung vom Kauf des Gerätes und ein ausgefülltes Fehleranalyse-Formular bei. Das Formular für Fehleranalysen bei Diascannern können Sie sich von der Reflecta-Website (www.reflecta.de) unter dem Menüpunkt SUPPORT herunterladen.
Gibt es für den reflecta RPS 7200 keine Garantiekarte?
Der reflecta RPS 7200 Professional wird ohne Garantiekarte ausgeliefert. Eine Extra-Garantiekarte, wie es sie zum Beispiel bei Nikon Filmscannern gibt, gibt es bei reflecta grundsätzlich nicht. Um Garantieansprüche geltend zu machen, genügt die Kaufrechnung des Gerätes.
Kann man das Verfahren zur Staub- und Kratzerentfernung (ICE) auch bei Schwarz-Weiß-Bildern anwenden?
Das ICE-Verfahren funktioniert ausschließlich bei Farbdias oder Farbnegativen und läst sich nicht auf Schwarz-Weiß-Bilder anwenden.
Wichtig: Scannt man Schwarz/Weiß-Vorlagen, so muss man das ICE-Korrekturverfahren ausschalten. Ansonsten leidet die Bildqualität, siehe dazu auf unserer Website über Fragen zu Korrekturverfahren.
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